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Jörg Katner – Engels-Trilogie 3 – Engelsfürst

 

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Jörg Kastner, geboren 1962 in Minden an der Weser, hat nach erfolgreichem Jurastudium aus der Liebe zum Schreiben einen Beruf gemacht. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in zwölf Sprachen übersetzt, sind seine Bücher auch im Ausland sehr erfolgreich. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Corinna Kastner, in Hannover.

Quelle: Droemer Knaur Verlag

Klappentext:

Ein hoher Kleriker kommt einem ungeheuerlichen Skandal auf die Spur: Im Vatikan werden Gelder im großen Stil veruntreut. Er vertraut sich der Journalistin Elena Vida an – und wird kurz darauf ermordet. Dann sterben weitere hohe Geistliche auf unheimliche Weise: Sie verbrennen von innen heraus.
Alexander Rosin, ehemaliger Schweizergardist, nimmt sich des Falles an und findet heraus, dass es um viel mehr geht als Geld. Es scheint, dass der uralte Kampf zwischen Gut und Böse in eine neue Phase getreten ist …

Meine Meinung:

Nachdem es mittlerweile zwei Päpste im Vatikan gibt und es Engelssöhne gibt, folgt in dem dritten Teil der Trilogie der Wunsch um die Wiederaufstehung der gefallenen Engel.
Aber bis es soweit kommt, starben mehrere hohe Geistliche eines unnatürlichen Todes, dem die Polizei und die Vatikancaribineri nachgehen. Unter den Opfern ist auch ein Mann, der eine hohe Position in der Vatikanbank hatte. Dieser wollte sich der Journalistin Elena offenbaren, kam aber auch auf mysteriöse Weise vorher um.
Und so gerät Elena zwischen die Fronten, die die Polizei und Alexander im Laufe der Handlung ebenfalls kennenlernen und bezwingen müssen.

Anfangs fühlte ich mich kurz etwas überfahren, da es in diesem dritten Band der Trilogie zwei Jahre nach dem zweiten Teil weiterging.
Auch konnte ich erst keine Verbindung zu den Protagonisten herstellen, was mir bei den ersten beiden Teilen sofort gelang. Obwohl ich sogleich bei Alexander und Elena, zwei der wichtigsten Charaktere des Dreiteilers war, hatte sich zwischen ihnen etwas geändert, was ich erst im Laufe der Geschichte herausfand. Für mich persönlich war das wohl ein großer Bremsklotz, der mich ungefähr die ersten 150 seiten nicht in die Geschichte finden ließ.

Wie in den vorigen Büchern, wurde ich auch in diesem Teil immer wieder in die Vergangenheit geführt, die etwa 2.000 Jahre zurück liegt. Dieses mal anhand von Hypnose und durch Träume, in die Enrico versetzt wurde und mir so eine interessante Geschichte erzählte.

Wieder einmal schafft es der Autor, die Spannung durch ständige Szenenwechsel hoch zu halten. Aber leider war es für mich in diesem Band auch etwas eintönig, da wieder einmal der Orden Totus Tuus seine Finger im Spiel hatte. Sie symbolisieren wieder einmal das Böse gegenüber der katholischen Kirche. Dies war mir von Anfang an klar, aber ich fand es schade und dadurch wurde das Buch für mich etwas langweilig.
Dieses Werk konnte mich nicht so fesseln, wie die ersten beiden Teile. Nur das Verhältnis zwischen Alexander und Elena entwickelte sich abwechslungsreich und hob meine Stimmung.

Wenn man die ersten zwei Bände der Trilogie nicht kennt, ist dieser Roman ein spannender Thriller. Für mich jedoch war es nur ein dritter Band, in dem es im Grunde um das Gleiche ging, wie schon in den Vorbänden.
Ich bin etwas enttäuscht und vergebe nur vier Sterne.

14.05.2010

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Jörg Kastner – Engels-Trilogie 2 – Engelsfluch

 

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Jörg Kastner, geboren 1962 in Minden an der Weser, hat nach erfolgreichem Jurastudium aus der Liebe zum Schreiben einen Beruf gemacht. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in zwölf Sprachen übersetzt, sind seine Bücher auch im Ausland sehr erfolgreich. Jörg Kastner lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Corinna Kastner, in Hannover.

Quelle: Droemer Knaur Verlag

Klappentext:

Wer den Schlaf der Engel stört,
beschwört das Verderben.

In Rom und Umgebung werden auf grausame Weise Priester getötet. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten spaltet sich die katholische Kirche. Und eine Prophezeiung droht sich zu erfüllen, die zurückgeht auf die Erben der Etrusker …
Übersinnliche Gaben und alte Weissagungen, die auf Wesen hindeuten, die wir Engel nennen, sind verborgene Triebfedern dieses Thrillers über kirchenpolitische Machtkämpfe und brutale Verbrechen.

Meine Meinung:

Im zweiten Teil der Engels-Trilogie geht es um eine Spaltung der katholischen Kirche sowie eine uralte religiöse Sekte der Etrusker.
Während sich in Neapel ein Gegenpapst aufstellen lässt, werden in der Gegend um Rom Priester ermordet.
Ob das alles irgendwie zusammenhängt?

Mit den Protagonisten Alexander und Elena aus dem ersten Band beginnt die Geschichte. Aber schon bald ging jeder einen eigenen Weg, da sie im Zusammenhang mit dem Gegenpapst recherchieren musste und Alexander von der Polizei und dem Vatikan hinzugezogen wurde, um bei der Aufklärung von Priestermorden zu helfen.
Es kam ziemlich bald eine weitere Figur in den Mittelpunkt. Enrico, ein deutscher Rechtsanwalt mit Wurzeln in Italien, kam in die Toskana, um mehr über seine verstorbene Mutter und deren Vorfahren zu erfahren.
Dazu hatte er seit seiner Kindheit einen Alptraum, der ihn regelmäßig verfolgte und in Italien an Stärke zu gewinnen schien.
Seine Mutter gab ihm auf ihrem Sterbebett ein Reisetagebuch von einem Urahnen aus dem Jahre 1805. Dieser Bericht ist kapitelweise in die Handlung eingeflochten und erzählte von einem Vorfahren der eine Stätte der Etrusker fand, die angeblich eine übernatürliche Macht in ihren unterirdischen Gängen bündeln soll.

Es war von Anfang bis Ende eine Grundspannung vorhanden, die zwischendurch kurze Anstiege hatte und zum Schluss einem Höhepunkt zustrebte.
In diesem Roman ging es etwas mehr um Mystik als im ersten Teil. Träume, Visionen, heilende Kräfte – alles hatte mit Engelserscheinungen zu tun, die im Laufe der Geschichte aufgedeckt wurden.

Auch in diesem Band hatte ein spezieller Orden wieder einmal seine Hände im Spiel, der den Gegenpapst für seine Machtspielchen missbrauchte.
Die Figuren wurden wieder gut vorgestellt und es wurde auch eine kurze Zusammenfassung vom ersten Teil der Trilogie in die Geschichte eingeflochten. Dadurch könnte man diesen Thriller auch ohne den Vorgänger genießen.

Wie auch in dem Vorgänger „Engelspapst“ ist die Schreibweise von Jörg Kastner ausschmückend und detailreich. Jedoch wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Berichte des Reisetagebuchs wie auch die eigentliche Handlung beinhalteten durchweg eine Mischung aus Spannung und örtlichen Beschreibungen.

Diese Trilogie gefällt mir von Roman zu Roman besser. Der Autor weiß, wie man den Leser fesselt und trotz des voluminösen Umfangs der Bücher in seinen Bann zieht!
Dieses Werk bekommt, wie sein Vorgänger, die volle Punktzahl, fünf Sterne.

Die Engels-Trilogie:
1. Engelspapst
2. Engelsfluch
3. Engelsfürst