Tanya Carpenter – Ruf des Blutes 2 – Engelstränen

Titel: Ruf des Blutes 2: Engelstränen
Autor: Carpenter, Tanya
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 3940235199
Seitenzahl: 214
Einband: Broschiert
Serie: Ruf des Blutes 2

Autorenportrait:

Tanya Carpenter, gelernte Bankkauffrau, arbeitet als Vertriebsassistentin, wenn sie nicht ihrer wahren Berufung, dem Schreiben, nachgeht. Sie hat mittlerweile drei Romane der „Ruf des Blutes“-Serie veröffentlicht und schreibt darüber hinaus Gedichte und Kurzgeschichten.
Quelle: Amazon.de

Klappentext:

Melissa Ravenwood ist nun ein Vampir. Doch ihre Seele leidet und selbst Armand ist machtlos gegen ihren Schmerz. Darum begibt sie sich in die Obhut des Lords Lucien von Memphis, um mit seiner Hilfe ihre menschliche Seite zu verlieren und ihre neue Natur als Vampir zu akzeptieren. Nicht ahnend, dass sie damit den bedrohlichen Visionen, die sie seit ihrer Wandlung quälen, den Weg bereitet.

In Miami heftet er sich an ihre Fersen – ein Dämon mit einem Herz so schwarz wie die Finsternis. Kurz darauf verwandeln sich Flüsse und Meere in Blut. Melissa muss die Ursache herausfinden und das Vorhaben ihres Widersachers vereiteln, sonst droht der Welt die ewige Nacht.

Meine Meinung:

Diesen zweiten Teil der „Ruf des Blutes“ – Serie durfte ich bei einer autorenbegleitenden Leserunde genießen.
Da ich den ersten Band Anfang des Jahres gelesen hatte, wusste ich glücklicherweise noch einige Bruchstücke, weswegen ich gleich zu Anfang gut in die Geschichte fand.
Melissa, die Protagonistin, wurde in einen Vampir verwandelt und gewöhnte sich nun an ihren „neuen“ Körper. Doch trotz Armands aufrichtiger Liebe zu ihr und ihrer Arbeit im Ashera-Orden bleibt sie innerlich ständig unruhig, weiß nicht mehr, wo sie eigentlich hingehört.
Diese Unruhe und ihre Zerrissenheit wurden sehr gut beschrieben. Ich konnte richtig mit ihr fühlen.

Und so folgt sie schließlich dem Ruf des Lords, dem sie, wie auch Armand, als Vampir untersteht. Durch die Schule bei Lucien bekam Melissa, und dadurch auch ich, die Geschichte über die Ursprünge der Vampire zu lesen.
Lord Lucien führte sie nach und nach in ihr neues „ich“ ein und lehrte sie, mit ihrem inneren Dämon zurecht zu kommen.
Da sie jedoch ihre Menschlichkeit nicht ganz aufgeben will, werden manche Belehrungen schmerzhaft – für ihren Körper und ihre Seele.
Dabei wurden auch Visionen freigesetzt, mit denen sie sich dann das ganze Buch über beschäftigen musste.

Der gesamte Roman wirkte auf mich richtig düster, was mir ab und an eine Gänsehaut bescherte.
Vielleicht lag es an der mächtigen und ständigen Präsenz von Lucien, der in diesem Band alles an sich riss. Ihn durfte ich dadurch richtig kennen lernen, mit allen dunklen und manchen hellen Seiten.
Im ganzen Buch merkte ich, dass er auf etwas bestimmtes hinaus will, und dazu braucht er Melissa.
Sie hingegen ist vollauf damit beschäftigt, einen wahnsinnigem Vampir zu jagen, der durch sie an etwas gelangte, womit er die Welt verändern kann …

Immer wieder geriet sie in Situationen, die sie in missliche Lagen brachte. Wie auch schon im ersten Teil der Serie haderte ich mit ihr und konnte manche Dinge, die sie tat, einfach nicht verstehen. Ich glaube allerdings, genau das wollte die Autorin bezwecken.
Auch die Lycaner bekamen in diesem Roman eine kleine Rolle, was mich sehr freute. Seit einiger Zeit sind mir nämlich allgemein die Werwölfe ans Herz gewachsen.

Dazu war Melissa zwischen zwei Männern hin- und hergerissen. Auf der einen Seite liebt sie Armand aus tiefstem Herzen, wie ein Mensch es tut, und auf der anderen Seite fühlte sie sich ununterbrochen von Lucien angezogen. Sie konnte sich ihm nie widersetzen.
Dieses „Tauziehen“ wurde sehr gut beschrieben.
Auch die Figuren, jede einzelne, die eine Rolle spielte, wurde genau dargestellt. Ich konnte mir von den wichtigsten Charakteren ein gutes Bild machen.
Nur Armand kam in diesem Teil etwas zu kurz. Er war dieses Mal nur eine Randfigur, der Botenjunge und Bodyguard für Melissa, mehr leider nicht. In diesem Roman wirkte er auf mich richtig farblos.

Tanya Carpenter konnte die verschiedenen Stimmungen einfach wundervoll anschaulich und gefühlvoll darstellen.

Der Schreibstil war flüssig und ich konnte eine Verbesserung der Autorin herauslesen, was mich ungemein für sie freut!
Die Kapitel sind unterschiedlich lang. Meistens waren sie durch Absätze etwas aufgelockert und allein Melissas Sicht wurde in der Ichform erzählt. Doch auch andere Blickwinkel bekam ich zu lesen, so hatte ich immer einen allumfassenden Blick.
Da ich das Sieben-Verlag-Format besitze, kann ich sagen, das dieses gut in der Hand lag. Nur die kleine Schrift war auf Dauer etwas anstrengend.

Fazit:
Für diesen gelungenen zweiten Teil der „Ruf des Blutes“ – Serie vergebe ich fünf volle Sterne.
Weiter so Tanya Carpenter!

Ruf des Blutes:
1. Tochter der Dunkelheit (September 2007)
2. Engelstränen (Mai 2008)
3. Dämonenring (April 2009)
4. Unschuldsblut  (Mai 2010)
5. Erbin der Nacht (Mai 2011)

© haTikva – Nethas Schmökerkiste 18.10.2010

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Eine Antwort zu “Tanya Carpenter – Ruf des Blutes 2 – Engelstränen

  1. Danke für die Empfehlung. Ich kenne ja nur John Carpenter, aber da dieser ein Garant für gute Filme aus dem Genre ist, hat die Autorin ihren Namen gut gewählt. 😉

    Werd’s mir mal ansehen.

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