Monatsarchiv: Februar 2011

Zuwachs 24.2.2011

Heut kam ein heiß ersehntes Jugendbuch! *freu*

Vielen dank an den PAN-Verlag!

Bin schon sehr gespannt, ob mich das Alterra-Fieber auch packt *g*

Sharon Ashwood – Dark Forgotten 1 – Hexenlicht

 

Titel: Hexenlicht
Autor: Ashwood, Sharon
Verlag: Knaur
Erschienen: 4. Oktober 2010
ISBN-10: 3426652439
ISBN-13: 978-3-426-65243-5
Seitenzahl: 463
Einband: Klappbroschur
Serie: The Dark Forgotten 1
Preis: 12,99 €

Autorenportrait:

Sharon Ashwood lebt in der kanadischen Provinz British Columbia und arbeitet seit ihrem Universitätsabschluss in Englischer Literatur als freie Schriftstellerin und Journalistin. Schon als Kind war sie an Mythen und Märchen interessiert. Heute setzt die Autorin ihre Faszination für alles Seltsame, Unheimliche und Phantastische in erfolgreichen Romantic-Fantasy-Romanen um.
Quelle: Knaur Verlag

Klappentext:

Wie schon meine Großmutter sagte: Vampire sind wie eine Schachtel Pralinen - sehr verführerisch, aber übermäßiger Genuss ist schlecht für die Gesundheit!
Meine Meinung:

Hollys Freund hat sie verlassen, weil sie eine Hexe ist. Der umwerfend attraktive Vampir Alessandro will hingegen nichts von ihr wissen, weil sie trotz ihrer magischen Fähigkeiten ein Mensch bleibt. Doch Hollys kompliziertes Liebesleben ist noch ihr geringstes Problem, als ein Dämon auf ihre Heimatstadt losgelassen wird: Die willensstarke Hexe ist die Einzige, die ihn stoppen kann. Nur fordert solche Magie immer einen Preis … und der ist Hollys Leben!

Holly Carver stammt aus einer alten Hexenfamilie, die es schon seit mehreren Generationen gibt.
Um sich ihr Studium zu finanzieren, befreit sie deshalb nebenher Häuser von Poltergeistern, Flüchen und sonstigem übernatürlichen Ungeziefer.
Als ihr Freund selbst mal von einem befallenen Haus „verschluckt“ wird und sie ihn sowie andere daraus befreit, steht sie plötzlich wieder alleine da, weil er mit der Hexenexistenz von Holly nicht klar kommt.
Nun ist sie wieder solo und hat nur ihren „Assistenten“ Alessandro, der ein fünfhundert Jahre alter Vampir ist. Er hilft seit Jahrzehnten den Caver-Hexen bei ihren kniffligen Fällen und ist ein sehr guter Freund der Familie geworden. Zudem sieht er gut aus und die Autorin gibt dem Leser immer wieder durch Alessandros Gedanken zu verstehen, dass er Holly gehört, und sie ihm.
Durch einen Vorfall in Hollys eigenem Haus müssen die beiden wieder zusammenarbeiten und kämpfen bald Seite an Seite gegen einen mächtigen Dämon, der zwar langsam, dafür aber ziemlich geschickt die Stadt Fairview untergräbt. Zudem taucht noch die Vampirkönigin auf, die Alessandros Tätigkeiten mit scharfem Auge beobachtet und ihn für sich beansprucht. Für jeden Dienst, mit Haut und Haar. Und selbst Holly gerät in die Fänge der Königin und landet dabei in einer Falle, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint.

Ich finde die Handlung schön aufgebaut. Sie ist einfach strukturiert, hat an den richtigen Stellen einen romantischen Touch und die richtige Dramatik.
Holly war mir von Anfang an sympathisch. Hin- und hergerissen zwischen ihrem Freund und ihrem normalen Studentenleben sowie der Welt, aus der sie wirklich stammt: der Welt der Magie, dem Ort der Hexen.

Die verschiedenen Szenen aus dem Privatleben und dem spannenden „Job“ von Holly und ihrem Vampir hatten eine perfekte Mischung und beides wurde immer sehr gefühlvoll beschrieben.
Herausstechende Sätze, die die Protagonisten zu einer bestimmten Sache denken, wurden in Kursivschrift dargestellt, um den Inhalt zu verstärken. So durfte ich auch an der Gedankenwelt teilhaben, was mir ebenfalls half, mich gut mit ihnen zu identifizieren.
Der Schreibstil ist flüssig und so hatte ich das Buch innerhalb weniger Tage durch.
Es ließ sich gut lesen, die Figuren wurden hervorragend beschrieben. Von Alessandro war ich von Beginn an sehr angetan und ich konnte ihn mir sehr gut vorstellen. Was natürlich auch auf Holly zutraf.

Fazit:
Es ist eine leichte, doch spannende Lektüre, die mir viel Freude bereitete. Ich mag es mystisch, darum bekommt der Roman vier von fünf Sternen von mir.

Reihenfolge:
1. Hexenlicht (Oktober 2010)
2. Vampirdämmerung (Januar 2011)
3. Seelenkuss (Juni 2011)
4. Höllenherz (September 2011)

Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
© Schmökertruhe 24.2.2011
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Birgit Fiolka – Die Legenden von Engil I – Blutschwestern

 

Titel: Blutschwestern: Die Legenden von Engil
Autor: Fiolka, Birgit
Verlag: Aufbau
Erschienen: 4. Oktober 2010
ISBN-10: 3746626544
ISBN-13: 978-3746626543
Seitenzahl: 437
Einband: Taschenbuch
Serie: Die Legende von Engil I
Preis: 9,95 €

Autorenportrait:

Birgit Fiolka wurde 1974 in Duisburg geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Justizangestellten. Einige Jahre arbeitete sie in diesem Beruf und besuchte später das Abendgymnasium.
2001 erschien Birgit Fiolkas erster Roman „Bint-Anat. Tochter des Nils“, der ein Bestseller wurde, seit 2002 arbeitet sie als freie Autorin.
Ausschnitt von der Autorenwebsite www.birgit-fiolka.de

 

Klappentext/Inhalt:

Licht gegen Schatten – die Legenden von Engil.Zwei Schwestern, eine uralte Prophezeiung – und ein magisches Kind.»Nona wusste, dass der Tag gekommen war, an dem sich ihr Schicksal erfüllen würde. Sie kannte das Treiben in der Nacht der Sommerwende, wenn der dunkle Gott seine Opfer einforderte. Sie sollte sterben, damit sich die Prophezeiung erfüllte.«Zwei Schwesternköniginnen – die eine hell wie das Licht, die andere dunkel wie der Gott, dem sie dient, bestimmen das Schicksal der Stadt Engil. Auch die junge Nona kennt ihr Schicksal seit ihrer Geburt – an jenem Tag, an dem die Königinnen ihren vierzehnten Geburtstag feiern, soll sie dem dunklen Gott Muruk zu Ehren geopfert werden. Doch während Königin Akari ihre Reise ins dunkle Reich Dungun antreten muss, erwählt Ilana, die Lichtkönigin, Nona in ihr Gefolge. Nona ahnt nicht, wie wichtig sie für den Kampf zwischen Licht und Dunkel werden wird.
Quelle: Aufbau Verlag

 

Meine Meinung:

Schon das Cover sieht wunderschön aus und sprach mich direkt an. Es lässt auf eine tolle Geschichte hoffen.
Ein in rot gehaltenes Titelbild, mit einer Figur einem roten Kapuzenumhang. Sie schaut vom Betrachter weg, gen Himmel auf drei Vögel. Im Hintergrund ist eine Burg und über der Figur steht der Titel in großen roten Buchstaben. Diese, wie auch der Autorenname und der Untertitel sind herausgestanzt. Über den Einband musste ich öfters einfach drüberstreichen.

Dank zweier Götter, dem dunklen Gott Muruk und der Lichtgöttin Sala, deren Liebe füreinander in Hass umschlug, müssen seitdem immer zwei Schwestern Königinnen von den gegensätzlichen Ländereien der beiden werden und sich dann bis auf den Tod bekämpfen.
Um den „bösen“ Gott zu besänftigen, werden jedes Jahr zwölf unberührte Mädchen geopfert. Auch die unscheinbare 14jährige Nona ist eine davon, die ihr Leben für Muruks Gunsten lassen muss …
Doch es kommt alles anders und plötzlich gibt es eine Prophezeiung, die einen großen Wandel bringen soll. Ein Greif spielt dabei ebenfalls eine große Rolle, die sich aber erst mit der Zeit offenbart.

Durch einen Prolog erfuhr ich, wie es zu dem Streit der Götter und den folgenden, immerwährenden, Opferungen kam. Es wurde erklärt, was für einen Anteil die Greife und die Menschen dabei haben und was sich für alle Beteiligten änderte. Dies wird in einem recht gestelzten Ton erklärt. Fantasieliebhaber werden damit gut klar kommen. Doch sobald die eigentliche Geschichte losgeht, ist es ein flüssiger und spannender Schreibstil.
Die Autorin führt uns in eine Welt der Fantasie, die recht brutal ist. auch wenn Muruk nicht alle Ländereien in seiner Gewalt hat, so wird ihm im Land der Göttin Sala jedes Jahr ein Opfer von zwölf unschuldigen Mädchen gemacht. denn Muruk liebt es, Menschenblut fließen zu sehen und es soll ihn beruhigen, damit er nicht auch noch in Salas Ländereien einfällt.
Wie bei jedem Schwesternpaar, schwören sich auch Ilana und Akari, dass sie sich gegenseitig nicht verraten. Doch auch dieses Mal scheint sich nichts an dem Geschwisterkampf zu ändern, der vor ihnen liegt …

Es gibt viel Blut, schließlich lautet der Titel „Blutschwestern“, aber unter der ganzen Brutalität wächst klammheimlich eine Liebe heran, wie ein kleines Pflänzchen, deren Macht immer stärker zu werden scheint. Und dazu wird Nona eine Schlüsselfigur, mit der alles steht oder fällt.

Dieser Roman ist Birgit Fiolkas Debüt in der Fantasiewelt und es ist ihr wunderbar gelungen.
Ihr Werk ist in zwei Teile aufgegliedert. Der erste Abschnitt handelt von einer Prophezeiung und der zweite von der Erfüllung dieser Prophezeiung, wobei mir der erste Teil etwas besser gefiel als der zweite. Denn wie sich eine Freundschaft zwischen Nona und dem Greifen entfaltete, wurde sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.
Eine kleine Liste der wichtigsten Figuren im Roman sowie eine Karte der verschiedenen Landschaften gab es vorne im Buch, ebenso wie ein Glossar am Ende der Geschichte über die verschiedenen Völker und Ländereien. Doch das alles musste ich nicht zur Hand nehmen, um die Figuren auseinander zu halten und mir die Gegend vorzustellen, in denen die Protagonisten sich aufhielten. Es wurde alles sehr anschaulich beschrieben.
Auch war Spannung von Anfang an präsent. Mal mehr, manchmal weniger, aber sie war durchgehend vorhanden. Und diese zog mich durch den Roman.
Zum Schluss wurde ich regelrecht hin und hergerissen, weil mich die Gefühle für die Hauptfiguren überschwemmten. Ich hatte Angst um sie, weswegen ich zwar immer weiterlesen musste, um zu sehen, was als nächstes passiert, aber ich brauchte viele Pausen, da mich die Situationen zu sehr mitnahmen. Dies wiederum störte meinen Lesefluss ein wenig und ich fühlte mich, als hätte ich einen Marathon mitgemacht.

Da ich dieses Buch in einer Leserunde mit der Autorin lesen durfte, ging diese gut auf die verschiedenen Fragen und Empfindungen ein und ich ließ sie wiederum teilhaben, was mir beim Lesen für Emotionen anhafteten.
Meine Gefühle fuhren mit mir Achterbahn, so riss mich die Geschichte mit sich. Nur zum Ende hin wirkte es leider etwas zu gehetzt, weswegen es einen halben Stern Abzug gibt.
Somit vergebe ich diesem tollen Roman von Birgit Fiolka vier bis fünf Sterne.

 

Zweiteiler „Die Legeneden von Engil“:
1. Blutschwester
2. Feuerprinz (Juli 2011)

©  Tikvas Schmöckertruhe 13.2.2011
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Nalini Singh – PSY/Gestaltwandler-Serie 6 – Sengende Nähe

Titel: Sengende Nähe
Autor: Singh, Nalini
Originaltitel: Branded by Fire
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: 4. Oktober 2010
ISBN-10: 380258273X
ISBN-13: 978-3802582738
Seitenzahl: 413
Einband: Klappbroschur
Serie: Gestaltwandler / PSY 6
Preis: 9,95 €

Rezensionsexemplar

 

Autorenportrait:

Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, hat sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen begonnen. Die Gestaltwandler-Serie ist ihr erster Ausflug in die Fantasy Romance.
Quelle: Egmont LYX Verlag

 

Klappentext:

Als ein Wissenschaftler vom Territorium der DarkRiver-Leoparden entführt wird, nehmen die Wächterin Mercy Smith und der SnowDancer-Wolf Riley Kincaid die Ermittlungen auf. Eigentlich kann die temperamentvolle Leopardin den schweigsamen Riley nicht einmal besonders gut leiden. Doch je enger die beiden zusammenarbeiten, desto weniger kann sich Mercy der Anziehungskraft des verführerischen Wolfs entziehen …

 

Meine Meinung:

Mit der Entführung eines Gestaltwandler-Wissenschaftlers fängt die Geschichte an und führt geradewegs zum Menschenbund, der in diesem sechsten Band mehr in den Vordergrund tritt. Aber auch bei den Medialen tut sich etwas äußerst Unangenehmes, was eigentlich sehr atypisch für sie ist …

„Sengende Nähe“ ist der sechste Teil der Gestaltwandler-Reihe und mittlerweile haben sich zwei große Raubtierrudel der Gestaltwandler zusammen getan und ein Bündnis, das sie in ihrer Gegend äußerst stark macht, geschlossen. Bei den zwei Gestaltwandlerrassen geht es um die Darkriver-Leoparden und die Snowdance-Wölfe. So ist von Anfang an klar, dass sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Wissenschaftsstudenten machen.
Bei der Suche nach dem Jungen stoßen sie auf den Menschenbund, der im letzten Band zum ersten mal eine größere Rolle spielte. Da die Menschen in der Welthierarchie am unteren Ende stehen, haben auch sie sich zusammengeschlossen und versuchen nun durch teils unmenschliche Art und Weise an mehr Macht zu kommen. Dieser Bund scheint gezielt etwas Bestimmtes und sehr Gefährliches vorzuhaben. Ob sie hinter der Entführung des jungen Studenten stecken?
Während sich die Gestaltwandler und die Menschen umkreisen, scheinen dagegen die Medialen langsam durchzudrehen …
Für Quereinsteiger eine kurze Erklärung, was Mediale sind: Sie empfinden nichts, denken und handeln immer logisch, ohne Herz. Dadurch ähneln sie mehr Robotern als Menschen. Mediale streben nur nach zwei Dingen: Geld und Macht – weswegen sie auch für Geschäfte aller Art zuständig sind. Das Programm Silentium hat sie dazu ausgebildet, zu sein, was sie nun sind.
Aber zum ersten Mal in der Serie geht es vorrangig nicht um diese Geschöpfe. Die Autorin breitet ihr Gebiet nun etwas aus und lässt neue Faktoren und Figuren in den Vordergrund treten.

Bei der Zusammenarbeit der beiden Rudel kommen sich die Leoparden-Wächterin Mercy und der Wolfs-Offizier Riley näher, als gut für sie ist.
Immer auf Abstand, können sie doch nicht voneinander lassen und geraten schnell in eine Zwickmühle. Beide sind ihrem Rudel treu ergeben, haben deswegen Geheimnisse voreinander und doch ist da dieses erotische Prickeln, das sich immer weiter aufbaut, je länger sie zusammen arbeiten müssen.
Wenn es nicht gerade um Mercy und Riley ging, war auch der Krimianteil zwischendurch vorhanden. Eine Anspannung war durch die unsichtbare Gefahr durch die Menschen und die Vorfälle der Medialen unterschwellig somit fast ständig zu spüren.
Aber meiner Ansicht nach verschob sich das Gleichgewicht zwischen Romanze und Krimi in diesem Teil zum ersten Mal etwas. In diesem Band kam es mir so vor, als sei die Romanze zwischen dem Wolf und der Leopardin sichtlich im Vordergrund. Dies könnte eventuell an ihrer unterschiedlichen Herkunft liegen. Das ist ein interessanter Punkt, denn so eine „Verbindung“ gab es vorher noch nie. Wie die zwei Protagonisten damit umgehen, erklärte Nalini Singh auf ihre wunderschöne und gefühlvolle Art.
Unterbrochen wurden die verschiedenen Spannungen, ob erotisch oder kriminalistisch, durch kurze Momente der Protagonisten aus den Vorbänden. So wurde der Roman etwas aufgelockert und ich bekam mit, dass es auch bei ihnen neue Entwicklungen gab.
Und auch bei Silentium und dem dazugehörigen Medialnet, das alle Mediale verbindet, bemerkte ich beängstigende Veränderungen …

Kaum ein paar Seiten gelesen, schon hatte mich der typische Nalini Singh-Zauber wieder gepackt!
Der Schreibstil von ihr fesselt mich jedes Mal aufs Neue. Es ist fast unfassbar, wie sie Gefühle und Emotionen in Worte fassen kann. Manche Situationen sind so toll beschrieben, dass ich eine Gänsehaut bekam. Einfach fantastisch!
Natürlich gibt es auch einige erotische Momente, welche sehr schön in die Handlung eingeflochten wurden. Diese Szenen waren sehr anschaulich dargestellt, aber nicht in die Länge gezogen.
Wie in den Vorbänden wird die Geschichte hauptsächlich abwechselnd von den zwei Protagonisten erzählt. So bekam ich auch einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben und konnte so ihre Zerrissenheit förmlich nachempfinden.
Da die Verknüpfungen zwischen den Rudeln der Leoparden und Wölfe immer enger werden und Ereignisse aufeinander aufbauen, würde ich trotz der abgeschlossenen Handlungen die Serie der Reihe nach lesen.

Fazit:

Trotz der kleinen Abweichung ihres Schreibstiles durch mehr Romantik und weniger Krimi versetzte die Autorin mich auch dieses Mal wieder in Verzückung!
Wieder einmal bekommt ein Roman von Nalini Singh die volle Punktzahl: fünf Sterne.

Reihenfolge der Gestaltwandler-Serie:
2008 – Leopardenblut
2008 – Jäger der Nacht
2009 – Eisige Umarmung
2009 – Im Feuer der Nacht
2010 – Gefangener der Sinne
2010 – Sengende Nähe
2011 – Ruf der Vergangenheit (ab März)
2011 – Fesseln der Erinnerung (ab September)

Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
©  Tikvas Schmöckertruhe 18.2.2011
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Zuwachs 11.2.2011

 

Ohne Anforderung vom Verlag gekommen *freu*

Vom Verlag zum Glück noch rechzeitig zur Lesung nächste Woche am 17.2. in Geislingen *freu*

 

Jeffrey Deaver – Nachtschrei

Titel: Nachtschrei
Autor: Deaver, Jeffery
Originaltitel: The Bodies left behind
Verlag: Blanvalet Verlag
Erschienen: 18. Oktober 2010
ISBN-10: 3442374715
ISBN-13: 978-3442374717
Seitenzahl: 509
Einband: Klappbroschur
Preis: 9,99 €

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans „Die Assistentin“ unter dem Titel „Der Knochenjäger“ (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.
Quelle: Verlagsgruppe Random House

Inhalt:

In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein unverständlicher Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Obwohl Brynn McKenzie dienstfrei hat, geht sie der Angelegenheit nach und gelangt als Erste an den Schauplatz eines grausamen Doppelmordes. Beinahe zu spät bemerkt die Polizistin, dass sich außer einer verängstigten Zeugin auch die Täter noch auf dem Grundstück befinden. Und damit beginnt für die beiden ungleichen Frauen eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht – ein Albtraum, den sie nur gemeinsam überleben können …
Quelle: Blanvalet Verlag

Meine Meinung:
Ein abgebrochener Notruf führt die Polizistin Brynn McKenzie an den Lake Mondac. Dort findet sie in einem Ferienhaus zwei Leichen und seitdem ist sie selbst in Gefahr. Denn die Täter sind noch auf dem Gelände …
Überdies trifft Brynn auf dem Grundstück auf eine Augenzeugin. Gemeinsam mit ihr schlägt sie sich durch das Naturschutzgebiet des naheliegenden Parks.
Und so beginnt eine Hetzjagd, oder eine Flucht, je nachdem, aus wessen Sicht dem Leser die Ereignisse geschildert werden, durch ein riesiges Areal reinster Natur.

Der Thriller war von Anfang an äußerst spannend!
Die abwechselnden Szenen zwischen der Jagd/Flucht und Brynns Privatleben sowie anderen Figuren war genial platziert. So brachte der fesselnde Schreibstil mich dazu, dass ich nach jedem Kapitel gleich weiterlesen musste, da diese Cliffhanger die Dramatik der gefährlichen Situation der beiden Frauen noch steigerte.

Nachdem die beiden Frauen endlich in Sicherheit sind, lässt der Autor eine neue Bombe platzen. Manch einem Leser, so ging es zumindest mir, mögen Anzeichen davon schon im Vorfeld aufgefallen sein, aber trotzdem war ich schockiert, als es Tatsache wurde.
Und somit ging das Spiel von vorne los, nur ohne Wald, mit Verstärkung und das Ganze wurde etwas straffer geschildert.

Durch das ganze Buch hindurch gab es ein einziges Katz- und Mausspiel und dabei wurde es nie langweilig.
Einige Male kam der Gedanke auf, dass manches doch sehr „zufällig“ war, damit die Flucht wieder einmal gelingt oder die Jäger auf der Spur ihrer Opfer bleiben konnten …
Durch die verschiedenen Blickwinkel, von Brynn und ihrer Gefährtin sowie von den Tätern, war jede Situation angespannt und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Sozusagen in Echtzeit, was den Thriller so dramatisch machte, wurden die Polizistin und ihre Verbündete durch die Nacht gejagt und stolperten und strauchelten dabei durch einen Wildpark.
Zwischendurch wurden Ausschnitte aus Brynns Privatleben eingeflochten und ab und zu wurde mir gezeigt, wozu die Ermordung zweier Menschen angeblich „nötig“ war.
Brynn lernte ich im Lauf des Buches immer besser kennen, ebenso einen der Killer. Dadurch wurde mir aber auf eine gewisse Art auch dieser Täter recht sympathisch.

Anfangs war ich sehr skeptisch, ob der Autor wirklich über fast 500 Seiten eine Verfolgungsjagd in dunkler Nacht in einem Park schildern und dazu gleichmäßig die Spannung hochhalten kann. Aber schon nach einiger Zeit konnte mich der fesselnde Schreibstil überzeugen, dass dies wirklich möglich ist. Er hat es mit Bravour geschafft!
Ab und zu ließ der Autor auch entscheidende Fakten in Nebensätzen fallen, die im Laufe der Zeit wichtig wurden. Das Tolle dabei ist, dass diese Sätze wirklich vollkommen untergehen und erst im Nachhinein wurde klar: Das wurde doch irgendwann schon einmal erwähnt. Zumindest erging es mir so und das brachte neben der andauernden Spannung noch einen gewissen Nervenkitzel mit sich. Einfach nur genial gemacht!

Durch die Beschreibung der Umgebung wirkte das Geschehen sehr realistisch, da ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Das Buch ist in zwei Abschnitte aufgeteilt, die die Monate April und Mai darstellen.
Der Ort der Handlung ist eine abgelegene Gegend in Wisconsin, bei Kennesha County.

Ich bin echt begeistert von diesem Roman und würde dem Thriller auch fünf Sterne geben, wenn nicht manches zu offensichtlich übertrieben gewesen wäre. Somit werden es vier bis fünf Sterne.
Jeffrey Deaver weiß, wie er seine Leser fesseln kann!

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
©  Tikvas Schmöckertruhe / fictionfantasy.de
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Anne Plichota & Cendrine Wolf – Oksa Pollock I – Die Unverhoffte

Titel: Oksa Pollock. Die Unverhoffte
Autor: Plichota, Anne/Wolf, Cendrine
Originaltitel: Oksa Pollock – L’Inespérée
Verlag: Oetinger
Erschienen: 3. März 2011
ISBN-10: 3789145025
ISBN-13: 978-3789145025
Seitenzahl: 591
Einband: Hardcover (Vorabexemplar Taschenbuch)
Serie: Oksa Pollock 1
Preis: 19,95 €
Empfohlenes Alter: 12 – 13 Jahre

Rezensionsexemplar

 

Autorenportrait:

Anne Plichota, 1968 im französischen Dijon geboren, studierte Chinesisch und Kulturwissenschaften und verbrachte einige Jahre in Asien, bevor sie Bibliothekarin an der Stadtbücherei von Straßburg wurde, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Die Geschichten um das Zaubermädchen Oksa Pollock, die sie gemeinsam mit Cendrine Wolf erdacht und geschrieben hat, sind ihr erstes und überaus erfolgreiches literarisches Projekt.

Cendrine Wolf wurde 1969 in Colmar im Elsass geboren. Sie absolvierte eine Sportlehrerausbildung und arbeitete einige Jahre mit Kindern, bevor sie Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Straßburg wurde. Heute widmet sie sich als freie Autorin ganz ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben. Die Geschichten um das Zaubermädchen Oksa Pollock, die sie gemeinsam mit Anne Plichota erdacht und geschrieben hat, sind ihr erstes und überaus erfolgreiches literarisches Projekt.
Quelle: Oettinger Verlag

 

Inhalt:

Oksa ist nicht begeistert, als ihre Eltern beschließen, von Paris nach London zu ziehen. Ihr bester Freund Gus und seine Familie sind mit von der Partie und so muss sie glücklicherweise die Gemeinheiten des unsympathischen Lehrers McGraw nicht allein aushalten. Doch Oksa entdeckt plötzlich merkwürdige Dinge: Auf ihrer Handfläche lodert ein Feuerball, sie kann frei im Raum schweben und um ihren Nabel zeigt sich ein sternförmiges Mal. Erst jetzt erfährt sie von ihrer wahren Herkunft. Sie ist die „Unverhoffte“, die das verschwundene Land Edefia retten soll und damit auch ihre Familie. Doch irgendwie scheint auch ihr Lehrer McGraw in die Geschichte verstrickt zu sein … Ein magisches Abenteuer beginnt.
Quelle: Oksa Pollock-Fanpage

 

Meine Meinung:

Oksa Pollock ist ein zwölfjähriges Mädchen, das in Frankreich aufgewachsen ist. Nun zieht sie mit ihrer Sippe und einer befreundeten Familie nach England, da ihre Eltern dort ein Restaurant eröffnen wollen.
Kaum in England, stellt sie eine Veränderung an sich fest: Sie kann Flammen entstehen lassen!
Als dann noch ein komischer blauer Fleck auftaucht, weiht sie ihre Großmutter ein und wird fast umgehauen von neuen Ereignissen, die es mit diesem Mal auf ihrer Haut auf sich hat …
Ihre Großmutter kommt aus einer Parallelwelt mit Namen Edefia und ist eine Huldvolle, die man auch als Königin bezeichnen könnte. Durch dieses besondere Zeichen auf ihrem Körper steht fest, dass Oksa die nächste Huldvolle werden wird.
Und so muss sie nun neue Fähigkeiten erkennen und lernen, sie anzuwenden.
Während sie mit diesen neuen Kenntnissen immer besser zurecht kommt und mit ihren Begabungen richtig umgehen lernt, gibt es an ihrer Schule einen Lehrer, der es besonders auf sie abgesehen hat.
Anfangs wurde der Pädagoge von Oksa einfach ignoriert, da sie ja für weitaus Wichtigeres bestimmt ist, als sich mit einer Lehrkraft herumzuärgern. Doch dieser findet immer wieder neue Methoden, um sie und ihren besten Freund Gus herauszufordern, bis Oksa irgendwann der Kragen platzt!

Von Anfang an war ich von Oksa und ihrer Geschichte gefesselt. Nur als sie von Edefia erfuhr und ich Bekanntschaft mit den ersten Anderswesen machte, war mein erster Gedanke: abgedreht und kindisch, selbst für Fantasy!
Aber nach dem ersten und zweiten skeptischen Blick meinerseits, las ich weiter, denn die Geschichte fesselte mich doch zu sehr, als dass ich durch ein paar seltsam benannte Wesen meine Finger von dem Buch hätte lassen können.

Trotz der fesselnden Handlung ist das ganze Geschehen leider etwas zu oberflächlich gehalten, was daran liegen mag, dass es fast durchweg nur um Oksas „Ausbildung“ zur Huldvollen geht und sich ansonsten kaum ein spannender Handlungsstrang herausbildet. Zwischendurch gibt es dramatische und auch teils traurige Augenblicke, aber die waren, zu meinem persönlichen Leidwesen, immer sehr kurz.
So entwickelte sich kein richtiger Spannungsbogen, da Oksas „Lehre“ im Vordergrund stand, und sich der Roman dadurch wie ein Stundenplan las, bei dem man abhaken konnte, was sie wieder neues erlernt hat, unterbrochen durch ein paar teils dramatische Szenen.
Durch diese Vorbereitung auf Edefia lernte ich Oksa sehr gut kennen, aber ich wurde nie ganz warm mit ihr.
Eine Grundspannung war trotzdem immer vorhanden, da ich ständig mit Oksa mitfieberte, wenn sie etwas neues entdeckte oder lernte. Und durch dramatische Ereignisse, die zwischendurch geschahen, schwoll die Spannung zumindest ab und zu etwas an.
Leider war das Ende etwas zu abrupt. Aber andererseits macht es dadurch umso mehr Lust auf den nächsten Teil, der hoffentlich sehr bald kommt.

Der Roman erstaunte mich immer mehr, je weiter ich in Oksas Welt eintauchte. Die Autorinnen haben einen wunderschönes Werk erschaffen mit viel Fantasy und manch einem Mädchentraum!
Alle Figuren und Wesen wurden sehr gut vorgestellt, sodass ich mir von jedem Einzelnen ein Bild machen konnte. Nur bei den fantastischen Geschöpfen war es manchmal etwas schwer, da es einfach zu viele waren. Aber das bremste meinen Lesefluss nicht im Geringsten.
Der Schreibstil ist für Jugendliche angemessen und sehr einfach gehalten. Die Sätze sind nicht zu lang und nicht mit vielen Nebensätzen verschachtelt.

Fazit:
Ein schöner Fantasieroman für die jüngere Leserschaft, aber auch für den ein oder anderen Erwachsenen!
Die Oksamaniac hat mich nun auch ihren Bann gezogen. Ich gebe diesem Werk vier Sterne und freue mich schon auf den nächsten Teil.

Vielen Dank an den Oetinger Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
©  Tikvas Schmöckertruhe 8.2.2011
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

Zuwachs 8.2.2011

Dieses Buch hab ich mir von dem Weltbildgutschein, den ich von meiner Freundin zum Geburtstag bekommen habe, geleistet *g*

 

Michelle Harrison – Elfenseele II – Zwischen den Nebeln

Titel: Elfenseele – Zwischen den Nebeln
Autor: Harrison, Michelle
Originaltitel: Thirteen Curses
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen: 15. Februar 2010
ISBN-10: 3785567308
ISBN-13: 978-3785567302
Seitenzahl: 542
Einband: Hardcover
Serie: Elfenseele II
Preis: 17,90 €
Empfohlenes Alter: 12 – 13 Jahre

Rezensionsexemplar

 

Autorenportrait:

Michelle Harrison, geboren 1979, studierte Illustration in Staffordshire und entdeckte dort ihre Liebe zum Kinderbuch. Nach verschiedenen Stationen im Buchhandel ist sie heute als Lektorin in einem Verlag tätig und betreut dort den Bereich der Kinderliteratur. Ihr Debüt „Elfenseele“ erschien 2009 in mehreren Sprachen. Sie hat den Waterstone’s Children’s Book Prize 2009 gewonnen und ist 2010 für den Manchester Book Award nominiert.
Quelle: Amazon

 

Inhalt:

Endlich ist es Red gelungen, einen Weg ins Elfenreich zu finden. Sie will ihren Bruder James befreien, der als Baby von Feen entführt wurde. Auf ihrem Weg zum Königshof der Elfen begegnen ihr Gefahren, wie sie sie in ihren schlimmsten Albträumen nicht gesehen hat, doch sie findet auch Verbündete, wo sie sie am wenigsten vermutet.
Aber James‘ Freiheit hat ihren Preis: Red lässt sich auf einen Handel mit dem König der Elfen ein, der sie das Leben kosten könnte. Gemeinsam mit ihren Freunden Tanya und Fabian macht sie sich in der Menschenwelt auf eine gefährliche Suche. Sie ahnt nicht, dass der König ihr eine Falle gestellt hat, der sie nicht entrinnen kann.
Quelle: Loewe Verlag

 

Meine Meinung:

Der Einband ist, wie beim ersten Band, schön gestaltet. Auf dem Cover ist ein Mädchengesicht mit blauen Augen zu sehen. Blätter und Zweige, die von zartem Weißrosa bis zu angenehmen Lilatönen gehalten sind, umringen ihr Gesicht.
Im Vordergrund, in einer schönen, geschwungenen, weißen Schrift, steht das Wort „Elfenseele“. Darunter, in dunklem Lila gehalten, der Titel „Zwischen den Nebeln“.

Dieser Roman ist ein wunderschönes Jugendbuch, das auf den ersten Teil „Hinter dem Augenblick“ aufbaut. Empfehlenswert für junge Mädchen ab zwölf Jahren.
Während im ersten Band das Mädchen Tanya die Protagonistin war, ist es in diesem nun Rowan Fox, kurz Red genannt. Sie will ins Reich der Elfen, um ihren Bruder James zu finden.
Das Buch knüpft direkt an den ersten Band an. Während Tanja von einem „Fluch“, der sie ins Elfenreich gerissen hätte, befreit wurde, nimmt Red ihn freiwillig an, mit einem einzigen Ziel vor Augen: James zu retten!
Kaum ist Red im Elfenreich gelandet, kommen die ersten Schwierigkeiten auf sie zu. Während sie in einer Situation eine ganze Weile fast nur ausharren und abwarten kann, wird ihre Geschichte, wie sie Waise wurde und was mit ihrem Bruder geschah, erzählt.
Eine ergreifende Geschichte, die immer wieder unterbrochen wurde von den aktuellen Ereignissen in Reds Gegenwart und von Tanya und ihren Freunden in der normalen Welt.

Durch unvorhergesehene Hilfe kommt Red dann endlich bis vor den Elfenkönig.
Dieser stellt sie vor eine Prüfung. Erst wenn sie diese erfüllt hat, darf sie ihren Bruder aus dem Elfenreich befreien. Doch diese Aufgabe ist nicht einfach und sie kann sie nur mit der Hilfe ihrer Freunde Tanya und Fabian lösen. Diese Mission hat etwas mit den dreizehn Schätzen der Elfen zu tun und wird von Gegenstand zu Gegenstand immer schwerer zu lösen und teilweise sogar lebensgefährlich …
Ob Red ihren Bruder je wiedersehen wird?

Leider kam während Reds Geschichte keinerlei Spannung auf, weswegen die erste Hälfte des Buches nur so dahin plätscherte. Allerdings wurde mir Red dadurch gut vorgestellt und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren.
Erst ab der zweiten Hälfte des Romans ging es dann endlich darum, was in der Inhaltsangabe geschildert wird.
Die Suche und das Aufspüren dieser Schätze wurde sehr gut beschrieben, jedes wichtige Detail wurde von der Autorin gut hervorgehoben.
Durch die ansteigende Gefährlichkeit ihrer Aufgaben stieg auch die Spannung und wenige Male wurde es sogar richtig dramatisch!

Wie im ersten Band waren die Kapitel zwar nur durchnummeriert, aber jeder Anfangsbuchstabe wurde sehr groß hervorgehoben und mit süßen kleinen Verzierungen versehen, wie z. B. einem Buch oder einem Fuchs.
Nur die Kapitel, bei denen es um Reds Vergangenheit ging, wurden lediglich durch Nummern gekennzeichnet. Dadurch wusste ich sofort, dass es wieder einen Zeitsprung gibt.
Auch wurden die Kapitel stellenweise durch Absätze etwas aufgeteilt. Dies wurde ebenfalls schön durch eine kleine Zeichnung hervorgehoben.

Fazit:
Auch der zweite Teil der Serie „Elfenseele“ konnte mich wieder überzeugen, sodass ich wissen möchte, wie es mit Tanya, Red und Fabian weitergeht und was im nächsten Band geschieht.
Ich vergebe vier Sterne.

Reihenfolge von Elfenseele:
1. Hinter dem Augenblick
2. Zwischen den Nebeln

Vielen Dank an den Loewe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
©  Tikvas Schmöckertruhe
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Gewinn vom 3.2.2011 …

… für ene Leserunde *freu*