Archiv der Kategorie: Mystery

alles übernatürliche, was es geben könnte

Sharon Ashwood – Dark Forgotten 1 – Hexenlicht

 

Titel: Hexenlicht
Autor: Ashwood, Sharon
Verlag: Knaur
Erschienen: 4. Oktober 2010
ISBN-10: 3426652439
ISBN-13: 978-3-426-65243-5
Seitenzahl: 463
Einband: Klappbroschur
Serie: The Dark Forgotten 1
Preis: 12,99 €

Autorenportrait:

Sharon Ashwood lebt in der kanadischen Provinz British Columbia und arbeitet seit ihrem Universitätsabschluss in Englischer Literatur als freie Schriftstellerin und Journalistin. Schon als Kind war sie an Mythen und Märchen interessiert. Heute setzt die Autorin ihre Faszination für alles Seltsame, Unheimliche und Phantastische in erfolgreichen Romantic-Fantasy-Romanen um.
Quelle: Knaur Verlag

Klappentext:

Wie schon meine Großmutter sagte: Vampire sind wie eine Schachtel Pralinen - sehr verführerisch, aber übermäßiger Genuss ist schlecht für die Gesundheit!
Meine Meinung:

Hollys Freund hat sie verlassen, weil sie eine Hexe ist. Der umwerfend attraktive Vampir Alessandro will hingegen nichts von ihr wissen, weil sie trotz ihrer magischen Fähigkeiten ein Mensch bleibt. Doch Hollys kompliziertes Liebesleben ist noch ihr geringstes Problem, als ein Dämon auf ihre Heimatstadt losgelassen wird: Die willensstarke Hexe ist die Einzige, die ihn stoppen kann. Nur fordert solche Magie immer einen Preis … und der ist Hollys Leben!

Holly Carver stammt aus einer alten Hexenfamilie, die es schon seit mehreren Generationen gibt.
Um sich ihr Studium zu finanzieren, befreit sie deshalb nebenher Häuser von Poltergeistern, Flüchen und sonstigem übernatürlichen Ungeziefer.
Als ihr Freund selbst mal von einem befallenen Haus „verschluckt“ wird und sie ihn sowie andere daraus befreit, steht sie plötzlich wieder alleine da, weil er mit der Hexenexistenz von Holly nicht klar kommt.
Nun ist sie wieder solo und hat nur ihren „Assistenten“ Alessandro, der ein fünfhundert Jahre alter Vampir ist. Er hilft seit Jahrzehnten den Caver-Hexen bei ihren kniffligen Fällen und ist ein sehr guter Freund der Familie geworden. Zudem sieht er gut aus und die Autorin gibt dem Leser immer wieder durch Alessandros Gedanken zu verstehen, dass er Holly gehört, und sie ihm.
Durch einen Vorfall in Hollys eigenem Haus müssen die beiden wieder zusammenarbeiten und kämpfen bald Seite an Seite gegen einen mächtigen Dämon, der zwar langsam, dafür aber ziemlich geschickt die Stadt Fairview untergräbt. Zudem taucht noch die Vampirkönigin auf, die Alessandros Tätigkeiten mit scharfem Auge beobachtet und ihn für sich beansprucht. Für jeden Dienst, mit Haut und Haar. Und selbst Holly gerät in die Fänge der Königin und landet dabei in einer Falle, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint.

Ich finde die Handlung schön aufgebaut. Sie ist einfach strukturiert, hat an den richtigen Stellen einen romantischen Touch und die richtige Dramatik.
Holly war mir von Anfang an sympathisch. Hin- und hergerissen zwischen ihrem Freund und ihrem normalen Studentenleben sowie der Welt, aus der sie wirklich stammt: der Welt der Magie, dem Ort der Hexen.

Die verschiedenen Szenen aus dem Privatleben und dem spannenden „Job“ von Holly und ihrem Vampir hatten eine perfekte Mischung und beides wurde immer sehr gefühlvoll beschrieben.
Herausstechende Sätze, die die Protagonisten zu einer bestimmten Sache denken, wurden in Kursivschrift dargestellt, um den Inhalt zu verstärken. So durfte ich auch an der Gedankenwelt teilhaben, was mir ebenfalls half, mich gut mit ihnen zu identifizieren.
Der Schreibstil ist flüssig und so hatte ich das Buch innerhalb weniger Tage durch.
Es ließ sich gut lesen, die Figuren wurden hervorragend beschrieben. Von Alessandro war ich von Beginn an sehr angetan und ich konnte ihn mir sehr gut vorstellen. Was natürlich auch auf Holly zutraf.

Fazit:
Es ist eine leichte, doch spannende Lektüre, die mir viel Freude bereitete. Ich mag es mystisch, darum bekommt der Roman vier von fünf Sternen von mir.

Reihenfolge:
1. Hexenlicht (Oktober 2010)
2. Vampirdämmerung (Januar 2011)
3. Seelenkuss (Juni 2011)
4. Höllenherz (September 2011)

Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
© Schmökertruhe 24.2.2011
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Nalini Singh – PSY/Gestaltwandler-Serie 6 – Sengende Nähe

Titel: Sengende Nähe
Autor: Singh, Nalini
Originaltitel: Branded by Fire
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: 4. Oktober 2010
ISBN-10: 380258273X
ISBN-13: 978-3802582738
Seitenzahl: 413
Einband: Klappbroschur
Serie: Gestaltwandler / PSY 6
Preis: 9,95 €

Rezensionsexemplar

 

Autorenportrait:

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, hat sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen begonnen. Die Gestaltwandler-Serie ist ihr erster Ausflug in die Fantasy Romance.
Quelle: Egmont LYX Verlag

 

Klappentext:

Als ein Wissenschaftler vom Territorium der DarkRiver-Leoparden entführt wird, nehmen die Wächterin Mercy Smith und der SnowDancer-Wolf Riley Kincaid die Ermittlungen auf. Eigentlich kann die temperamentvolle Leopardin den schweigsamen Riley nicht einmal besonders gut leiden. Doch je enger die beiden zusammenarbeiten, desto weniger kann sich Mercy der Anziehungskraft des verführerischen Wolfs entziehen …

 

Meine Meinung:

Mit der Entführung eines Gestaltwandler-Wissenschaftlers fängt die Geschichte an und führt geradewegs zum Menschenbund, der in diesem sechsten Band mehr in den Vordergrund tritt. Aber auch bei den Medialen tut sich etwas äußerst Unangenehmes, was eigentlich sehr atypisch für sie ist …

„Sengende Nähe“ ist der sechste Teil der Gestaltwandler-Reihe und mittlerweile haben sich zwei große Raubtierrudel der Gestaltwandler zusammen getan und ein Bündnis, das sie in ihrer Gegend äußerst stark macht, geschlossen. Bei den zwei Gestaltwandlerrassen geht es um die Darkriver-Leoparden und die Snowdance-Wölfe. So ist von Anfang an klar, dass sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Wissenschaftsstudenten machen.
Bei der Suche nach dem Jungen stoßen sie auf den Menschenbund, der im letzten Band zum ersten mal eine größere Rolle spielte. Da die Menschen in der Welthierarchie am unteren Ende stehen, haben auch sie sich zusammengeschlossen und versuchen nun durch teils unmenschliche Art und Weise an mehr Macht zu kommen. Dieser Bund scheint gezielt etwas Bestimmtes und sehr Gefährliches vorzuhaben. Ob sie hinter der Entführung des jungen Studenten stecken?
Während sich die Gestaltwandler und die Menschen umkreisen, scheinen dagegen die Medialen langsam durchzudrehen …
Für Quereinsteiger eine kurze Erklärung, was Mediale sind: Sie empfinden nichts, denken und handeln immer logisch, ohne Herz. Dadurch ähneln sie mehr Robotern als Menschen. Mediale streben nur nach zwei Dingen: Geld und Macht – weswegen sie auch für Geschäfte aller Art zuständig sind. Das Programm Silentium hat sie dazu ausgebildet, zu sein, was sie nun sind.
Aber zum ersten Mal in der Serie geht es vorrangig nicht um diese Geschöpfe. Die Autorin breitet ihr Gebiet nun etwas aus und lässt neue Faktoren und Figuren in den Vordergrund treten.

Bei der Zusammenarbeit der beiden Rudel kommen sich die Leoparden-Wächterin Mercy und der Wolfs-Offizier Riley näher, als gut für sie ist.
Immer auf Abstand, können sie doch nicht voneinander lassen und geraten schnell in eine Zwickmühle. Beide sind ihrem Rudel treu ergeben, haben deswegen Geheimnisse voreinander und doch ist da dieses erotische Prickeln, das sich immer weiter aufbaut, je länger sie zusammen arbeiten müssen.
Wenn es nicht gerade um Mercy und Riley ging, war auch der Krimianteil zwischendurch vorhanden. Eine Anspannung war durch die unsichtbare Gefahr durch die Menschen und die Vorfälle der Medialen unterschwellig somit fast ständig zu spüren.
Aber meiner Ansicht nach verschob sich das Gleichgewicht zwischen Romanze und Krimi in diesem Teil zum ersten Mal etwas. In diesem Band kam es mir so vor, als sei die Romanze zwischen dem Wolf und der Leopardin sichtlich im Vordergrund. Dies könnte eventuell an ihrer unterschiedlichen Herkunft liegen. Das ist ein interessanter Punkt, denn so eine „Verbindung“ gab es vorher noch nie. Wie die zwei Protagonisten damit umgehen, erklärte Nalini Singh auf ihre wunderschöne und gefühlvolle Art.
Unterbrochen wurden die verschiedenen Spannungen, ob erotisch oder kriminalistisch, durch kurze Momente der Protagonisten aus den Vorbänden. So wurde der Roman etwas aufgelockert und ich bekam mit, dass es auch bei ihnen neue Entwicklungen gab.
Und auch bei Silentium und dem dazugehörigen Medialnet, das alle Mediale verbindet, bemerkte ich beängstigende Veränderungen …

Kaum ein paar Seiten gelesen, schon hatte mich der typische Nalini Singh-Zauber wieder gepackt!
Der Schreibstil von ihr fesselt mich jedes Mal aufs Neue. Es ist fast unfassbar, wie sie Gefühle und Emotionen in Worte fassen kann. Manche Situationen sind so toll beschrieben, dass ich eine Gänsehaut bekam. Einfach fantastisch!
Natürlich gibt es auch einige erotische Momente, welche sehr schön in die Handlung eingeflochten wurden. Diese Szenen waren sehr anschaulich dargestellt, aber nicht in die Länge gezogen.
Wie in den Vorbänden wird die Geschichte hauptsächlich abwechselnd von den zwei Protagonisten erzählt. So bekam ich auch einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben und konnte so ihre Zerrissenheit förmlich nachempfinden.
Da die Verknüpfungen zwischen den Rudeln der Leoparden und Wölfe immer enger werden und Ereignisse aufeinander aufbauen, würde ich trotz der abgeschlossenen Handlungen die Serie der Reihe nach lesen.

Fazit:

Trotz der kleinen Abweichung ihres Schreibstiles durch mehr Romantik und weniger Krimi versetzte die Autorin mich auch dieses Mal wieder in Verzückung!
Wieder einmal bekommt ein Roman von Nalini Singh die volle Punktzahl: fünf Sterne.

Reihenfolge der Gestaltwandler-Serie:
2008 – Leopardenblut
2008 – Jäger der Nacht
2009 – Eisige Umarmung
2009 – Im Feuer der Nacht
2010 – Gefangener der Sinne
2010 – Sengende Nähe
2011 – Ruf der Vergangenheit (ab März)
2011 – Fesseln der Erinnerung (ab September)

Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
©  Tikvas Schmöckertruhe 18.2.2011
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Mary Stanton – Die überiridischen Fälle der Bree Winston 3 – Rächerin der Engel

Titel: Rächerin der Engel
Autor: Stanton, Mary
Verlag: Piper
Erschienen: 10. Januar 2011
ISBN-10: 3492267629
ISBN-13: 978-3492267625
Seitenzahl: 362
Einband: Broschiert
Serie: Die überirdischen Fälle der Bree Winston 3
Preis: 8,95

Rezensionsexemplar

 

Autorenportrait:

Mary Stanton hat bereits einige Mystery-Thriller geschrieben. Unter dem Pseudonym Claudia Bishop gibt sie Anthologien zum Thema Mystery heraus. Mit der Bestsellerserie um Bree Winston, die smarte Anwältin der Engel, verbindet sie beide Genres auf meisterhafte Weise. Bisher erschienen bei Piper zwei Bände der Reihe: »Im Namen der Engel« und »Anwältin der Engel«. Ihre Zeit teilt Mary Stanton auf zwischen einer kleinen Ziegenfarm in New York und ihrem Haus in Florida.
Quelle: Piper Verlag

 

Klappentext:

Ein neuer Fall für die Anwältin der Engel.

Die attraktive Anwältin Bree Winston ist zurück – gemeinsam mit ihren Angestellten, den Engeln, vertritt sie die Seelen der Verstorbenen, die zu Unrecht verdammt wurden. In ihrem dritten Fall untersucht Bree den Tod des Bankiers Russell O’Rourke, der nach einem Millionenverlust angeblich Selbstmord beging. Doch schon bald deuten die Zeichen auf Mord: Jemand hat den Bankier auf dem Gewissen. Je tiefer Bree gräbt, desto größer wird die Gefahr, in der sie schwebt, denn der Mörder möchte auch sie tot sehen.

 

Meine Meinung:

Der Klappentext verrät eigentlich schon, worum es geht.
Brianna Winston-Beaufort, kurz Bree genannt, ist Rechtsanwältin und eher für ungewöhnliche Fälle zuständig. Ihre Klienten sind bereits tot und müssen vor dem himmlischen Gerichtshof vertreten werden.
Bree selbst ist ein Mensch, ihre Angestellten sind alle Engel in verschiedenen Formen.
In diesem dritten Band nun soll sie einen Bankier vor dem Fegefeuer retten und muss sich dazu in dessen irdisches Leben mit Frau, Kind und Freunden begeben. Dabei kommt ihr ihre eigene Verwandtschaft zu Hilfe, die ihr Türen zu der Frau des Verstorbenen öffnet.

Anfangs gab es eine lange Anlaufphase durch Beschreibungen von Figuren und Schilderungen der Umgebung, bis es zu der eigentlichen Handlung kam. Das bremste meinen Lesefluss zu Beginn leider enorm.
Doch durch die detaillierten Darstellungen konnte ich mir als Quereinsteigerin in diese Serie alles besser vorstellen.
Da ich die Vorbände nicht kenne, wirkte die Darstellung der Protagonistin auf mich so, als ob man mit ihr von Band zu Band erst richtig zusammenwächst und warm wird. Dies gelang mir in diesem Band jedoch nicht so richtig.
Auch gab es vereinzelt Figuren, die nicht genauer beschrieben wurden, sodass ich bis zum Schluss nicht mehr wusste, als dass zwei Gestalten zu den „Bösen“ gehörten, wenn ich es richtig gedeutet habe. Diese beiden Geschöpfe wirkten auf mich wie ein Zwillingspaar. Sie teilten sich die Sätze, was ich sehr lustig fand. Der eine fing mit einem Satz an, der andere beendete ihn.

Die Geschichte entwickelte eine äußerst interessante Handlung, die die Autorin aber leider in der ersten Hälfte des Buches enorm mit Nebensächlichkeiten aufbauschte, sodass der Roman mich nicht durchgehend fesseln konnte.
Womit ich auch erst langsam klar kam, war die Beschreibung von Brees Arbeit. Sie ist Rechtsanwältin, das verstand ich. Aber sie arbeitet mit Engeln zusammen, die andere Menschen nur bedingt sehen können? Das war mir durch den ganzen Roman etwas schleierhaft. Vielleicht wurde das in den Vorbänden etwas genauer erklärt.
Doch je weiter ich in die Geschichte eintauchte, umso verständlicher wurden zumindest einige Gegebenheiten, sodass ich zum Schluss nicht mehr ganz verwirrt war.
Anfangs konnte ich es mir wirklich nicht vorstellen, von dem Schreibstil der Autorin gefesselt zu werden, doch mitten im Lesen machte es plötzlich „klick“, und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Vermutlich hing es damit zusammen, dass ich mich an den ausschweifenden Schreibstil gewöhnt hatte und manche Erklärungen endlich einen Sinn ergaben.
So wurde es zum Schluss noch richtig nervenaufreibend und spannend, sodass ich dieses Buch in einem Zug fertig gelesen habe.

Die Kapitel begannen immer mit einem Zitat aus einem Theaterstück oder der Literatur.
Brees Gedanken wurden in Kursivschrift dargestellt und ab und zu mischten sich auch Fachausdrücke und Fremdwörter unter, die ich allerdings geflissentlich überflog.
Für eine bessere Übersicht über die wichtigsten Figuren in der Handlung gab es vorne im Buch ein Personenverzeichnis.

Fazit:
Trotz detaillierter Beschreibungen und der fehlenden Identifikation mit Bree, hat mich die Autorin doch mit einer tollen Geschichte um Mystik, Spannung und romantische Augenblicke überzeugen können.
Ich vergebe drei bis vier Sterne!

Die Bree Winston-Fälle:
1. Im Namen der Engel
2. Anwältin der Engel
3. Rächerin der Engel
4. Gerechte Engel (Mai 2011)

Vielen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
©  Tikvas Schmöckertruhe 30.1.2011
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Jacquelyn Frank – Schattenwandler I – Jacob

Titel: Jacob
Autor: Frank, Jacquelyn
Sprecher: Geke, Tanja
Verlag: Audible GmbH
ISBN-10: 3839810469
ISBN-13: 978-3839810460
Dauer: 688 Min.
Hörbuch-Art: Audible Download Format 4 AA+
Version: ungekürtzt
Serie: Schattenwandler 1
Preis: 9,95

Alle Informationen bezog ich über Audible.de:

Inhalt
Die Schattenwandler sind Kreaturen der Nacht, und viele von ihnen leben friedlich und unbemerkt unter den Menschen. So auch das geheimnisvolle Volk der Dämonen. Bei Vollmond jedoch geraten die Gefühle der Dämonen in Aufruhr, und vor allem die jüngeren unter ihnen können dann den Menschen gefährlich werden. Seit Jahrhunderten wacht Jacob mit unerbitterlicher Härte darüber, dass die Schattenwandler sich nicht ihren dunklen Trieben hingeben und sich sterbliche Geliebte nehmen. Seine Selbstbeherrschung ist legendär, in siebenhundert langen Jahren geriet er nie selbst in Versuchung. Doch als er der schönen Isabella zufällig das Leben rettet, erwacht ein Begehren in ihm, das ihm den Verstand zu Rauben droht…

Die Sprecherin
Die Schauspielerin Tanja Geke, geboren 1971 in Berlin, ist bekannt aus der TV-Serie „Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen“. Ihre warme, ausdrucksvolle Stimme leiht sie u.a. Kate Hudson und Scarlett Johansson. Zudem arbeitet sie als Sängerin.

Die Autoin
Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.

Meine Meinung:

Der Mond hat eine starke erotische Wirkung auf Schattenwandler. In dieser Zeit wollen sie sich mit Menschen paaren, was deren Tod bedeuteten würde. Denn dann käme das innere Monster der Schattenwandler zum Vorschein und durch die animalischen Triebe während des Liebesaktes würde der Dämon hervorbrechen.
Schattenwandler sind nicht transformierte Dämonen. Solange sie in diesem Zustand sind, muss Jacob, der Vollstrecker, aufpassen, dass sie keinem Menschen zu nahe kommen. Kommt es doch mal vor, müsste er sie maßregeln. Sollten die Schattenwandler doch zu Dämonen werden, müsste Jacob sie jagen und töten. Dies ist seine Aufgabe!

Als Jacob hinter einem transformierten Dämon her ist, trifft er durch Zufall auf die menschliche Isabella. Und vom ersten Augenblick an spüren sie, dass sie nicht mehr ohne den anderen weiterleben können. Aber Jacob hat eine Pflicht, die er niemals vergessen darf, und auch er hat ein Monster in sich, das er immer im Zaum halten muss …

Im Laufe des Hörbuches scheint Isabella an Jacobs Seite sich weiter zu entwickeln und die Welt der Dämonen immer besser zu verstehen.
Für mich waren manche Situationen dieser Entfaltung einen großen Lacher wert und ich hatte einige Gelegenheiten, meiner Heiterkeit freien Lauf zu lassen. Vor allem sehr persönliche Entdeckungen an Isabella und auch, was zwischen ihr und Jacob für Entwicklungen passieren, fand ich schön beschrieben.

Anfangs war mir Isabella allerdings ein wenig suspekt. Sie hat als Mensch die anfänglichen Situationen, ohne mit der Wimper zu zucken, sehr gefasst und selbstbewusst aufgenommen.
Jacob dagegen ist die Entschlossenheit und Pflichterfüllung in Person. Er strahlte auf mich Kraft und einen eisernen Willen aus, sodass ich ihn fast vor mir sehen konnte.
Je mehr sie miteinander erlebten, desto besser konnte ich die Reaktionen von beiden verstehen.
Auch alle anderen Figuren wurden gut beschrieben und ich schloss einige in mein Herz.
Mich faszinierte auch sehr, dass alle Dämonen biblische Namen hatten. Die Erklärung wird im Laufe der Geschichte verraten.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt.
Die erotischen Szenen werden sehr genau und gefühlsbetont dargestellt. Zum Träumen schön. Der ganze Roman war für mich ein unbeschreiblich und bezaubernder Hörgenuß.

Tanja Geke, die den Figuren Leben einhaucht, bringt jeden einzelnen Charakter mit seinen Besonderheiten zur Geltung. Durch unterschiedliche Tonlagen konnte ich die verschiedenen Individuen sehr gut auseinander halten.
Gekonnt brachte sie den Witz, den Zusammenhalt, aber auch die Wut und die Trauer rüber, die während der Geschichte auftauchten.

Fazit:
Ein gelungener Roman mit einer tollen Sprecherin!
Kann das Hörbuch nur empfehlen und vergebe fünf volle Sterne.

Bei Audible bisher erschienen:

1. Jacob
2. Gideon
3. Elijah

Ilona Andrews – Stadt der Finsternis 3 – Duell der Schatten

Titel: Stadt der Finsternis 03: Duell der Schatten
Autor: Andrews, Ilona
Verlag: Egmont Lyx
ISBN-10: 3802582195
ISBN-13: 978-3802582196
Seitenzahl: 336
Einband: Klappbroschur
Serie: Stadt der Finsternis III
Preis: 12,95 €

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Hinter dem Pseudonym Ilona Andrews verbirgt sich das Autorenehepaar Ilona und Andrew Gordon. Während Ilona in Russland geboren wurde und in den USA Biochemie studiert hat, besitzt Andrew einen Abschluss in Geschichte. Die Stadt der Finsternis ist ihre erste gemeinsam verfasste Fantasyserie, mit der ihnen auf Anhieb der Einstieg in die New-York-Times-Bestsellerliste gelang.
Quelle: Egmont LYX

Klappentext:

Was geschieht bei den geheimnisvollen Midnight Games? Diese Frage stellt sich die ehemalige Söldnerin Kate Daniels, als ihr Werwolffreund Derek nicht weit von der Arena, in der die blutigen Kämpfe stattfinden, halbtot aufgefunden wird. Bei ihren Ermittlungen kommt Kate einer Verschwörung auf die Spur, die nicht nur alle Gestaltwandler vernichten, sondern auch ihr dunkles Geheimnis ans Licht bringen könnte …

Meine Meinung:
Im dritten Teil der phantastischen Serie „Stadt der Finsternis“ geht es um geheime und illegale Kampfspiele, vergleichbar mit dem „Fight Club“, einem amerikanischen Film.
Dazu bahnt sich für Kate auch noch eine familiäre Bedrohung an, die es in sich hat.

Als Kate Derek in der Nähe dieser Games findet und die Autorin mir seine Verletzungen schilderte, flossen bei mir die Tränen. Derek wurde übel zugerichtet. Die Beschreibungen waren sehr detailliert, sodass ich mir ernsthafte Sorgen um ihn machte, ob Kate ihn retten kann.
Zudem hat sie in diesem Band alle Hände voll zu tun. Absolut jeder, der ihr auch nur im Entferntesten nahe steht, hat in diesem Roman eine zum Teil wichtige Rolle und treibt sie gleichzeitig zur Weißglut.
Sie muss mit ihrem verrückten Gestaltenwandler Saiman zurecht kommen, Jim und dem Bestienclan mitsamt dessen Anführer im Zaum halten, ihrer Freundin beistehen und ihrer Pflegetochter helfen.

Kaum hatte ich ein paar Seiten gelesen, schon war ich mitten im Geschehen. Die Autorin hatte mich mit der ersten gefühlvoll beschriebenen Situation in ihren Bann gezogen und ließ mich das ganze Buch hindurch nicht mehr los.
Kate ist eine Protagonistin, die nicht lange um den heißen Brei redet und Taten vorweist statt vieler Worte. Aber auch ihre Dialoge mit manch einer Figur sind zum Schreien komisch.
Besonders die Gespräche zwischen Curran, dem Herrn der Bestien, und Kate sind einfach himmlisch gut!

Nachdem Curran im letzten Band Kate durch Annehmlichkeiten den Hof gemacht hatte, war ich sehr gespannt, wie es zwischen den beiden nun im dritten Teil weitergehen würde.
Es knisterte auch dieses Mal immer mehr vor erotischer Spannung. Ich hätte platzen können wegen dieser aufgestauten und spürbaren Erotik. Die Autorin weiß sehr gut, wie ein Vorspiel in die Länge gezogen werden kann. Denn so komme ich mir bei dieser Serie vor.

In diesem Roman lernte ich ein wenig über die hinduistische Mythologie sowie diverse Gottheiten. Außerdem gab es neue Monster zu bestaunen.
Auch erfuhr ich wieder etwas über Kates Vater. So langsam fügen sich die einzelnen Puzzlestücke um Kates Vater zusammen und ich kann mir immer besser vorstellen, was für ein „Mann“ das ist.
Als kleines Sahnestückchen wurden Kate und ich zudem über Saimans Gestaltwandler-Art aufgeklärt.

Emotionen, vor allem die traurigen zu Beginn des Buches, ließen mich öfters um Atem ringen. Ich musste einige Male heftig schlucken und gegen Tränen ankämpfen, da mir einzelne Szenen sehr zu Herzen gingen.
Doch je weiter ich in die Geschichte eintauchte, desto mehr Situationen gab es auch, die mir immer öfter ein Lächeln aufs Gesicht zauberten. Teilweise musste ich laut auflachen, da manches einfach witzig beschrieben wurde.
Dieser Roman war emotional für mich ein regelrechtes Pulverfass. Einfach der Wahnsinn!

Aber auch die Schlacht am Ende war atemberaubend.
Die verschiedenen Wesen, die gegeneinander kämpften, die unterschiedlichsten Kampftechniken und Hilfsmittel waren höchst interessant. Diese Kämpfe genoss ich richtig.
So wurde der Schluss einfach phänomenal!

Fazit:
Die Autorin steigert sich von Teil zu Teil und die Serie wird einfach immer besser. Ich bin begeistert!
Auch dieses Werk aus Ilona Andrews Feder bekommt von mir fünf von fünf Sternen und ist mein Highlight im Dezember.
Ich kann den nächsten Roman von der Autorin kaum erwarten!

Reihenfolge von Stadt der Finsternis:
01. Die Nacht der Magie
02. Die dunkle Flut
03. Duell der Schatten
04. Magisches Blut (Januar 2011)

Cay Winter – Babel 1 – Hexenwut

Titel: Babel 01. Hexenwut
Autor: Winter, Cay
Verlag: Egmont Lyx
ISBN-10: 3802582950
ISBN-13: 978-3802582950
Seitenzahl: 400
Einband: Klappbroschur
Serie: Babel 1
Preis: 9,95 €

Rezensionsexemplar

 

Autorenportrait:

Cay Winter ist eine junge deutsche Autorin. Sie lebt in einer Stadt, deren Name sich auf das slawische Wort Linde bezieht, und hat eine Schwäche für die Filme aus der Zeit des Film Noir, weil Frauen die besseren Bösewichte sind.
Quelle: Egmont LYX Verlag

 

Klappentext:

Den Dämonen der Vergangenheit kann man nicht entfliehen …

Als Hexe verfügt Babel über große Macht. Doch sie weiß genau, wie verführerisch die dunkle Seite der Magie sein kann – einst erforschte sie mit ihrem Ex-Geliebten, einem Halbdämon, die Untiefen ihrer Kräfte. Als eine rätselhafte Mordserie ihre Heimatstadt erschüttert, wird Babel von den Alben engagiert, um den Täter zu finden. Dass sie sich dabei Hals über Kopf in den Alben Tom verliebt, stand allerdings nicht auf dem Plan …

 

Meine Meinung:
Babel ist eine Hexe, deren Schwester und Mutter ebenfalls Hexen sind.
Da sie allerdings auch mit der Dämonenebene arbeitet, was ihre Familie missbilligt, lebt sie für sich und ist somit auch immer auf sich allein gestellt.
Nun soll Babel eine Mordserie unter Alben aufklären, die in dem Roman meist Plags genannt werden. Da die menschlichen Fähigkeiten der Polizei und der Staatsanwaltschaft nicht ausreichen, wird sie als Hexe hinzugezogen.
Nachdem sie sonst immer nur untreue Ehepartner, Geschäftspartner und dergleichen verhext hatte, wird es nun ernst. Zum ersten Mal soll sie in Sachen Mord „ermitteln“ und dann auch noch einen Serientäter aufspüren …
Die Suche nach dem Mörder entwickelt sich schwieriger als anfangs gedacht. Dabei wendet Babel verschiedene Praktiken an, die mir ab und an beinahe eine Gänsehaut über den Rücken fahren ließen. Auf mich wirkte vieles sehr echt.

Als sich Babel auf die Suche nach dem Mörder macht und dabei auch die anderen Hexen in der Umgebung aufsucht, wird sie sehr unterschiedlich willkommen geheißen. Während des Aufeinandertreffens erklärte sie mir, wo welche Hexe ihre Stärken hat.
Neben den Auseinandersetzungen mit ihren Gegnern hat sie allerdings auch einen eigenen Dämon, dem sie sich stellen muss und gegen den sie durch das ganze Buch hindurch ankämpft.

Die Rituale wirkten auf mich sehr realistisch. Die Beschreibungen von Magie, ihre verschiedene Arten und wie sie für eine Hexe sichtbar sind, sowie die Dämonenbeschwörungen, wirkten für mich sehr authentisch und waren gut gelungen.
Genauso stelle ich mir die Magiewelt der Hexen vor, mit ihren Vor- und Nachteilen.

Sobald Tom, eine Art Alb und ihr Auftraggeber, auf der Bildfläche erschien, war Babel wie ausgewechselt. Sie ließ sich von seinem Sixpack ablenken und von seinen grünen Augen hypnotisieren. So war auch immer eine sexuelle Spannung zu spüren, wenn die beiden aufeinandertrafen. Dass es irgendwann mal zum erotischen Teil kam, war abzusehen. Aber diese Szenen wurden knapp gehalten. Es wurde eindeutig mehr Wert auf das Leben von Babel als Hexe gelegt.

Gerade am Anfang erzählte Babel mir einiges über ihren Charakter und wie sie aufwuchs. Das war allerdings nicht sehr spannend und ließ mich ab und zu laut aufschnaufen. Für die Geschichte war es zum Teil sehr wichtig, aber es wirkte etwas langatmig, obwohl diese Vorstellung kurz gehalten wurde.
Auch andere wichtige Figuren wurden mit der Zeit etwas besser vorgestellt und Mo, ein Teenager und ein Plag, war eine süße Nebenfigur, die mir im Laufe des Buches immer mehr ans Herz wuchs.
Trotz der ernsten Lage wegen der Morde gab es auch Situationen und Momente, die witzig und äußerst humorvoll waren. Dabei hatten ein Vogel und der Albenjunge Mo viel damit zu tun.
Erinnerungen und innere Dialoge mit sich selbst in ihrem Kopf wurden kursiv dargestellt.

Fazit:
Für den etwas langwierigen Einstieg und die kleinen Schwächen, in denen der Roman mich nicht fesseln konnte, gibt es allerdings einen Stern Abzug. Schade, denn das Thema an sich war äußerst interessant!
Ich werde diese Serie auf jeden Fall weiterverfolgen und bin gespannt, was auf die Hexe und ihre Freunde als nächstes zukommt.
Somit vergebe ich vier von fünf Sternen.

 

Die Serie „Babel“:
1. Hexenwut (Oktober 2010)
2. Dämonenfieber (Mai 2011)

Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
© haTikva @ Nethas Schmökerkiste 13.12.2010
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Ilona Andrews – Land der Schatten 1 – Magische Begegnung

Titel: Land der Schatten 1: Magische Begegnung
Autor: Andrews, Ilona
Verlag: Egmont Lyx
ISBN-10: 3802583450
ISBN-13: 978-3802583452
Seitenzahl: 447
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Living On The Edge 01
Serie: Land der Schatten 1

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Hinter dem Pseudonym Ilona Andrews verbirgt sich das Autorenehepaar Ilona und Andrew Gordon. Während Ilona in Russland geboren wurde und in den USA Biochemie studiert hat, besitzt Andrew einen Abschluss in Geschichte. Die Stadt der Finsternis ist ihre erste gemeinsam verfasste Fantasyserie, mit der ihnen auf Anhieb der Einstieg in die New-York-Times-Bestsellerliste gelang.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Rose Drayton hat eine einzigartige Begabung: Sie kann weiße Blitze schleudern. Diese magische Fähigkeit hat ihr schon viele unerwünschte Verehrer eingebracht. Daher ist sie auch alles andere als erfreut, als eines Tages ein fremder Mann vor ihrer Tür auftaucht. Denn für sie steht fest: Der blonde Krieger hat es auch nur auf ihre Magie abgesehen. Doch als eine Flut machthungriger Geschöpfe ihre Familie bedroht, ist Declan ihre einzige Chance …

Meine Meinung:
Da ich durch die „Stadt der Finsternis“-Serie wusste, dass die Autorin Ilona Andrews wundervolle Fantasieliteratur schreibt, musste ich auch unbedingt dieses Buch lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Wie schon bei dem ersten Roman von „Stadt der Finsternis“, hatte ich auch hier anfangs kleine Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden. Die Erklärungen der verschiedenen Orte, an welchen Magie funktioniert und an welchen nicht, war erst sehr verwirrend. Aber nachdem ich den Bogen raus hatte, gefiel mir der Roman immer besser.

Doch einen großen Unterschied gab es von Anfang an. Ich merkte sofort, dass dieses Werk viel gefühlsbetonter geschrieben war und die Autorin mehr Wert auf die positive Auswirkung der Magie legte als auf die zerstörerische Macht. Zudem wirkte der gesamte Roman nicht so grausam und brutal wie die erste Serie. Dieses Buch hier war in allem etwas weicher, zartgliedriger in seiner Schreibweise.

Rose, die im Edge lebt, dem Grenzland zum Weird, dem Land voller Magie, kann weiße Blitze schleudern, was eigentlich nur den Blaublütigen aus dem Weird bestimmt ist. Diese Gabe macht sie zu einem Objekt, denn jeder will sie für seine Zwecke nutzen. Ob Edger, um ihre Macht zu missbrauchen, oder Blaublütige aus dem Weird, um ihre Blutlinie mit dieser Blitzmagie zu verstärken.
Ihre Mutter ist tot, ihr Vater als Pirat auf Schatzsuche. Sie lebt mit ihren zwei jüngeren Brüdern, einem Nekromanten und einem Werluchs, im Grenzland, in der die Magie nur in schwacher Ausführung wirkt. Um über die Runden zu kommen, arbeitet sie im Broken, der normalen Welt.

Als Declan, ein Blaublütiger, ihr den Hof macht, ist sie alles andere als erfreut. Er ist ein reinrassiger Edelmann aus dem Weird und leider nicht der Erste, der sie als Zuchtstute für seine Nachfahren möchte …
Unabhängig von seinem Erscheinen, tauchen fast zur gleichen Zeit Kreaturen auf, die Declan „Bluthunde“ nennt. Und diese sind mit einer Magie versehen, gegen die kein Edger ankommt. Dabei treffen Rose und Declan auf einen Gegner, der unbesiegbar zu sein scheint und eine verlässliche Waffe bereit hält.
Rose merkt schnell, dass sie auf Declan angewiesen ist, ob es ihr gefällt oder nicht.
Als sie gemeinsam gegen diese Bluthunde und deren mächtigen Führer kämpfen, schleicht sich Declan immer weiter in Roses Herz, ohne dass sie was dagegen machen kann.

Der Schreibstil der Autorin war von Anfang an fesselnd. Ich konnte den Roman sehr schwer aus der Hand legen und schwärmte in jeder freien Minute davon.
Besonders die Dialoge zwischen Rose und Declan waren einfach herrlich!
Wie in der anderen Serie, „Stadt der Finsternis“, die Protagonisten Kate und Curran miteinander umgehen, ist es auch hier der Fall.
Rose und Declan stacheln sich ebenso regelmäßig an. Sie fordern sich gegenseitig heraus, werfen manchmal mit Zweideutigkeiten um sich und sind teilweise einfach nur noch urkomisch.
Diese Gespräche hatten einen großen Anteil daran, weshalb mir das Buch von Anfang an gefiel!
Die Situationen zwischen den beiden wurden aber auch sehr gefühlvoll beschrieben. Ich konnte sehr gut mit ihnen mitfühlen und wäre am liebsten ins Buch gekrochen, um alles noch realer mitzubekommen.
Aber auch Spannung war immer vorhanden. Wenn sie nicht gemeinsam gegen diese Bluthunde kämpften, waren die angespannten Situationen zwischen Rose und Declan äußerst belebend.
Was mir auch gut gefiel, war, dass Rose durch ihre zwei jüngeren Brüder etwas eingeschränkt wurde, denn diese verlangten ihr alles ab. Trotzdem musste sie sich mit Declan rumschlagen und Monster besiegen. Ich fand das einfach genial!

Im Laufe der Geschichte erfuhr ich immer mehr über die wichtigsten Figuren, Rose und ihre Brüder sowie Declan, aber auch über ihren Gegner und seine Beweggründe.
Es gab in diesem Roman so gut wie keine erotische Szenen, dafür wurde mehr auf das Zwischenmenschliche eingegangen, was sehr gefühlvoll beschrieben wurde.

Fazit:
Ich bin begeistert von diesem wundervollen Auftakt und werde auch diese Serie weiterverfolgen.
Dieser Roman steht der „Stadt der Finsternis“-Serie in nichts nach, einfach klasse!
Ich vergebe fünf wundervolle Sterne.

Im Land der Schatten:
1. Magische Begegnung (November 2010)
2. Spiegeljagd (Juni 2011)

Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
© haTikva @ Nethas Schmökerkiste 30.11.2010
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Jacquelyn Frank – Schattenwandler 4 – Damien

Titel: Schattenwandler 04. Damien
Autor: Frank, Jacquelyn
Verlag: Egmont Lyx
ISBN-10: 3802583299
ISBN-13: 978-3802583292
Seitenzahl: 397
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Damien
Serie: Schattenwandler 4

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Der mächtige Vampirprinz Damien hat sein Leben dem Schutz aller Schattenwandler verschrieben. Als die Prinzessin der Lykanthropen entführt wird, riskiert Damien alles, um Syreena zu retten. Nichts hat ihn jedoch auf die Leidenschaft vorbereitet, die Syreena in ihm entfacht. Aber diese Liebe darf nicht sein, bringt sie doch die Welt der Schattenwandler in höchste Gefahr …

Meine Meinung:
Im vierten Teil der Schattenwandler-Reihe geht es um den Vampirprinzen Damien.
In den letzten Bänden nur eine kleine Randfigur, durfte er nun ins Rampenlicht und machte seine Sache meiner Meinung nach gut.

Der Anfang war für mich etwas schwierig, da ich mit der Einleitung absolut nichts anfangen konnte.
Allerdings wurde mir nach diesem seltsamen Anfang gut erklärt, wie sich die Autorin ihre Vampire vorstellt.
Daher wurde ich mit Damien erst warm, als die Lykanthropenprinzessin Syreena entführt wurde und er die Spur verfolgte, um sie zu retten.
Damien brauchte nicht lange, um Syreena zu finden und zu befreien. Eine alte Bekannte, Ruth, eine Dämonin, die mit schwarzer Magie arbeitet, will sich immer noch an den Dämonen und Lykanthropen rächen.
Wer die ersten drei Bände der Schattenwandler-Reihe gelesen hat, kennt Ruth bereits. Trotzdem wurde in kurzen Zügen grob erklärt, was in den Vorbänden passiert ist.

Nach der Befreiungsaktion war von Ruth lange Zeit nichts mehr zu lesen und ich fragte mich schon, ob sie in diesem Band nicht mehr auftauchen würde. Das wäre allerdings ziemlich enttäuschend gewesen, denn die spannenden Situationen entstanden leider fast nur durch das Aufeinandertreffen der Schattenwandler und der abtrünnigen Dämonin.
Und so war ich gespannt, welche Aktionen mich noch erwarteten.

Damien wurde als ein Vampir dargestellt, der auf der Suche nach dem Wissen ist, ob es für ihre Wesensart Liebe überhaupt gibt. Dabei ist ihm eine gewisse Prinzessin sehr hilfreich.
Schon vor der Entführung fühlten Syreena und er etwas füreinander, sie konnten diese Gefühle jedoch nicht einordnen. Vor allem gehörte es sich nicht, sich mit anderen Schattenwandlern einzulassen.

Während Syreena im letzten Band eher kalt und als die kleine Schwester und Beraterin im Schatten der Lykanthropenkönigin dargestellt wurde, machte sie in diesem Band eine große Wandlung durch. Und das alles wegen eines einzigen Vampirs: Damien!
Zwar ist sie sich ihrer Pflichten als Lykanthropenprinzessin und Beraterin der Königin immer noch bewusst, aber endlich erkannte sie sich selbst.
Nachdem Siena und Elijah im letzten Teil alle Tabus zwischen den Dämonen und Lykanthropen gebrochen hatten, sah es nun so aus, als wollte ihre kleine Schwester es ihr nachmachen. Wie das vonstatten geht und was es für Auswirkungen auf sie selbst und ihre beiden Völker hat, lest ihr lieber selbst, denn es gibt einige Überraschungen!

Wie immer war der Roman zu schnell zu Ende und der Schluss wieder einmal sehr dramatisch.
Neben den Vampiren wurden dieses Mal auch andere Schattenwandler ein klein wenig genauer vorgestellt und eine weitere Figur trat mehr in den Vordergrund.
Auch die Erotik durfte nicht fehlen, die, wie bisher in jedem Band, sehr einfühlsam und gefühlvoll beschrieben wurde.
Die Gedanken wurden teilweise in Kursivschrift dargestellt.

Fazit:
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten kann ich wieder einmal sagen: topp!
Ein wunderschöner Liebesroman im paranormalen Bereich, bei dem es um die Liebe geht, die einen Weg findet, um zwischen zwei verschiedenen Wesen zu wachsen und zu gedeihen.
Ich hoffe sehr, dass die Serie nicht mit dem fünften Teil „Noah“ endet und vergebe auch diesem vierten Roman fünf starke Sterne.

Bereits erschienen:
Jacob
Gideon
Elijah
Damien
Noah (noch nicht übersetzt)

Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für das Rezensionsexemplar!
© haTikva @ Nethas Schmökerkiste 30.11.2010
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Nalini Singh – Psy/Gestaltwandler-Serie 5 – Gefangener der Sinne

Titel: Gefangener der Sinne
Autor: Singh, Nalini
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582721
Seitenzahl: 430
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Hostage to pleasure
Serie: Gestaltwandler 5

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, hat sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen begonnen. Die Gestaltwandler-Serie ist ihr erster Ausflug in die Fantasy Romance.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Dorian Christensen ist ein Wächter der DarkRiver Leoparden. Seit seine kleine Schwester von einem Medialen getötet wurde, hat er nur noch ein Ziel: Rache. Doch dann begegnet er der Medialen Ashaya. Und obwohl sie alles verkörpert, was er hasst, fühlt er sich unwiderstehlich zu ihr hingezogen …

Meine Meinung:
Mediale empfinden nichts, denken und handeln immer logisch, ohne Herz. Dadurch ähneln sie mehr Robotern als Menschen. Mediale streben nur nach zwei Dingen: Geld und Macht – weswegen sie auch für Geschäfte aller Art zuständig sind. Das Programm Silentium hat sie dazu ausgebildet zu sein, was sie nun sind.

Die Protagonistin Ashaya, die ich im letzten Band schon kennen lernen durfte, ist eine Mediale. Allerdings ist sie in der Forschung tätig und arbeitet an einem Projekt, das die Medialen noch weiter einschränken soll. Natürlich nur zu ihrem eigenen Besten.
Nachdem sie allerdings im vorigen Band geholfen hat, menschliche Versuchskaninchen aus dem Labor zu befreien, vermutete ich schon stark, dass sie eine Flucht planen würde.
Dass Ashaya diese in diesem Buch auch wirklich gelingt, hat sie einer Rebellion zu verdanken, die sich immer stärker gegen das Silentium stellt.

Dorian, ein Wächter der Darkriver-Leoparden, hat seine Schwester an einen Psychopathen der Medialen verloren und seitdem nur noch eines im Kopf: Rache!
Doch dann soll ausgerechnet er sich um die abtrünnige Ashaya kümmern. Dadurch wird seine ganze Denkweise auf den Kopf gestellt …

Ashaya kommt von Anfang an besser mit Berührungen und Gefühlsbeschreibungen klar, als es bei Sascha und Faith, die Protagonisten aus den Vorbänden, der Fall war. Denn Ashayas Schilde im Silentium bröckelten schon in ihrer Teenagerzeit und so fand sie sich damit einfach ab.
Aber sie hat ein tödliches Geheimnis, gegen das sie auf der einen Seite ankämpft, doch auf der anderen Seite gehört es zu ihr und sie liebt es. Denn es handelt sich dabei um ein anderes Wesen, das eine starke Verbindung zu ihr hat.
Das dazugehörige Hin und Her zwischen dem Wesen und Ashaya in deren Kopf wurde sehr gut geschildert. Gleichzeitig wurde ich immer neugieriger, was es mit dieser Kreatur auf sich hat, die Ashaya liebt und doch gleichzeitig zu hassen scheint.

Durch ihr Wissen über ein bahnbrechendes Projekt sowie einen tödlichen Virus wird Ashaya für die Medialen zum Staatsfeind Nr. 1. Als sie damit auch noch zu den Medien geht und sich öffentlich als eine Mediale gegen den Rat und dessen Projekte stellt, scheint die Lage zu eskalieren.
Sie wird gejagt und es kommt zu Entführungs- und Mordversuchen. Aber nicht nur durch die Medialen …
Denn zum ersten Mal kommt in der Geschichte etwas Neues dazu: Frauen und Männer, die sich in Europa aufhalten und ebenso auf Ashayas Wissenschaften aus sind wie die Medialen. Dass damit eine weitere Gefahr im Anmarsch ist, wird den Gestaltwandlern fast zu spät bewusst.
Somit haben die Gestaltwandler plötzlich zwei Fronten, von denen Gefahren lauern.
Dadurch nimmt die Spannung immer mehr zu und ich war wieder einmal gefesselt von dem tollen Schreibstil.

Worüber ich mich sehr amüsierte, waren die erotischen Gespräche, die Dorian Ashaya immer neckend aufzwang. Es fing immer ganz harmlos an und endete mit unverwechselbaren Veränderungen an ihrem Körper.
Die Schilderungen der Erotik selbst waren auch sehr gefühlvoll beschrieben.

Alle paar Kapitel fingen diese mit kurzen Ausschnitten an, die in Kursivschrift gehalten waren. Dabei handelte es sich um verschiedene Textpassagen aus Tagebüchern, Briefen, E-Mails oder Gesprächen.
Dieses Verfahren kommt in diesem Roman zum ersten Mal vor und war äußerst interessant. Dadurch bekam ich kleine Eindrücke aus der Vergangenheit und der Gegenwart von den verschiedensten Quellen.

Immer wenn ich in einem Roman der Gestaltwandler-Serie zu lesen begann, hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Hört sich komisch an, ist aber so. Durch den tollen, von Emotionen gespickten, Schreibstil der Autorin fühlte ich mich immer richtiggehend wohl, wenn ich in ihre Geschichten eintauchen durfte. Und so war es auch wieder bei diesem Band.
Als es zum Schluss noch eine Überraschung für Dorian gab, musste ich sogar quietschen vor Freude!

Bleibt noch zu erwähnen, dass es der fünfte Teil der Gestaltwandler-Serie ist. Man kann die Bände gut einzeln lesen, doch ich empfehle sie der Reihenfolge nach zu lesen, da sich alle wichtigen Figuren aus den Vorbänden weiterentwickeln und weiterhin wichtige Rollen haben.

Fazit:
Ein wunderschöner Roman über Liebe mit einem guten Schuss Spannung.
Ich vergebe fünf volle Sterne!

Reihenfolge der Gestaltwandler-Serie:
2008 – Leopardenblut
2008 – Jäger der Nacht
2009 – Eisige Umarmung
2009 – Im Feuer der Nacht
2010 – Gefangener der Sinne
2010 – Sengende Hitze
2011 – Ruf der Vergangenheit (ab März)

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 13.11.2010
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Nalini Singh – Gestaltwandler-Serie 4 – Im Feuer der Nacht

Titel: Im Feuer der Nacht
Autor: Singh, Nalini
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582268
Seitenzahl: 432
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: Mine to Possess
Serie: Gestaltwandler 4

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, hat sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen begonnen. Die Gestaltwandler-Serie ist ihr erster Ausflug in die Fantasy Romance.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Clay Bennett ist erschüttert, als er seine Jugendliebe Talin McKade wiedertrifft. Der Halbleopard hielt sie lange Zeit für tot, doch nun bittet sie ihn um Hilfe. Ein Kind wurde entführt, und auch Talin selbst schwebt in großer Gefahr. Zwischen Clay und Talin entflammt erneut eine alles verzehrende Leidenschaft – doch schon einmal war Talin vor dem Leoparden in Clay zurückgeschreckt …

Meine Meinung:

Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, gibt es, wie in den Vorbänden, eine kleine Einführung in die Welt der Medialen und ihr Programm, das sogenannte Silentium. Mediale haben keine Gefühle, bei ihnen läuft alles über den Kopf und ist logisch nachvollziehbar. Darum sind sie für alle geschäftlichen Tätigkeiten auf der Erde zuständig.
Im viertel Teil der Gestaltwandler-Serie werden die „Vergessenen“ der Medialen kurz erwähnt. Diejenigen, die nicht mit dem Silentium verbunden sind, Gefühle haben, sich zu ihrer Sicherheit versteckt halten und sich mit den Menschen und Gestaltwandlern verbunden haben.

Menschenkinder verschwinden, für die Talin als eine Art Sozialarbeiterin zuständig war, um wenig später tot wieder aufzutauchen. Zu Tode geprügelt!
Clay, wie allen anderen Leoparden des Rudels, gehen Kinder über alles, sie sind der wertvollste Schatz, den es für sie gibt. Daher ist es keine Frage, dass Clay Talin helfen wird.
In kurzen Zügen wurde mir geschildert, wie die Protagonisten, der Gestaltwandler Clay und die Menschenfrau Talin, zueinander standen.
Von Kindesbeinen an zusammen aufgewachsen, brachte sie ein tödlicher Vorfall auseinander. Seitdem hatte Tally Angst vor Clays tierischem Verhalten. Und doch kam sie zu ihm, als niemand anderer ihr mehr helfen konnte.
Lange Zeit stand Talins Angst vor Clay zwischen ihnen. Ihre Furcht vor ihm und ihre Zerrissenheit durch ein Geheimnis sowie seine Zwiespältigkeit und widersprüchlichen Gefühle für sie wurden sehr schön und gefühlvoll dargestellt.
Wie von Nalini Singh schon gewohnt, kamen ALLE Empfindungen und Handlungen sehr real rüber.

Im Silentium ist zudem ein Phantom unterwegs, dessen Taten immer größere Wellen schlagen. Diese durfte ich im letzten Band schon miterleben und wusste von daher, dass es ein neutrales Wesen ist, das für ein gewisses Maß an Gerechtigkeit steht.
Doch durch die Werke des Phantoms scheint immer mehr auf dem Spiel zu stehen, für alle drei Arten – Mensch, Mediale und Gestaltwandler.
Nachdem Talin einen kleinen Vorstoß mit Hilfe des Phantoms und des Rudels verbuchen konnte, steht aber nun immer mehr auf dem Spiel. Während die Gestaltwandler anfangs nur gegen einzelne Killer ankommen mussten, scheint eine viel größere Gefahr anzurollen …

Kaum ein paar Seiten gelesen, schon hatte mich Nalini Singhs Schreibstil wieder einmal gepackt und verzaubert. Sie kann einfach jede Situation sehr deutlich zu Papier bringen, die Gefühle in Worte fassen, wie ich es noch bei keinem anderen Autor erlebt habe, einfach fantastisch.
Ich hatte immer das Gefühl, mittendrin zu sein, in jeder Handlung, aber am intensivsten war es, wenn Talin sich im Rudel aufhielt und sich ungezwungen mit ihren neuen Freundinnen Tammy, Sascha und Faith unterhielt. Das waren Momente, in denen ich gern ins Buch geschlüpft wäre, um richtig dabei zu sein und diese lebendige Atmosphäre zu spüren. Einfach genial, wie viel Gefühl die Autorin selbst in solche Kleinigkeiten legte.

In diesem Band treten zum ersten Mal auch bewusst mehrere einzelne Figuren auf, die im Laufe der Serie eventuell noch selbst größere Rollen bekommen könnten. Dies machte mir sofort Lust, mich dem nächsten Buch zu widmen.

Durch die Entführung der Kinder und die kurzen Schilderungen aus Sicht eines entführten Jungen wurde auch dieser Roman immer spannender.
Da Clay ein Leopard ist, der im Kindesalter zu lange seine tierische Seite hatte unterdrücken müssen, ist er ausgewachsen nun äußerst aggressiv. Dies kommt ihm zugute, als er sich auf die Suche nach den Vermissten macht.
Diese spannungsgeladene Atmosphäre, die dabei entstand, konnte ich manchmal beinah mit den Händen greifen. Vor allem die kurzen Schilderungen des entführten Jungen gingen mir sehr nahe.

Die Kapitel hatten, wie schon von der Autorin gewohnt, sehr oft Cliffhanger, so dass ich immer weiterlesen musste. Und das tat ich gern, denn die Geschichte ist eine geniale Mischung aus Romantik, sehr viel Gefühl und geladener Spannung.
Da die Figuren aus den Vorbänden auch regelmäßig auftauchten und einen Teil zur Handlung beitrugen, empfehle ich, die Gestaltwandler-Reihe der Reihenfolge nach zu lesen. Da die Geschichten alle in sich abgeschlossen sind und das Wichtigste von den vorherigen Romanen geschildert wird, kann man sie aber auch einzeln lesen.

Fazit:

Mit jedem Roman dieser Gestaltwandler-Serie bin ich noch begeisterter von der Autorin Nalini Singh. Sie bringt die Emotionen zu Papier, wie es kein anderer schafft!
Ich vergebe fünf von fünf Sternen.

Reihenfolge der Gestaltwandler-Serie:
2008 – Leopardenblut
2008 – Jäger der Nacht
2009 – Eisige Umarmung
2009 – Im Feuer der Nacht
2010 – Gefangener der Sinne
2010 – Sengende Hitze
2011 – Ruf der Vergangenheit (ab März)

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 12.11.2010

Herzlichen Dank an Egmont LYX!