Archiv der Kategorie: Mystery

alles übernatürliche, was es geben könnte

Tanya Carpenter – Ruf des Blutes 2 – Engelstränen

Titel: Ruf des Blutes 2: Engelstränen
Autor: Carpenter, Tanya
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 3940235199
Seitenzahl: 214
Einband: Broschiert
Serie: Ruf des Blutes 2

Autorenportrait:

Tanya Carpenter, gelernte Bankkauffrau, arbeitet als Vertriebsassistentin, wenn sie nicht ihrer wahren Berufung, dem Schreiben, nachgeht. Sie hat mittlerweile drei Romane der „Ruf des Blutes“-Serie veröffentlicht und schreibt darüber hinaus Gedichte und Kurzgeschichten.
Quelle: Amazon.de

Klappentext:

Melissa Ravenwood ist nun ein Vampir. Doch ihre Seele leidet und selbst Armand ist machtlos gegen ihren Schmerz. Darum begibt sie sich in die Obhut des Lords Lucien von Memphis, um mit seiner Hilfe ihre menschliche Seite zu verlieren und ihre neue Natur als Vampir zu akzeptieren. Nicht ahnend, dass sie damit den bedrohlichen Visionen, die sie seit ihrer Wandlung quälen, den Weg bereitet.

In Miami heftet er sich an ihre Fersen – ein Dämon mit einem Herz so schwarz wie die Finsternis. Kurz darauf verwandeln sich Flüsse und Meere in Blut. Melissa muss die Ursache herausfinden und das Vorhaben ihres Widersachers vereiteln, sonst droht der Welt die ewige Nacht.

Meine Meinung:

Diesen zweiten Teil der „Ruf des Blutes“ – Serie durfte ich bei einer autorenbegleitenden Leserunde genießen.
Da ich den ersten Band Anfang des Jahres gelesen hatte, wusste ich glücklicherweise noch einige Bruchstücke, weswegen ich gleich zu Anfang gut in die Geschichte fand.
Melissa, die Protagonistin, wurde in einen Vampir verwandelt und gewöhnte sich nun an ihren „neuen“ Körper. Doch trotz Armands aufrichtiger Liebe zu ihr und ihrer Arbeit im Ashera-Orden bleibt sie innerlich ständig unruhig, weiß nicht mehr, wo sie eigentlich hingehört.
Diese Unruhe und ihre Zerrissenheit wurden sehr gut beschrieben. Ich konnte richtig mit ihr fühlen.

Und so folgt sie schließlich dem Ruf des Lords, dem sie, wie auch Armand, als Vampir untersteht. Durch die Schule bei Lucien bekam Melissa, und dadurch auch ich, die Geschichte über die Ursprünge der Vampire zu lesen.
Lord Lucien führte sie nach und nach in ihr neues „ich“ ein und lehrte sie, mit ihrem inneren Dämon zurecht zu kommen.
Da sie jedoch ihre Menschlichkeit nicht ganz aufgeben will, werden manche Belehrungen schmerzhaft – für ihren Körper und ihre Seele.
Dabei wurden auch Visionen freigesetzt, mit denen sie sich dann das ganze Buch über beschäftigen musste.

Der gesamte Roman wirkte auf mich richtig düster, was mir ab und an eine Gänsehaut bescherte.
Vielleicht lag es an der mächtigen und ständigen Präsenz von Lucien, der in diesem Band alles an sich riss. Ihn durfte ich dadurch richtig kennen lernen, mit allen dunklen und manchen hellen Seiten.
Im ganzen Buch merkte ich, dass er auf etwas bestimmtes hinaus will, und dazu braucht er Melissa.
Sie hingegen ist vollauf damit beschäftigt, einen wahnsinnigem Vampir zu jagen, der durch sie an etwas gelangte, womit er die Welt verändern kann …

Immer wieder geriet sie in Situationen, die sie in missliche Lagen brachte. Wie auch schon im ersten Teil der Serie haderte ich mit ihr und konnte manche Dinge, die sie tat, einfach nicht verstehen. Ich glaube allerdings, genau das wollte die Autorin bezwecken.
Auch die Lycaner bekamen in diesem Roman eine kleine Rolle, was mich sehr freute. Seit einiger Zeit sind mir nämlich allgemein die Werwölfe ans Herz gewachsen.

Dazu war Melissa zwischen zwei Männern hin- und hergerissen. Auf der einen Seite liebt sie Armand aus tiefstem Herzen, wie ein Mensch es tut, und auf der anderen Seite fühlte sie sich ununterbrochen von Lucien angezogen. Sie konnte sich ihm nie widersetzen.
Dieses „Tauziehen“ wurde sehr gut beschrieben.
Auch die Figuren, jede einzelne, die eine Rolle spielte, wurde genau dargestellt. Ich konnte mir von den wichtigsten Charakteren ein gutes Bild machen.
Nur Armand kam in diesem Teil etwas zu kurz. Er war dieses Mal nur eine Randfigur, der Botenjunge und Bodyguard für Melissa, mehr leider nicht. In diesem Roman wirkte er auf mich richtig farblos.

Tanya Carpenter konnte die verschiedenen Stimmungen einfach wundervoll anschaulich und gefühlvoll darstellen.

Der Schreibstil war flüssig und ich konnte eine Verbesserung der Autorin herauslesen, was mich ungemein für sie freut!
Die Kapitel sind unterschiedlich lang. Meistens waren sie durch Absätze etwas aufgelockert und allein Melissas Sicht wurde in der Ichform erzählt. Doch auch andere Blickwinkel bekam ich zu lesen, so hatte ich immer einen allumfassenden Blick.
Da ich das Sieben-Verlag-Format besitze, kann ich sagen, das dieses gut in der Hand lag. Nur die kleine Schrift war auf Dauer etwas anstrengend.

Fazit:
Für diesen gelungenen zweiten Teil der „Ruf des Blutes“ – Serie vergebe ich fünf volle Sterne.
Weiter so Tanya Carpenter!

Ruf des Blutes:
1. Tochter der Dunkelheit (September 2007)
2. Engelstränen (Mai 2008)
3. Dämonenring (April 2009)
4. Unschuldsblut  (Mai 2010)
5. Erbin der Nacht (Mai 2011)

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 18.10.2010

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Richelle Mead – Dark Swan 2 – Dornenthron

Titel: Dark Swan 02. Dornenthron
Autor: Mead, Richelle
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582128
Seitenzahl: 359
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Dark Swan: Thorn Queen
Serie: Dark Swan 2

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Richelle Mead wurde in Michigan geboren. Sie hat Kunst, Religion und Englisch studiert. Nach dem Erfolg ihres Romans Succubus Blues hat sie mit Vampire Academy ihre erste Roman-Serie an den Start gebracht, mit der ihr auf Anhieb der Sprung auf die amerikanische Bestsellerliste gelang!
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Sie ist das Kind zweier Welten – aber wo liegt ihr Schicksal?
Als neue Königin des Dornenlandes hat die Schamanin Eugenie Markham große Verantwortung übernommen. Und auch ihre Gefühlswelt gerät ziemlich durcheinander, weil ihr Geliebter Kiyo neuerdings viel Zeit mit seiner schwangeren Exfreundin verbringt. Da verschwinden plötzlich junge Mädchen aus der Anderswelt, und Eugenie muss der Sache auf den Grund gehen. Doch damit begibt sie sich in größte Gefahr, denn der Entführer scheint es auch auf sie abgesehen zu haben …

Meine Meinung:

Eugenie, eine mächtige Schamanin, ist halb Mensch, halb Elf – in der Anderswelt werden diese „Feine“ genannt.
Nachdem sie im ersten Band erfahren hatte, dass sie von ihrem Feinenvater ein Erbe erhalten hat, tritt sie dieses nun an. Zwar mit großem Widerwillen und enormem Widerstand, aber was bleibt ihr anderes übrig? Das von Eugenie heraufbeschworene Dornenland in der Anderswelt und die dazugehörige Krone gehören ab sofort zu ihr, ob sie will oder nicht!
Kaum hat sie ihr Schicksal akzeptiert, verschwinden Mädchen aus ihrem Reich in der Anderswelt. Da sie in erster Linie immer noch Schamanin und Kriegerin ist, macht sie sich selbst auf die Suche. Dafür erntet sie zwar von den anderen Monarchen missbilligende Blicke, aber ihr Volk rechnet es ihr hoch an!

Dorian, ein Feiner und König des Eichenreiches, war schon im ersten Band eine große Stütze für Eugenie. Und auch in diesem zweiten Teil half er ihr, wenn sie nicht weiter wusste. Doch da er fast nichts ohne Gegenleistung macht, hatte sie immer den Hintergedanke, was Dorian nun wieder im Schilde führen möge. Durch eine Prophezeiung aus dem ersten Band ist er für Eugenie gleichzeitig Freund und Feind.
Kiyo dagegen, der Liebhaber an ihrer Seite, ist ein ruhiger Pol für sie. Doch dadurch nahm leider die Erotik in diesem zweiten Band um einiges zu. Es gab Stellen, da ging es fast nur um Bettszenen, was fast zu einem Stern Abzug führte. Beinahe nur deshalb, da die Geschichte an sich zum Glück immer wieder die Oberhand gewann.

Die Suche nach den verschwundenen Mädchen erstreckte sich fast durch das ganze Buch. Neben diesem Problem musste Eugenie sich als Königin auch noch mit anderen Dingen beschäftigen. Meist waren ihr diese zuwider, da sie trotz allem so wenig Zeit wie möglich im Dornenland verbringen wollte.
Zudem musste sie ihre magischen Fähigkeiten erweitern, die sie durch ihren Vater, den berüchtigten Sturmkönig, erhalten hatte. Dafür brauchte sie einen Lehrmeister, den Dorian ihr meines Erachtens zu bereitwillig stellte.

Und so war immer eine gewisse Spannung vorhanden. Diese steigerte sich jedes Mal, wenn Dorian auf der Bildfläche erschien.
Zum Ende hin stieg die Dramatik ins Unermessliche, als sich die Ereignisse um die verschwundenen Mädchen plötzlich zuspitzten. Dadurch geriet Eugenie allerdings selbst in große Gefahr …
Ich ahnte langsam, wer hinter dem Verschwinden der Feinenmädchen steckte und mein Gefühl trog mich nicht.

Als das Schlimmste vorbei war und die Spannung nachließ, flossen bei mir ein paar Tränchen. Denn das, was Eugenie durchgemacht hatte, war furchtbar und traurig.
Zwar wurden die schlimmsten Szenen nicht detailliert beschrieben, aber trotzdem verstand ich, dass sie nach ihrer Befreiung eine gewisse Zeit brauchte, um andere an sich heranzulassen.
Mit der Auffindung der vermissten Mädchen kam nun ein neues Problem auf Eugenie zu, um das es sich definitiv im nächsten Band drehen wird.
So viel sei gesagt: Das Dornenland steht auf dem Spiel!

Ich hatte im Laufe der Geschichte das wachsende Gefühl, dass Eugenie sich in diesem Roman weiter entwickelte. Sie wirkte zum Schluss erwachsener, nahm Verantwortung an und stand für ihr Anderswelt-Volk ein, ließ nichts auf ihre Untertanen kommen.
Viele Figuren aus dem ersten Teil tauchten wieder auf und der ein oder andere wurde für Eugenies Vorhaben, was die Mädchen betrifft, noch von großer Bedeutung.
Zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da mich die geballte Spannung regelrecht mit sich zog.

Dieses Werk wurde wieder aus Eugenies Sicht in der Ichform geschrieben.
Es wurden zwar die einzelnen Charaktere gut genug vorgestellt und die Situation aus dem ersten Band eingeflochten, doch zum besseren Verständnis empfehle ich, die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen.

Fazit:
Richelle Mead schaffte es auch mit ihrem zweiten Band der „Dark Swan“-Reihe, mich zu fesseln.
Nun warte ich gespannt auf den dritten Teil und vergebe diesem Werk fünf von fünf Sternen.


Dark Swan-Reihe:
1. Sturmtochter
2. Dornenthron

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 27.10.2010

Yasmine Galenorn – Schwestern des Mondes 2 – Die Katze

Titel: Schwestern des Mondes 2: Die Katze
Autor: Galenorn, Yasmine
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 3426501562
Seitenzahl: 425
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Changeling
Serie: Schwestern des Mondes 2

Rezensionsexenplar

Autorenportrait:

Yasmine Galenorn hatte sich in Amerika bereits mit einer Reihe Romane und Sachbücher einen Namen gemacht, bevor ihr mit ihrer Serie um die „Schwestern des Mondes“ auch der internationale Durchbruch gelang. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann Samwise und vier Katzen in Bellevue.
Quelle: Droemer/Knaur

Klappentext:

„Mein Name ist Delilah. Ich bin eine Gestaltwandlerin. Leider werde ich nicht zu einem Raubtier, sondern nur zu einer Hauskatze. Das ist okay, wenn man eine Maus fangen will – aber ich bin hinter einem gefährlichen Killer her …“

Unbemerkt von den Menschen lebt in einem abgelegenen Waldgebiet ein Rudel Gestaltwandler. Doch nun hat sie jemand entdeckt – und tötet einen nach dem anderen. Steckt ein fanatischer Jäger dahinter, ein anderer Clan oder doch der Dämonenfürst Schattenschwinge? Auf der Suche nach Antworten müssen die Schwestern Camille, Delilah und Menolly einen Pakt mit einem ebenso mächtigen wie geheimnisvollen Unsterblichen schließen. Sie ahnen nicht, was dies für sie bedeuten wird …

Meine Meinung:

Im zweiten Band der „Schwester des Mondes“-Reihe geht es um die mittlere der drei Geschwister. Delilah ist, wie ihre Schwestern, halb Fee, halb Mensch, doch zudem ist sie auch noch eine Werkatze.
Da sie sich leider nur in eine normale Katze verwandelt, ist dies auf den ersten Blick kein Vorteil …
Delilah ist zwar die größte von den drei Schwestern, aber diejenige mit dem weichsten Herzen. Sie braucht Harmonie und das konnte ich am flüssigen Schreibstil der Autorin wirklich gut herauslesen. Delilahs Gewissensbisse, wenn es um eine Strafe oder schlimmeres ging, wurden knapp, aber gut dargestellt.

Delilah, die ihr Geld mit einer Privatdetektei verdient, bekommt einen Fall, der von Werpumas und einem Serienmörder handelt.
Dadurch erfuhr ich in diesem Band etwas über ein paar Werclans und wie sie sich den Menschen gegenüber und untereinander verhielten.
Nebenher bekamen die Schwestern von einem Boten der Elfenkönigin zugesteckt, dass es wieder ein paar Dämonen aus der Unterwelt geschafft hatten, in die Menschenwelt zu gelangen. Ob Schattenschwinge aus dem ersten Teil wieder dahinter steckte?
So hieß es also, einen Mörder zu fassen und die Dämonen zu eliminieren. Wie und ob ihnen das gelingt, solltet ihr selbst herausfinden.

Zwei Drittel des Buches war Delilah mit ihren Schwestern auf der Suche nach dem Mörder. Dabei stolperten sie auch regelmäßig über eine Spur der Dämonen. Deshalb war es für mich anfangs etwas schwer, in die Geschichte zu finden, da sich kaum etwas tat. Nur Anhaltspunkten nachgehen und dazwischen immer wieder Sex, das wirkte auf mich zuerst etwas zu plump. Zudem war der Schreibstil anfangs zu sprunghaft. Die Sprünge wurden aber kurze Zeit später erklärt, weshalb es nicht weiter schlimm war.
Als sich ein Freund der Schwestern zu ihnen gesellte, wurde es dann langsam interessanter und nach einem traurigen Vorfall wurde Delilahs Werpuma-Fall zu einer persönlichen Sache.
Ab dem Zeitpunkt zog die Autorin die Zügel etwas straffer und es kam für mich mehr Aktion in die Handlung.
Das letzte Drittel las ich dann in einem Rutsch, denn plötzlich war Spannung im höchsten Maße vorhanden und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.
Das Ende brachte geschickt den dritten Teil zur Sprache, auf den ich mich schon freue.

Die Autorin verwendete viele Abkürzungen. Die Vollblutmenschen hießen VBM, AND war der Anderwelt Nachrichten Dienst, ÜW die Übernatürlichen Wesen, sprich Werwesen, und noch ein paar mehr. Zum Glück wurden diese Begriffe selten genannt, außer den VBM, darum fand ich es noch in einem angemessenen Rahmen erträglich.
Immer wieder gab es kurze Rückblendungen auf den vorigen Teil, sodass man jeden Roman der Serie für sich lesen könnte, ohne die anderen zu kennen. Ebenso wurden die Schwestern im Laufe der Geschichte immer besser vorgestellt.
Auch die Umgebung wurde schön und präzise dargestellt, ohne dass die Schilderungen langatmig wirkten.
Zwischendurch gab es immer wieder humorvolle Augenblicke, in denen ich lachen konnte.
Die Geschichte wurde aus Delilahs Sicht, ob in Menschen- oder Katzengestalt, in der Ichform erzählt.

Fazit:
Auch der zweite Band der „Schwestern des Mondes“-Serie ist ein unterhaltsamer Fantasyroman.
Ich vergebe vier „fellige“ Sterne!

„Schwestern des Mondes“-Serie:
1. Die Hexe
2. Die Katze
3. Die Vampirin
4. Hexenküsse
5. Katzenkrallen
6. Vampirliebe

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 25.10.2010

Ilona Andrews – Stadt der Finsternis 2 – Die dunkle Flut

Titel: Stadt der Finsternis 02: Die dunkle Flut
Autor: Andrews, Ilona
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582136
Seitenzahl: 303
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Magic Burns
Serie: Stadt der Finsternis 2

Autorenportrait:

Hinter dem Pseudonym Ilona Andrews verbirgt sich das Autorenehepaar Ilona und Andrew Gordon. Während Ilona in Russland geboren wurde und in den USA Biochemie studiert hat, besitzt Andrew einen Abschluss in Geschichte. Die Stadt der Finsternis ist ihre erste gemeinsam verfasste Fantasyserie, mit der ihnen auf Anhieb der Einstieg in die New-York-Times-Bestsellerliste gelang.
Quelle: Egmont LYX

Klappentext:

Alle sieben Jahre wird die Stadt Atlanta von einer magischen Flut heimgesucht, die das Gleichgewicht der Mächte ins Wanken bringt. Als die Söldnerin Kate Daniels auf das Mädchen Julie stößt, dessen Mutter mit ihrem gesamten Hexenzirkel vom Grund der Honeycomb-Schlucht verschwunden ist, wird ihr klar, dass diesmal weitaus mehr auf dem Spiel steht. Denn ein bodenloses Loch in der Erde kündet davon, dass eine finstere Gottheit beschworen wurde. Atlanta droht der Sturz ins Verderben …

Meine Meinung:

In einer Welt, in der Magie teilweise alles beherrscht und fast zum Einsturz bringt, sowie regelmäßig Ausfälle bei allen Maschinen verursacht, die mit Elektronik gespeist werden, lebt und arbeitet Kate als Söldnerin. Sie ist eine freie Kriegerin für einen Orden, der das Gleichgewicht zwischen den verschiedensten Wesen halten soll. Damit das auch immer so bleibt, bekommt Kate mal mehr, mal weniger Aufträge, um gegen Querschläger, wie zum Beispiel manche Magier, anzugehen.

Ein magisches Flair, eine magische Welle, die alle sieben Jahre kommt und ein paar Wochen andauert, nähert sich Atlanta. In der Zeit sind all jene, die mit Magie zu schaffen haben, um einiges mächtiger, da das Flair die magischen Kräfte verstärkt. Zudem sind in diesen Wochen auch die Gestaltwandler äußerst aggressiv und leicht zu reizen …
Da ich mit der Magie, und allem, was damit zusammenhängt, klar kam, konnte ich mich ganz auf die Geschichte konzentrieren. Und die war super!

Nur wenige Wochen nach dem ersten Band ging es direkt mit dem zweiten weiter.
Kate traf durch Zufall auf ein Mädchen namens Julie, deren Mutter verschwand. Die Kleine hatte etwas Besonderes an sich, weswegen Kate sich ihrer annahm.
Der Roman bestand zu zwei Dritteln aus den Ermittlungen nach Julies Mutter. Nebenher jagte Kate einen Mann, dessen Fähigkeiten sehr unmenschlich waren.
Bei der Fahndung nach Julies Mutter lernte ich auch viel über irische und griechische Götter und deren Wesen sowie verschiedene Hexenzirkel.
Über Wer-Hyänen erfuhr ich dieses Mal auch etwas, da es in Kates Freundeskreis einen besonderen Vorfall gab.
Im Laufe der Suche musste Kate viele Hürden überwinden, allein oder in Begleitung ihrer Freunde.
Meist wurde sie wieder von Derek begleitet, den Curran im ersten Band mit einem Bluteid an Kate gebunden hatte. Curran ist der Anführer der Gestaltwandler, der Herr der Bestien, und da Derek oft seinen Anführer nachahmte, musste ich öfters schmunzeln.

Während der ganzen Geschichte funktionierte mein Kopfkino wunderbar. Manchmal schlug es sogar Purzelbäume, da einige Szenen unglaublich komisch waren. Besonders die Dialoge zwischen Curran und Kate waren einfach klasse und urkomisch!
Der Roman war getränkt mit Humor, sodass mir manchmal fast die Luft wegblieb vor lauter Lachen, und es lag ein erotischer Schauer in der Luft.

Wenn Kate Situationen mit einem Bild beschrieb, waren diese meist bravourös beschrieben. Ich musste jedes Mal grinsen, wenn nicht gar lauthals lachen.
Alles wurde sehr anschaulich dargestellt. Bei den Kämpfen, die ausdrucksvoll beschrieben wurden, hatte ich immer das Gefühl, Kates Schatten zu sein.
Die Protagonistin wurde im Laufe des Buches immer besser vorgestellt und ich erfuhr ein klein wenig von Kates Kindheit.
Mit ihrem umgangssprachlichen Ton, den sie ab und zu benutzte, hatte ich das Gefühl, als wollte sie mit mir schäkern, sich mit mir über eine Sache lustig machen, die sie gerade erlebte.

Die Spannung wuchs während der Suche immer stärker an. Zum Schluss war sie so groß, dass ich sie regelrecht spüren konnte. Ich zappelte während des Lesens vor lauter Aufregung.
Die Schlacht, die am Ende kam, war der Höhepunkt und fantastisch beschrieben!

Der Schreibstil war flüssig und zum Ende hin konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Die Titel dieser Reihe können einzeln gelesen werden, da das Wichtigste immer erklärt wird. Zum besseren Verständnis würde ich aber empfehlen, die Einzelbände der Reihe nach zu lesen.

Fazit:
Ilona Andrews weiß, wie man Spannung und Humor großartig rüberbringt. Eine super Mischung, einfach bombastisch!
Dieses Werk hinterlässt mich befriedigt und doch lauernd auf den dritten Teil. Schlicht genial, ich bin begeistert!
Die volle Punktzahl: fünf Sterne. Dieses Werk ist mein Monatshighlight im Oktober.

+

„Stadt der Finsternis“ – Reihe:
1. Die Nacht der Magie
2. Die dunkle Flut
3. Duell der Schatten
4. Magisches Blut (2011)

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 22.10.2010

Nalini Singh – Gestaltwandler-Serie 3 – Eisige Umarmung

Titel: Eisige Umarmung
Autor: Singh, Nalini
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802581997
Seitenzahl: 438
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Caressed By Ice
Serie: Gestaltwandler 3

Autorenportrait:

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, hat sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen begonnen. Die Gestaltwandler-Serie ist ihr erster Ausflug in die Fantasy Romance.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Die junge Werwölfin Brenna wurde einst entführt und gefoltert. Seitdem leidet sie unter gewalttätigen Träumen voller Gewalt. Als ein Mitglied ihres Rudels ermordet aufgefunden wird, kommen die entsetzlichen Erinnerungen wieder hoch. Der einzige, dem sie sich anvertrauen kann, ist Judd, ein abtrünniger Medialer und Außenseiter im Wolfsrudel – ein Mann aus Eis, darauf trainiert, keine Gefühle zuzulassen. Doch Brenna gelingt es nach und nach, seine harte Schale zu durchdringen…

Meine Meinung:

Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, gibt es, wie in den Vorbänden, eine kleine Einführung in die Welt der Medialen und ihr Programm, das sogenannte Silentium. Mediale haben keine Gefühle, bei ihnen läuft alles über den Kopf und ist logisch nachvollziehbar. Darum sind sie für alle geschäftlichen Tätigkeiten auf der Erde zuständig.
Diesmal wurden die Pfeilgardisten erwähnt, die die Todesengel für all diejenigen waren, die Silentium nicht richtig durchlaufen konnten …
Und um so einen Pfeilgardisten geht es in diesem dritten Band der Serie.

Während in den ersten beiden Bänden die Protagonisten mit den Darkriver-Leoparden zu tun hatten, befand ich mich dieses Mal bei den Snowdancer-Wölfen, einem verbündeten Clan der Leoparden.
Brenna wurde im ersten Band mit Müh und Not lebend aus den Fängen eines Serienkillers befreit. Seitdem hat sie schreckliche Alpträume und verliert ab und an die Beherrschung, schreit, was ihre Lunge hergibt und lässt keinen an sich heran.
Judd, ein abtrünniger Medialer, der mit seiner Familie aus dem kontrollierenden Medialnet fliehen konnte und bei den Snowdancer-Wölfen lebt, ist der Einzige, bei dem sich Brenna sicher fühlt. Durch seine gefühlskalte, überkorrekte Art, ihr das Richtige zu sagen, ist er ihr Anker, wenn sie durchdreht.
Durch diesen Mord nimmt Brennas „Wahnsinn“ wieder zu.
Judd ist stehts an ihrer Seite, wenn sie eine Schulter zum Anlehnen braucht. Gleichzeitig darf sie nie erfahren, wer er wirklich ist!

Nach einem Mord bei den Wölfen, gab es auch noch einige Anschläge auf verschiedene Clans, weshalb die Wölfe mit den Leoparden gemeinsame Ermittlungen führten. Dadurch erfuhr ich auch etwas über die anderen Gestaltwandler-Arten.
Immer mehr sprach dafür, dass die Mediale hinter diesen Angriffen steckten.
Währenddessen hatte ich aber auch immer Angst um Brenna. Denn ab und zu durfte ich einen Blick auf die Figur erhaschen, die sie tot sehen will. Und dieses Wesen konnte kein Medialer sein …
Zum Schluss wurde es dann noch regelrecht dramatisch.
Dadurch war immer eine unterschwellige Spannung zu spüren, die mich regelrecht durch den Roman zog.

Anfangs hatte ich Probleme, in die Geschichte zu finden, da DER Hauptcharakter dieses Mal männlich war. Genau wie Brenna hatte ich zu Beginn ziemliche Schwierigkeiten, mit Judds unnatürlicher Gelassenheit klarzukommen. Aber zumindest ich hatte mich schnell an seine eiskalte Wesensart gewöhnt.

Die Zeit, in der Judd langsam auftaute, wurde von der Autorin sehr gut in Worte gefasst. Das Tempo war gut nachzuvollziehen.
Wie Brenna und er sich näher kamen, wie Judd darauf reagierte, wurde wundervoll und anschaulich beschrieben. Brennas Verzweiflung und Wut wegen seiner Widersprüchlichkeit ihr gegenüber, waren so gut dargestellt, dass ich sie selbst als das empfand. Emotionen pur!
Plastisch wurde auch dargestellt, was in Judds Kopf vorging, um unsichtbare Drähte neu zu verweben oder bei anderen im Gehirn an Informationen zu kommen.
Ebenso konnte ich mir die Schmerzen sehr gut vorstellen, die er empfand, wenn diese ihm durch Gefühle oder Berührungen von seinem Gehirn durch den Körper jagten.
Um zu verdeutlichen, was die Protagonisten dachten, wurde dies in Kursivschrift gehalten.
Auch dieses Mal waren die meisten Kapitel so gesetzt, dass am Ende immer ein Cliffhanger auf mich wartete, sodass ich sofort weiterlesen musste.
Der regelmäßige Sichtwechsel der Protagonisten erlaubte mit einen umfassenden Blick auf das aktuelle Geschehen.

Die Bände dieser Serie sollte man unbedingt der Reihenfolge nach lesen. Zwar ist jeder Roman in sich abgeschlossen, aber die Protagonisten der Vorbände haben im aktuellen Band immer noch eine kleine Rolle. Mit der Verbindung durch Brenna von Teil eins zu diesem dritten Band, wäre es also gut, sie nacheinander zu lesen.

Fazit:
Ich bin bei jedem Buch aufs Neue verblüfft, wie Nalini Singh mit Emotionen und Wörtern jonglieren kann und sie gekonnt einsetzt.
Somit vergebe ich wieder einmal fünf volle Sterne!

Reihenfolge der Gestaltwandler-Serie:
2008 – Leopardenblut
2008 – Jäger der Nacht
2009 – Eisige Umarmung
2009 – Im Feuer der Nacht
2010 – Gefangener der Sinne
2010 – Sengende Hitze
2011 – Ruf der Vergangenheit (ab März)

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 18.10.2010

Jacquelyn Frank – Schattenwandler 3 – Elijah

Titel: Schattenwandler 03. Elijah
Autor: Frank, Jacquelyn
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582381
Seitenzahl: 399
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: The Nightwalkers 02 Elijah

Autorenportrait:

Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.
Quelle: Egmont LYX-Verlag

Klappentext:

Noch nie hat der mächtige Krieger Elijah eine Schlacht verloren – bis er evon Nekromanten in eine Falle gelockt wird. Ausgerechnet die verführerische Siena, Königin der Lykanthropen, rettet ihn von dem sicheren Tod.
Obwohl Elijah von brennender Leidenschaft zu ihr erfasst wird, will er sich vor der einstigen Feindin keine Blöße geben. Doch der Gefahr, die ihren beiden Völkern droht, können sie nur gemeinsam begegnen …

Meine Meinung:

Elijah, der Heerführer des Dämonenkönigs, wurde in eine Falle gelockt, schwer verwundet und seine Kräfte wurden immer weniger. Doch kurz bevor ihm seine Feinde den Todesstoß geben konnten, wurde er überraschenderweise gerettet. Und seine Retterin war niemand anderes als Siena, die Königin der Lykanthropen!
Sie konnte ihn in Sicherheit bringen und kümmerte sich rührend um ihn.
Während seiner Genesung kamen die zwei sich dadurch näher als beabsichtigt und die darauffolgenden Erkenntnisse waren für die Königin nicht annehmbar. Doch sie sind nun mal aufeinander geprägt und die äußerlichen Veränderungen, die in Siena und Elijah vorgingen, waren nur der Anfang …

Dass es vordergründig um den Heerführer und die Lykanthropenkönigin geht, wurde mir sofort klar.
Aber auch die Protagonisten der ersten beiden Bände wurden wieder sehr gefühlvoll in die Liebesgeschichte eingebunden und hatten ihre wichtigen Rollen.
So hatte ich auch immer das Gefühl, dass ich inmitten einer großen Familie bin, die sich gegenseitig umsorgten, wie man es sich bei einer Großfamilie vorstellen könnte.
Jacquelyn Frank schaffte eine familiäre Stimmung, die mir gut gefiel und in der ich mich von Anfang an geborgen fühlte. Ich konnte mir manche Situationen sehr plastisch vorstellen und der Schlagabtausch zwischen den Protagonisten waren hier, wie auch in den Bänden zuvor, wieder witzig und lockerten die erotische Anspannung, die sich durch das ganze Buch zog, etwas auf.
Diese Spannung konnte ich teilweise fast greifen, als so spürbar empfand ich sie. Die Autorin hat eine einfühlsame und warme Art, diese Ereignisse zu beschreiben.

Die Darstellung aller wichtigen Figuren war sehr liebevoll gehalten und ich konnte mir von jedem Einzelnen ein genaues Bild machen. Und auch die Liebeszenen zwischen anderen Figuren wurden sehr gefühlvoll beschrieben.
Da es sich in diesem Band um die Lykanthropen drehte, bekam ich einen guten Einblick in ihre Lebensform und ihre Kultur. Besonders aber die Ansicht, wie das Leben der Königin ablief, war sehr interessant.

Zum Schluss trat dann noch ein Kampf in den Vordergrund, der durch einen Verrat entstand. Ein Treuebruch, der in den eigenen Reihen der Dämonen stattfand und im zweiten Buch angekündigt wurde.

Nun steht im nächsten oder übernächsten Band eine Schlacht bevor, die mit der Zeit alle Gestalt- und Schattenwandler betreffen wird und so müssen Dämonen, Lykanthropen und auch Vampire zusammen halten. Auch wenn das nicht immer leicht ist und es mit Sicherheit leicht zu Missverständnissen kommen wird.
Der Gegner, die Nekromanten werden immer stärker, nicht zuletzt durch die Kraft und das Wissen von Verrätern der Schattenwandler.
Dieser Roman endete mit einer Drohung des Feindes, die mich jetzt ganz gespannt auf den nächsten Teil macht.

Da es sich hierbei um eine Serie handelt, würde ich empfehlen, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da sie aufeinander aufbauen und die Charaktere sich weiterentwickeln.
Ich vergebe diesem dritten Band über die Schattenwandler die volle Punktzahl und mache es zu meinem Highlight des Monats!

Bisher erschienen:
1. Jacob
2. Gideon
3. Elijah
4. Damien (in Vorbereitung)
5. Noah (noch nicht übersetzt)

15.4.2010

Bemerkung: Rezensionsexemplar von Egmont Lyx! Vielen Dank hierfür!

Frank, Jacquelyn – Schattenwandler 2 – Gideon

Titel: Schattenwandler 02. Gideon
Autor: Frank, Jacquelyn
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582373
Seitenzahl: 351
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: The Nightwalkers 02 Gideon

Autorenportrait:

Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Seit tausend Jahren dient der Schattenwandler Gideon seinem Volk als Heiler und wurde stets für seine Weisheit und Besonnenheit geachtet. Doch er verfiel Magdalegna, der Schwester des Dämonenkönigs, und bedrängte sie mit seiner Leidenschaft. Beschämt über seinen Mangel an Beherrschung zog sich Gideon von seinem Volk zurück. Als jedoch Nekromanten Magdalegnas Leben bedrohen, muss Gideon erneut ihr Vertrauen gewinnen, um sie und sein Volk zu retten …

Meine Meinung:

In diesem Band geht es um Magdalegna, die Schwester des Dämonenkönigs und Ältesten ihrer Rasse: Gideon dem Heiler.
Durch eine Entfremdung, die Jahre zurückliegt, werden ausgerechnet diese beiden aufeinander geprägt, was fast unglaublich ist. Doch durch einen Vorfall aus dem vorigen Band, begegneten sie sich wieder. Und die daraus entstandene Nähe brachte diese Fügung mit sich.

Mit dieser Prägung kommen nun einige Veränderungen auf Legna und Gideon zu, die sehr schön und anschaulich beschrieben werden. Für mich war das Miterleben dieser Wandlung äußerst interessant und ich fühlte mich mitten im Geschehen.
Die Autorin hat die Prägung, in der es um zwei Liebende geht, die nun zu ewigen Lebenspartnern werden und alles miteinander teilen, gut beschrieben. Diese Entwicklung lässt sich nicht widerrufen und kann nicht beeinflusst werden. Sie ist bindender als eine Ehe es jemals sein kann.
Besonders die Gefühle und Fähigkeiten sind anschaulich und phantastisch dargestellt. Und auch die Verschmelzung von Gideon und Legnas Gedanken, die in Kursivschrift gehalten sind, ist in meinen Augen wunderbar beschrieben.

Während Gideon und Legna sich einander näher kommen, geschehen unheilvolle Dinge im Dämonenreich. Durch diese Gefahr wird es nicht nur zur Angelegenheit der Dämonen, sondern nun werden auch die Vampire und Lykanthropen einbezogen.
So bekommt man nun auch Einblicke in die Welt dieser Wesen und ich habe das Gefühl, man wird von den Schattenwesen in den weiteren Bänden noch einiges erfahren.

Man sollte diese Serie von Beginn an lesen, da Figuren aus dem ersten Band auch in diesem Teil auftauchen und sich gemeinsam mit den aktuellen Charakteren weiterentwickeln.
Die Figuren werden auch richtig in die Handlung eingebunden und man darf aus der Vogelperspektive ab und an bei den ersten Protagonisten vorbeischauen. Zumal eine dieser Figuren eine ausschlaggebende Rolle in dieser Handlung hat.
Zum Ende hin baut sich durch eine übergreifende Gefahr für alle Wesen eine richtige Spannung auf. Das Zusammenstehen der Lykanthropen und Schattenwandler ist hervorragend geschildert und die ein oder andere Szene ließ mich erahnen, was im dritten Band folgen könnte.

Die Autorin schreibt wieder einmal sehr emotionsgeladen.
Sie schafft es perfekt, die Gefühle der Protagonisten in Worte zu packen und im richtigen Moment von einer Sicht zur anderen zu wechseln.
Auch zum Schmunzeln gab es ein paar Augenblicke und die erotischen Szenen sind liebevoll beschrieben.

Fazit:

Dieser zweite Teil der Schattenwandler steht dem ersten in nichts nach!
Ich vergebe die volle Punktzahl, fünf Sterne plus ein Extrasternchen.

Bisher erschienen:
1. Jacob
2. Gideon
3. Elijah
4. Damien (in Vorbereitung)
5. Noah (noch nicht übersetzt)

4.1.2010

Jacquelyn Frank – Schattenwandler 1 – Jacob

Titel: Schattenwandler 01. Jacob
Autor: Frank, Jacquelyn
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582365
Seitenzahl: 375
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: The Nightwalkers 01 Jacob

Autorenportrait:

Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Seit Anbeginn der Zeiten gibt es die geheimnisvollen Schattenwandler. Die Liebe zu Sterblichen ist ihnen verboten, und ein Mann wacht darüber, dass dieses Gesetz niemals gebrochen wird: Jacob. Jahrhundertelang widersteht er jeglicher Versuchung. Doch als er die schöne Bibliothekarin Isabella rettet, flammt ein Begehren in ihm auf, das er nie zuvor gekannt hat. Und nun ist es Jacob selbst, der das eherne Gesetz der Schattenwandler bricht.

Meine Meinung:

Der Mond hat eine starke erotische Wirkung auf Schattenwandler. In dieser Zeit wollen sie sich mit Menschen paaren, was deren Tod bedeuteten würde. Denn dann käme das innere Monster der Schattenwandler zum Vorschein und durch die animalischen Triebe während des Liebesaktes würde der Dämon hervorbrechen.
Schattenwandler sind nicht transformierte Dämonen. Solange sie in diesem Zustand sind, muss Jacob, der Vollstrecker, aufpassen, dass sie keinem Menschen zu nahe kommen. Kommt es doch mal vor, müsste er sie maßregeln. Sollten die Schattenwandler doch zu Dämonen werden, müsste Jacob sie jagen und töten. Dies ist seine Aufgabe!

Als Jacob hinter einem transformierten Dämon her ist, trifft er durch Zufall auf die menschliche Isabella. Und vom ersten Augenblick an spüren sie, dass sie nicht mehr ohne den anderen weiterleben können. Aber Jacob hat eine Pflicht, die er niemals vergessen darf, und auch er hat ein Monster in sich, das er immer im Zaum halten muss …

Die Bibliothekarin Isabella ist vom Mond fasziniert, hat das Gefühl, von ihm angezogen zu werden. Hat das eine Bedeutung?
Die erste Situation, die sie mit Jacob gemeinsam durchlebt, ist auch nicht von schlechten Eltern. Für einen normalen Menschen nicht auszuhalten, was Jacob sehr zu denken gibt. Wer ist Isabella wirklich?

Im Laufe des Buches scheint Isabella sich weiter zu entwickeln und die Welt der Dämonen immer besser zu verstehen.
Für mich waren manche Situationen dieser Entfaltung einen großen Lacher wert und ich hatte einige Gelegenheiten, meiner Heiterkeit freien Lauf zu lassen. Vor allem sehr persönliche Entdeckungen an Isabella und auch, was zwischen ihr und Jacob für Entwicklungen passieren, fand ich schön beschrieben.
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und flüssig. Die Figuren und Situationen sind anschaulich und, in meinen Augen, auch bezaubernd dargestellt.

Anfangs war mir Isabella allerdings ein wenig suspekt. Sie hat als Mensch die anfänglichen Situationen, ohne mit der Wimper zu zucken, sehr gefasst und selbstbewusst aufgenommen.
Jacob dagegen ist die Entschlossenheit und Pflichterfüllung in Person. Er strahlte auf mich Kraft und einen eisernen Willen aus, sodass ich ihn fast vor mir sehen konnte.
Je mehr sie miteinander erlebten, desto besser konnte ich die Reaktionen von beiden verstehen.
Auch alle anderen Figuren wurden gut beschrieben und ich schloss einige während des Lesens in mein Herz.
Mich faszinierte auch sehr, dass alle Dämonen biblische Namen hatten. Die Erklärung wird im Laufe des Buches verraten.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Das Buch hat lange Kapitel, die aber in Abschnitte unterteilt sind.
Die erotischen Szenen werden sehr genau und gefühlsbetont dargestellt. Zum Träumen schön. Der ganze Roman war für mich unbeschreiblich bezaubernd.
Und so brauchte ich immer wieder Pausen, um die schönen Ereignisse eine Weile auf mich wirken zu lassen und um das Buch besser genießen zu können.
Dieses Werk ist seit Langem mal wieder eine richtige Augenweide. Es beinhaltet alles, was ich mir von so einem Roman wünsche: Sexy Männer, Liebe, Erotik, Spannung sowie Nervenkitzel. Es ist berauschend und gleichzeitig war ich angespannt, was wohl als nächstes passiert. Auch der Witz und das Humorvolle zwischendurch sind gut geschrieben. Ich sag nur: Rosa Elefanten! Diese Aussage kam zum Schluss zwei Mal vor und brachte mich sehr zum Lachen.
Das Buch zog mich ab der ersten Seite in seinen Bann und verschlang mich regelrecht mit seiner Vielfältigkeit an Emotionen, die es in mir erzeugte.

Fazit:
Ein starker Auftakt einer neuen Reihe über interessante Männer!
Ich bin begeistert und vergebe fünf wundervolle Sterne und zwei Extrasternchen.

+

Bisher erschienen:
1. Jacob
2. Gideon
3. Elijah
4. Damien (in Vorbereitung)
5. Noah (noch nicht übersetzt)

26.10.2009

Jeanine Krock – Flügelschlag

Titel: Flügelschlag: Ein Engel-Roman
Autor: Krock, Jeanine
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 3453527070
Seitenzahl: 720
Einband: Klappbroschur

Autorenportrait:

Jeanine Krock, in Braunschweig geboren, war unter anderem in Frankreich, Griechenland sowie Großbritannien als Model-Bookerin und
Costumière tätig. Zudem hat sie im Musical-Theater gearbeitet und war in den letzten Jahren als Relocation Consultant tätig. Inzwischen lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Norddeutschland.

Quelle: Heyne Verlag

Klappentext:

Als Juna, eine junge Ärztin, eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben für immer. Denn Arian ist nicht nur gefährlich schön, sondern auch ein gefallener Engel – auf die Erde gesandt, um das Verschwinden der Schutzengel aufzuklären. Doch seine Ankunft blieb auch den dunklen Mächten nicht verborgen, und so schwebt Juna plötzlich in höchster Gefahr …

Meine Meinung:

Der Wächterengel Arian fällt bei seiner Vorgesetzten im Himmel in Ungnade und wird auf die Erde verbannt. Um seiner Verbannung vielleicht zu entgehen, bekommt er den Befehl, herauszufinden, was es mit den vielen, plötzlich, verschwundenen Schutzengeln auf sich hat.
Bei seinem Sturz fällt er wortwörtlich der Tierärztin Juna MacDonnells vor die Füße. Mit ihr und ihrem Halbbruder, der sich anscheinend mit den falschen Mächten eingelassen hat, hat Arian im Laufe der Geschichte immer mehr zu tun.

Während dem Auftrag kommen sich Arian und Juna immer näher und bald merken sie, das sich hinter ihrer Freundschaft mehr verbirgt als auf den ersten Blick zu sehen war. Denn Juna hat eine Gabe, die durch das Zusammensein mit Arian immer mehr Macht und Stärke gewinnt.
Als der Engel das erste Mal Bekanntschaft mit Junas Schutzengel macht, musste ich erstmal lauthals lachen. Auf der einen Seite hätte ich es mir fast denken können, wer ihr Schutzengel ist, und doch wurde ich positiv überrascht.

Die Zusammenhänge sind sehr verzwickt und verwinkelt, was sehr mit den verschiedenen Parallelwelten zu tun hatte.
Da es im Paranormalen wie dem Feenreich, unter Dämonen und sogar Engeln normal ist, ständig jemandem von diesen Wesen gewisse Gefallen zu schulden, begleitete mich immer eine Angst, dass Juna sich irgendwann mal um Kopf und Kragen redet.

Zudem hätte man aus diesem Buch gut zwei machen können. Denn mit dem gelösten Auftrag  – das Aufklären der verschwundenen Schutzengel –  war der Roman noch lange nicht Zuende.
Erst folgte längere Zeit keine Action, war erst einmal eine gewisse Langatmigkeit mit sich brachte.
Arian musste einen neuen Dienst antreten und war nur sehr selten bei Juna. In seiner Abwesenheit machte diese sich auf die Suche nach ihren mütterlichen Wurzeln. Auch wollte sie mehr über die Gabe erfahren, die sich durch Arian immer stärker wurde und sich langsam nicht mehr verbergen ließ.
Dann geschehen auch noch Anschläge auf ihr Leben und sie war auf jede erdenkliche Hilfe, ob von „Oben“ oder „Unten“, angewiesen.

Zwischendurch bekam ich Arians Sicht zu lesen und nun durfte ich auch was über ihn und seine Familie erfahren. Wie er zu einem Engelskrieger wurde und woher er wirklich stammte.
Dazu ging es auch um einen geheimen Verein, mit dem irgendetwas nicht stimmte und bei dem es sich um die menschlichen Partner der gefallenen Engel handelte.

Dieses Werk ist sehr gut geschrieben und ließ keine Fragen offen.
Die Kapitel waren zwar ziemlich lang, jedoch in Abschnitte unterteilt, was das Lesen etwas auflockerte.
Die Hauptcharaktere wurden im Laufe der Geschichte immer besser vorgestellt.
Zwar sind Juna und Arian die Protagonisten, doch auch Junas Bruder und ein Marquis, ein sehr mächtiger Dämon, spielten eine große Rolle und wurden dementsprechend genau dargestellt.

Leider holte die Autorin bei manchen Erklärungen etwas zu sehr aus, aber das empfand ich nur teilweise als störend. Dadurch konnte ich mich manchmal richtig in die Situationen hineinversetzen.
Die Gefühle zwischen den Protagonisten wurden sehr anschaulich und schön dargestellt. Ich hatte das Gefühl, Junas Schatten zu sein, der alles hautnah erleben durfte.
Aber die Begeisterung für die Figuren und ihre Taten, drang nicht richtig in meine Gedanken- und Gefühlswelt ein. Ich konnte nicht immer richtig emotional reagieren, wenn etwas Trauriges oder Erfreuliches geschah. Doch trotzdem ließ es sich phantastisch und flüssig lesen und ich wollte es nie für längere Zeit aus der Hand legen.

Fazit:
Dieser Roman hat mich auf ihre Serie „Licht und Schatten“ neugierig gemacht.
Ich vergebe dem Roman vier Sterne, mit steigender Tendenz.

Katie MacAlister – Dark One 7 – Ein Vampir kommt selten allein

Titel: Ein Vampir kommt selten allein
Autor: MacAlister, Katie
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582276
Seitenzahl: 336
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Zen and the Art of Vampires

Autorenportrait:

Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder witzige Dialoge noch romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind über fünfundzwanzig Romane aus ihrer Feder erschienen, die regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten stürmen.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Pias vierzigster Geburtstag rückt unaufhaltsam näher, und ihr Traummann ist immer noch nicht in Sicht.
Da bucht sie eine romantische Single-Tour durch Europa.
Leider sind die wenigen Männer, die an der Reise teilnehmen, nicht nach ihrem Geschmack. Im Gegensatz zu den beiden attraktiven Fremden, denen Pia in einem isländischen Städtchen begegnet …

Meine Meinung:

Pia Thomason, kurz vor ihrem vierzigsten Geburtstag, ist immer noch Single und fühlt sich zudem unansehnlich, da sie sich als Moppelchen bezeichnet. Deswegen entschied sie sich, eine Europa-Single-Reise zu buchen.
Kaum machte die Reisegruppe einen kurzen Stopp von ein paar Tagen in Island, schon befand sich Pia mitten in einem übernatürlichen und -sinnlichen Kampf zwischen Gut und Böse von fanatischen Menschen und anderen Wesen.

In diesem Band erschienen die Dunklen zum ersten Mal als die Bösen. Zumindest nahm Pia das an, da vieles, was sie sich in kurzer Zeit zusammenreimte, dies bestätigte. Aber anfangs ging es mehr um eine Zorya, um Schnitter, eine Bruderschaft und einen Ilargi. All das wurde zwar kurz erklärt, aber ich konnt mir trotzdem nichts darunter vorstellen. Schon gar nicht im Zusammenhang mit den Dunklen, die zu Beginn sehr bedeckt blieben, was mich etwas ungeduldig machte und meine Leselust bremste. Selbst jetzt beim Schreiben der Rezension habe ich nur ungefähr die Berufung einer Zorya erkannt, deren Bestimmung es ist, Geister in den Himmel zu führen …

Während des Aufenthaltes in Island bekam Pia so mehrere Geister zu Gesicht und gewährte ihnen Unterschlupf. Diese Geister mischten sich bei bald jeder passenden Gelegenheit in Pias Privatleben ein, was äußerst witzig war und mich regelmäßig zum Lachen brachte.

Das Buch wurde aus Pias Sicht in der Ichform erzählt. Es lässt sich flüssig lesen, allerdings konnte mich dieses Werk leider nicht so fesseln wie seine Vorgänger.
Auch wenn es zum Ende hin immer humorvoller wurde dank der Geister und dem liebevoll-mürrischen Dunklen, der Pia in den Wahnsinn trieb und trotzdem zu fesseln wusste.
Die Charaktere wurden im Laufe der Geschichte vorgestellt.
Erotische Momente gab es auch, aber ich hatte das Gefühl, die Autorin lässt dabei etwas nach. Auch bei ihrer Handlung stehen die Dunklen seit dem vorletzten Band nicht mehr immer im Vordergrund, was mich etwas enttäuscht.

Dieser Roman hat ein offenes Ende, was mir persönlich überhaupt nicht gefällt. Es blieben einige Fragen offen, was meiner Ansicht nach bei dieser Reihe zum ersten Mal so extrem vorkam. Aber zum Glück habe ich erfahren, dass der Folgeband mit diesen Protagonisten weitergeht.
So schwanke ich zwischen drei und vier Sternen …

20.4.2010