Suzanne Collins – Die Tribute von Panem 1 – Tödliche Spiele

Titel: Die Tribute von Panem 1: Tödliche Spiele
Autor: Collins, Suzanne
Verlag: Oetinger
ISBN: 3789132187
Seitenzahl: 415
Einband: Hardcover
Originaltitel: The Hunger Games 1. The Hunger Games
Serie: Die Tribute von Panem 1

Autorenportrait:

An das Jahr 2003 wird sich die Amerikanerin Suzanne Collins sicher gern erinnern. Damals erschien „Gregor und die graue Prophezeiung“, ihr erster Roman für Kinder und Jugendliche. Die Geschichte des New Yorker Jungen, der unter der Stadt das Reich der Unterländer entdeckt, faszinierte sowohl junge als auch erwachsene Leser, und das Buch schoss in die Bestsellerlisten. Schon vorher hatte die 1962 in New Jersey geborene Autorin Drehbücher für preisgekrönte Kinderserien im amerikanischen Fernsehen geschrieben. Mittlerweile sind weitere „Gregor“-Bücher erschienen und auch das Nachfolgebuchprojekt, „Die Tribute von Panem“, wurde hochgelobt und in Deutschland 2010 für den „Jugendliteraturpreis“ nominiert. Suzanne Collins lebt mit ihrer Familie und einigen Katzen in Connecticut.
Quelle: Amazon

Inhalt:

Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln – was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben?
Eine faszinierende Gesellschaftsutopie über eine unsterbliche Liebe und tödliche Gefahren, hinreißend gefühlvoll und super spannend.
Quelle: Oetinger Verlag

Meine Meinung:

In einer Zeit, in der es keine Länder und Staaten mehr gibt, sondern nur noch ein Regime „das Kapitol“, lebt die sechzehnjährige Katniss. Dort wurde das Land in 12 Distrikte aufgeteilt. In den meisten dieser Distrikten herrscht Hungersnot und Armut. Als wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es jedes Jahr die „Hungerspiele“, bei dem aus allen 12 Gebieten zwei Tribute, ein Mädchen und ein Junge, gewählt werden, um in einer Arena gegeneinander zu kämpfen. Zum Schluss darf nur noch ein Kandidat übrig bleiben …

Von Anfang an wurde mir klar, das dass Kapitol schrecklich grausam ist. Ein Regime, dass seine Bürger klein hält, hungern und sogar verhungern lässt und selbst das letzte an Kraft und Energie aus ihnen herauspresst. Das wurde von der Autorin sehr gut dargestellt.
Als Dank dafür müssen sie jedes Jahr ein fest „feiern“ bei dem in jedem Bezirk zwei Kinder geopfert werden, die bei tödlichen Spielen ihr Leben verlieren. Und das Kapitol ergötzt sich auch noch daran!

Aus Katniss Sicht wurde mir ihr Dasein in Distrikt 12 geschildert, was sie schon alles durchmachen musste und was für ein schweres Leben sie und ihre Familie haben. Ich konnte von Anfang an eine Verbindung zu ihr herstellen.
Aber auch Peeta mochte ich von Beginn an, als dieser auf der Bildfläche erschien.
Nachdem ich von Katniss erfuhr, was Peeta früher einmal für sie getan hatte, mochte ich ihn noch mehr. Darum fand ich es traurig, dass sie ihm gegenüber immer so abweisend reagierte.
Denn Katniss schürte immer ihr Misstrauen auf Peeta, wenn dieser besonders freundlich und nett zu ihr war. Sie sah in ihm nur einen weiteren Konkurrenten, was ich sehr schade fand.
Aber als etwas, zumindest für mich sichtbar, zwischen Peeta und immer deutlicher wurde, und sie es partout nicht begriff vor lauter Selbstschutz, hätte ich sie am liebsten kräftig geschüttelt.

Wenn es um Nahrungsmittel und Essen ging, wurden diese immer sehr genau von Katniss beschrieben. Dadurch wurde mir ihr armes Dasein sehr gut vor Augen geführt. Auch das hatte die Autorin klasse gemacht!
Zwischendurch hatte Katniss oft kurze Tagträume, in denen sie sich an bestimmte Momente mit ihrem verstorbenen Vater, ihrem besten Freund Gale oder an Augenblicke erinnerte, bei denen es um ihren direkten Konkurrenten ging.

Wie die Spiele genau aussehen und was dort alles passierte und gemacht werden durfte, verrate ich natürlich nicht. Aber eines verrate ich doch: Die Zeit, in der sie gelernt hatte im Wald zu jagen, half ihr in der Arena ungemein.
Von ihrem starken Überlebenswillen war ich von Beginn an begeistert.
Katniss‘ versuch, jeden Tag aufs Neue, sich ohne Waffen Nahrung zu beschaffen, Wasser zu finden und dabei nicht den anderen Tributen über den Weg zu laufen, wurde sehr spannend geschildert.
Die raueren und eher blutigen Szenen wurden meiner Meinung nach gut beschrieben, um mir zu zeigen, dass es tödlich endet, aber wurden nicht brutal dargestellt.
Gerade die Phase, als Katniss in der Arena war, gab es immer wieder Momente, die starke Emotionen enthielten. Ich fieberte mit ihr, leidete mit und konnte meistens nur ungläubig den Kopf schütteln über ihren Instinkt und den Drang zu überleben.

An dem einfachen Schreibstil wurde mir sofort klar, dass es sich um ein Jugendbuch handeln muss. Doch durch das schriftliche Können der Autorin wurde auch ich mit Mitte zwanzig von dem Roman gefesselt.
Von Anfang an konnte ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen und so hatte ich es ziemlich zügig durch.
Die Geschichte wurde in Ichform erzählt, sodass man zwar nur die Ereignisse aus Katniss Sicht erleben durfte, dafür aber auch an ihren Gedanken und Träumen teilhaben durfte.
Einen großen Minuspunkt gibt es allerdings für die Gegenwartsform des Romans. Mit dieser kam ich einfach nicht klar. Für das und ein recht unharmonisches Ende gibt es leider einen Stern Abzug.

Fazit:
Für mich eindeutig ein toller Abenteuerroman, der für jung und alt geeignet ist.
Ich vergebe vier von fünf Sterne!


Die Tribute von Panem-Trilogie:
1. Tödliche Spiele
2. Gefährliche Liebe
3. Flammender Zorn (2011)

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 12.11.2010

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