Monatsarchiv: September 2010

SUB ~ August 2010

~A~

* adrian, lara

– (5.) gefährtin der schatten

– (6.) gesandte des zwilichts

– (7.) gezeichnete des schicksals

* apodaca, jennifer – tödliches vorspiel

* adler-olsen, jussi – erbarmen

* andrews, ilona – stadt der finsternis 2

* anlauff, christine – katzengold

~B~

* brown, dan – (3.) das verlorene symbol

~C~

* carpenter, tanya

– (2.) engelstränen

– (3.) dämonenring

~D~

* deaver, jeffrey – die menschenleserin

* dirks, kerstin – wolfsängerin

* dorn, wulf

– trigger

– kalte stille

~E~

erfmeyer, klaus – endstadium

~F~

fitzek, sebastian

– splitter

– der augensammler

~G~

* gerritsen, tess

– (3.) todsünde

– (6.) blutmale

– (7.) grabkammer

* gibson, rachel

– das muß liebe sein

– gut geküsst ist halb gewonnen

* gunschera, andrea – engelsbrut

~H~

* henke, helene – die schattenpforte

* hurwitz, gregg – die meute

* hamilton, laurell k. – bittersüsse tode

* harris, charlaine – ein vampir für alle fälle

* handeland, lori

– wolfsbann

– wolfspfade

~I~

* imbsweiler, marcus – butenschön

~J~

james, peter – so gut wie tod

~K~

* klüpfer/kobr – (4.) laienspiel

* korte, lea – die nonne mit dem schwert

* krock, jeanine – flügelschlag

* krug, michael – bahnhofsmission

~L~

* larsson, stieg – (3.) vergebung

~M~

* mcfadyen, cody – (4.) ausgelöscht

* mooney, chris – enemy

* macalister, katie – dragon love 1

~N~

* nykanen, mark – totenstarre

~O~

~P~

* phillips, carly – (3.) für eine nacht

* patterson, james

– (3.) der 3. grad

– (14.) fire

* phillips, susan elizabeth

– ausgerchnet den?

– verliebt verrückt verheiratet

~Q~

~R~

* reichs, kathy – (4.) durch mark und bein

* roberts, nora – ein haus zum träumen

* robb, j.d.

– (25.) in liebe und tod

– (26.) sanft kommt der tod

* rausch, roman – tiepolos fehler

* raven, michelle

– ghostwalker: die spur der katze

– ghostwalker: pfad der träume

~S~

* singh, nalini

– (3.) eisige umarmung

– (2.) engelszorn

~T~

~U~

~V~

~W~

* ward, j.r. – fallen angel

– ewige liebe

– bruderkrieg

– mondspur

– dunkles erwachen

– menschenkind

– seelenjäger

– todesfluch

– blutlinien

– vampirträume

– racheengel

~X~

~Y~

~Z~

Christine Anlauff – Katzengold: Serrano ermittelt

Titel: Katzengold: Serrano ermittelt
Autor: Anlauff, Christine
Verlag: Kiepenheuer
ISBN: 3378006978
Seitenzahl: 407
Einband: Softcover

Autorenportrait:

Christine Anlauff, geb. 1971 in Potsdam, ist gelernte Buchhändlerin. Ihr erster Roman „Good morning, Lehnitz“ erschien 2005. Sie lebt und arbeitet in Potsdam und schreibt an Serranos und Liebermanns zweitem Fall.
Quelle: Aufbau Verlag

Klappentext:

Der Kommissar und der Kater

Vorhang auf für den Bullen aus Berlin und den König der Katzen: Kommissar Liebermann und Kater Serrano ermitteln auf eigene Faust und Pfote, um ihre verschollenen Herzensdamen aufzuspüren. Bald merken sie, dass sie die Fälle nur gemeinsam lösen können.

Ein warmherziger, komischer und sehr spannender Krimi im Schatten der königlichen Parks und Gemäuer von Sanssouci.

Meine Meinung:

Der Einband ist ein schönes Softcover, welches gut in der Hand liegt. Auf dem Titelbild ist eine Katze abgebildet, die auf dem zusammengeklappten Dach eines gelben Cabrios sitzt und an dem Leser vorbei schaut.
Das Cover und der Titel „Katzengold – Serrano ermittelt“ sowie der Klappentext ließen mich vermuten, dass es ein um einen richtigen Katzenkrimi handelt.

Kommissar Liebermann, eine Berliner Schnauze, nur leider ohne Dialekt, ist wegen seines Rückens krankgeschrieben. Und so kann er zwei Wochen auf die gemeinsame Tochter aufpassen, die mit ihrer Mutter in Potsdam wohnt.
Kaum ist der Kommissar eingetroffen und seine Exfrau in ihren Urlaub entschwunden, begegnet ihm ein Engel. Die Dame tritt zwar nur einen Augenblick in sein Leben, aber dieser Moment hat einen bleibenden Eindruck auf Liebermann hinterlassen …

Fast zur gleichen Zeit hat Kater Serrano, Herrscher über die Ossietzkystraße in Potsdam, mit seiner Angebeteten einen Streit. Sie verschwindet kurz darauf und taucht nicht mehr auf. Serrano sucht tagelang, aber seine Aurelia bleibt verschwunden.
Komischerweise bleibt sie unauffindbar, seit dieser komische Mann zum ersten mal in der Straße auftauchte, der plötzlich auf die kleine Miri aufpasste, während ihre Mutter für einige Zeit wegfuhr …

Für mich war der Roman mal eine ganz neue Art von Krimi.
Zwar ist dies nicht mein erster Krimi, in dem eine Katze mitermittelt, aber die Art und Weise, wie die Autorin mich durch das Buch führte, war einmalig!

Eigentlich bin ich in dem Glauben an den Roman herangegangen, dass Serrano und Liebermann zusammen gehören und von Anfang an gemeinsam ermitteln. Aber ich wurde schnell eines Besseren belehrt.
Die zwei können sich Anfangs überhaupt nicht leiden und Serrano dachte von diesem steifen Mann sogar das Allerschlimmste.
Erst im aufe des Buches kamen sie sich näher und begannen, einander so etwas wie vertrauen entgegen zu bringen.
Mit der Zeit konnten sie sich auch gegenseitig helfen, was teilweise sehr ulkig dargestellt wurde. Dadurch musste ich des öfteren grinsen oder schmunzeln.
Und so lösten sie zusammen, immer mehr mit Hilfe des anderen, zwei Vermisstenfälle.

Zu Beginn war es teilweise durch die Vielzahl der verschiedenen Figuren etwas verwirrend. Zudem wechselten die Sichtweisen nicht nur unter den Menschen. Auch durfte ich regelmäßig einen Enblick in die Katzenwelt haben, was teilweise sehr lustig wirkte.
Herrlich war auch, wie die Autorin Kleinigkeiten untermischte und sie so herausstechend beschrieb, ohne das es langweilig klang. Zudem musste ich oft lauthals lachen, da die Autorin Liebermann teilweise wirklich niedlich und etwas trottelig dargestellt hatte.
Jede wichtige Figur hatte ihre Macken und bekam so zum Teil ihre Spitznamen und wurde dementsprechend vorgestellt. Da die Autorin die Sichtweise der Katzen miteinbezog, kamen dabei auch recht merkwürdige und humorvolle Beschreibungen heraus.

Eine Spannung baute sich erst zum Schluss richtig auf, als eine Leiche auftauchte und Liebermann mit Serranos Hilfe auch eine Spur von der Vermissten findet.
Aber leider bekam ich bei diesem Krimi nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Mir dauerte es etwas zu lange, bis Mann und Kater sich näher kamen um gemeinsame Sache zu machen. Auch hatte ich gehofft, mehr aus Serranos Blickwinkel zu sehen.
So war es für mich ein leichter Krimi mit Katzenanhang. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der Roman hat sehr lange Kapitel die aber mit vielen Abschnitten durchzogen sind.
Der Schreibstil von Christine Anlauff ist angenehm zu lesen und beinhaltet regelmäßig etwas Humor. Zudem ist ihr Schreibstil flüssig und macht richtig Laune immer weiter zu lesen.

Trotz der kleinen Mängel gebe ich diesem Werk fünf volle Sterne.
Ich bin schon sehr auf den nächsten Krimi mit Liebermann und Serrano gespannt!

Katie MacAlister – Dragon Love 1 – Feuer und Flamme für einen Mann

Titel: Dragon Love 01: Feuer und Flamme für diesen Mann
Autor: MacAlister, Katie
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802581490
Seitenzahl: 331
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: You slay me (Aisling Grey)

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder Dialoge noch romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind über 24 Romane aus ihrer Feder erschienen, die regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten stürmen.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Die junge Amerikanerin Aisling Grey soll eine wertvolle Antiquität an eine Sammlerin in Paris liefern. Zu ihrem Entsetzen findet sie die Frau tot in ihrer Wohnung vor. Geheimnisvolle Zeichen weisen auf ein Verbrechen mit okkultem Hintergrund hin. Da taucht unvermutet ein gut aussehender Mann am Tatort auf, der sich als Drake Vireo von Interpol vorstellt. Aisling ist fasziniert von seiner Ausstrahlung, doch sie muss bald erfahren, dass der Schein trügt. Denn Drake gehört zu einem uralten Geschlecht von Drachen, die menschliche Gestalt annehmen können…

Meine Meinung:

Allein schon das Cover fand ich einfach zum Anbeißen. Vor blauem Hintergrund ist ein männlicher Oberkörper abgelichtet, der verziert ist mit einem Ganzkörper-Drachentattoo. Einfach wunderschön!
Im Vordergrund der Name des Autors, der Serienname und der Titel. Der Name der Reihe ist in Rot gehalten und etwas größer als der Name der Verfasserin und des Buchtitels.

Als Aisling Grey, eine Kurierin, ein wertvolles Artefakt in Paris seinem Besitzer übergeben möchte, gerät sie in einen Mordfall und endet als Hauptverdächtige, die die Stadt nicht verlassen darf.
Kurz vor ihrer Verhaftung durch die Polizei hatte sie eine Begegnung mit einem umwerfenden Mann, der angeblich bei Interpol angestellt ist. Dieser hielt ihr Vorträge über rituelle Zeremonien mit Dämonen, um ihr kurz vor seinem Verschwinden das Artefakt zu stehlen.
Bei der Polizei erfährt sie dann, dass es diesen Detective von Interpol gar nicht gibt und so wird sie für nicht ganz zurechnungsfähig gehalten.

Um ihre Unschuld zu beweisen und den Unbekannten namens Drake Vireo zu finden, klappert sie spezielle Geschäfte und Orte ab, die an Übernatürliches glauben und dies auch praktizieren.
Begleitet wird sie von einem ungemein netten Taxifahrer, der mir bis zum Schluss etwas suspekt blieb. Ab und zu steht ihr auch Amélie, eine „Heilerin“ und Besitzerin eines kleinen Kräuterladens, zur Seite.

Als Aisling sich entschließt, einen Dämon zu rufen, um diesen um Mithilfe zu bitten, begann der humorvolle Teil des Romans.
Sobald sie den Dämon, kurz Jim genannt, zum ersten Mal sieht, muss sie, wie auch ich, erst einmal lauthals lachen. Die darauf folgenden Dialoge zwischen den beiden waren jedes Mal aufs Neue einfach nur köstlich. Ich amüsierte mich durch das ganze Buch hindurch über ihre Gespräche.
Dazu kam noch, dass Jim kein „richtiger“ Dämon ist, ihm fehlen seine Kräfte. Das machte die Geschichte noch interessanter. Denn wofür einen Dämon beschwören, der helfen soll, wenn er die Fähigkeiten dafür nicht besitzt?

Da ich die Dark One-Reihe von Katie MacAlister schon kenne, war ich mit ihrer teilweise sehr lustigen Schreibweise schon vertraut.
Die Autorin schilderte, wie schon gewohnt, die Dialoge auf witzige Art und Weise und ließ mich in Aislings Welt, wie sie sie sieht, eintauchen.
Aber auch die Erotik kam dabei nicht zu kurz. Wenn es größtenteils auch nur Aislings Träume waren, so wurden diese prickelnd erzählt.
Durch den Mord kam natürlich auch eine gewisse Spannung auf, die sich aber eher im Hintergrund hielt und gleichbleibend war. Nur zum Schluss wurde es noch regelrecht dramatisch.

Leider erfuhr ich nur sehr wenig über den eigentlichen Drachen hinter dem Mann Drake. Die Beschreibungen werden, was den eigentlichen Grund des Buches betraf, sehr oberflächlich gehalten. Das trifft leider auch auf Aislings Begleiter zu.
Der Taxifahrer war für mich bis zum Ende ein Buch mit sieben Siegeln und die Heilerin kam leider nur sehr selten vor, war aber zum Schluss eine Stütze bei einem waghalsigen Vorhaben, das Aisling durchführte.
Allein über den Dämon wurde genauer berichtet. Was seine Optik anging, in gewissen Bereichen, sogar sehr genau, was mich des Öfteren schmunzeln ließ.
Aber vermutlich liegt das daran, dass es wohl in den Folgebänden mit der gleichen Protagonistin weitergeht und die Autorin sich Zeit lässt mit dem Vorstellen einzelner Charaktere.

Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und der Schreibstil fesselte mich von Beginn an.
Wie von Katie MacAlister mittlerweile gewohnt, ist der Roman aus der Sicht der Protagonistin in der Ichform verfasst.

Fazit:
Ein erneuter Beweis, dass die Autorin Katie MacAlister humorvolle Liebesromane schreiben kann.
Einen Stern Abzug gibt es leider trotzdem für das abrupte Ende.

Dragon Love-Reihe:
1. Feuer und Flamme für diesen Mann
2. Manche lieben’s heiß
3. Rendezvous am Höllentor
4. Höllische Hochzeitsglocken

Manfred Bomm – Kommissar Häberle 9 – Glasklar

Titel: Glasklar
Autor: Bomm, Manfred
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 3899777956
Seitenzahl: 470
Einband: Paperback

Rezensionsexenplar

Autorenportrait:

Manfred Bomm, geboren 1951, lebt in einer Kleinstadt am Fuße der Schwäbischen Alb. In seinen spannenden Kriminalromanen verarbeitet er seine langjährigen Erfahrungen als Lokaljournalist, Polizeireporter und Berichterstatter von Gerichtsverhandlungen.
Quelle: Gmeiner-Verlag

Klappentext:

Der Wasserberg am Rande der Schwäbischen Alb. Nach einer privaten Sonnwendfeier einer Gruppe ehemaliger Schulkameraden findet man einen der Gäste tot auf.
In den Verdacht geraten sowohl die früheren Mitschüler und der alte Lehrer des Ermordeten als auch deren Angehörige. Doch Kommissar Häberle findet heraus, dass in jener Sommernacht noch viele andere Menschen im Gelände unterwegs waren, die eine gemeinsame Vergangenheit mit dem Opfer haben …

Meine Meinung:

Es fängt mit einer Tat an, die anfangs völlig ungeklärt bleibt. Erst bei späteren Zeugenbefragungen kommt etwas zum Vorschein, das eventuell mit der Tat zusammenhängen könnte.
Vorrangig geht es um einen Mord auf dem Wasserberg, nicht weit von Göppingen entfernt, so dass Kommissar August Häberle, der Hauptprotagonist, von Anfang an mit von der Partie ist.

Die Abwechslung zwischen Zeugenbefragungen und Ereignissen ist, wie jedes Mal, ein voller Genuss; es kommt nie Langeweile auf. Auch wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, was noch mehr den Eindruck vermittelt, man sei mittendrin und voll dabei. Stück für Stück kommen Einzelheiten ans Tageslicht, mit denen man zu Beginn nicht unbedingt etwas anfangen kann. Aber zum Ende hin ergibt es ein überraschendes Ganzes.

Diesmal ist auch der Journalist Georg Sander aus Geislingen, der ein freundschaftliches Verhältnis zu Häberle pflegt, in die Sache verwickelt und das nicht nur als Reporter.
Bis zum Schluss kann man nicht eindeutig sagen, wer der Täter ist. Man hat zwar einen persönlichen Verdächtigen, aber am Ende passt doch keiner.

Der Autor schafft es wieder einmal, aktuelle Themen einfließen zu lassen und diese auch dementsprechend zu nutzen. Er beschreibt so undurchsichtige Handlungsstränge und lässt immer wieder eine unvorhersehbare Bombe platzen. Einfach klasse! Auch die Umgebung ist wieder sehr gut beschrieben und wenn man ein Ortskundiger ist, kann man die Handlungen im Geiste regelrecht mitverfolgen.
Nicht zu vergessen, auch die Charaktere sind gut beschrieben. Im Laufe der Geschichte werden immer wieder Erklärungen oder Beschreibungen zu den Charakteren eingestreut, die einem die einzelnen Personen näher bringen.

Manfred Bomm wird von Krimi zu Krimi immer besser!
Ich persönlich, habe diesen Fall von Kommissar Häberle regelrecht aufgesaugt.

Schade fand ich jedoch, dass das Buch etwas größer ist und eine anderes Layout hat, als die ersten acht Bände.

Fazit:
Ein durch und durch guter Krimi, dem es an nichts fehlt. Hoffentlich lässt der nächste Fall nicht zu lange auf sich warten.
Fünf von fünf Sternchen!

(13.2.2009)

Jacquelyn Frank – Schattenwandler 3 – Elijah

Titel: Schattenwandler 03. Elijah
Autor: Frank, Jacquelyn
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582381
Seitenzahl: 399
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: The Nightwalkers 02 Elijah

Autorenportrait:

Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.
Quelle: Egmont LYX-Verlag

Klappentext:

Noch nie hat der mächtige Krieger Elijah eine Schlacht verloren – bis er evon Nekromanten in eine Falle gelockt wird. Ausgerechnet die verführerische Siena, Königin der Lykanthropen, rettet ihn von dem sicheren Tod.
Obwohl Elijah von brennender Leidenschaft zu ihr erfasst wird, will er sich vor der einstigen Feindin keine Blöße geben. Doch der Gefahr, die ihren beiden Völkern droht, können sie nur gemeinsam begegnen …

Meine Meinung:

Elijah, der Heerführer des Dämonenkönigs, wurde in eine Falle gelockt, schwer verwundet und seine Kräfte wurden immer weniger. Doch kurz bevor ihm seine Feinde den Todesstoß geben konnten, wurde er überraschenderweise gerettet. Und seine Retterin war niemand anderes als Siena, die Königin der Lykanthropen!
Sie konnte ihn in Sicherheit bringen und kümmerte sich rührend um ihn.
Während seiner Genesung kamen die zwei sich dadurch näher als beabsichtigt und die darauffolgenden Erkenntnisse waren für die Königin nicht annehmbar. Doch sie sind nun mal aufeinander geprägt und die äußerlichen Veränderungen, die in Siena und Elijah vorgingen, waren nur der Anfang …

Dass es vordergründig um den Heerführer und die Lykanthropenkönigin geht, wurde mir sofort klar.
Aber auch die Protagonisten der ersten beiden Bände wurden wieder sehr gefühlvoll in die Liebesgeschichte eingebunden und hatten ihre wichtigen Rollen.
So hatte ich auch immer das Gefühl, dass ich inmitten einer großen Familie bin, die sich gegenseitig umsorgten, wie man es sich bei einer Großfamilie vorstellen könnte.
Jacquelyn Frank schaffte eine familiäre Stimmung, die mir gut gefiel und in der ich mich von Anfang an geborgen fühlte. Ich konnte mir manche Situationen sehr plastisch vorstellen und der Schlagabtausch zwischen den Protagonisten waren hier, wie auch in den Bänden zuvor, wieder witzig und lockerten die erotische Anspannung, die sich durch das ganze Buch zog, etwas auf.
Diese Spannung konnte ich teilweise fast greifen, als so spürbar empfand ich sie. Die Autorin hat eine einfühlsame und warme Art, diese Ereignisse zu beschreiben.

Die Darstellung aller wichtigen Figuren war sehr liebevoll gehalten und ich konnte mir von jedem Einzelnen ein genaues Bild machen. Und auch die Liebeszenen zwischen anderen Figuren wurden sehr gefühlvoll beschrieben.
Da es sich in diesem Band um die Lykanthropen drehte, bekam ich einen guten Einblick in ihre Lebensform und ihre Kultur. Besonders aber die Ansicht, wie das Leben der Königin ablief, war sehr interessant.

Zum Schluss trat dann noch ein Kampf in den Vordergrund, der durch einen Verrat entstand. Ein Treuebruch, der in den eigenen Reihen der Dämonen stattfand und im zweiten Buch angekündigt wurde.

Nun steht im nächsten oder übernächsten Band eine Schlacht bevor, die mit der Zeit alle Gestalt- und Schattenwandler betreffen wird und so müssen Dämonen, Lykanthropen und auch Vampire zusammen halten. Auch wenn das nicht immer leicht ist und es mit Sicherheit leicht zu Missverständnissen kommen wird.
Der Gegner, die Nekromanten werden immer stärker, nicht zuletzt durch die Kraft und das Wissen von Verrätern der Schattenwandler.
Dieser Roman endete mit einer Drohung des Feindes, die mich jetzt ganz gespannt auf den nächsten Teil macht.

Da es sich hierbei um eine Serie handelt, würde ich empfehlen, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da sie aufeinander aufbauen und die Charaktere sich weiterentwickeln.
Ich vergebe diesem dritten Band über die Schattenwandler die volle Punktzahl und mache es zu meinem Highlight des Monats!

Bisher erschienen:
1. Jacob
2. Gideon
3. Elijah
4. Damien (in Vorbereitung)
5. Noah (noch nicht übersetzt)

15.4.2010

Bemerkung: Rezensionsexemplar von Egmont Lyx! Vielen Dank hierfür!

Frank, Jacquelyn – Schattenwandler 2 – Gideon

Titel: Schattenwandler 02. Gideon
Autor: Frank, Jacquelyn
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582373
Seitenzahl: 351
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: The Nightwalkers 02 Gideon

Autorenportrait:

Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Seit tausend Jahren dient der Schattenwandler Gideon seinem Volk als Heiler und wurde stets für seine Weisheit und Besonnenheit geachtet. Doch er verfiel Magdalegna, der Schwester des Dämonenkönigs, und bedrängte sie mit seiner Leidenschaft. Beschämt über seinen Mangel an Beherrschung zog sich Gideon von seinem Volk zurück. Als jedoch Nekromanten Magdalegnas Leben bedrohen, muss Gideon erneut ihr Vertrauen gewinnen, um sie und sein Volk zu retten …

Meine Meinung:

In diesem Band geht es um Magdalegna, die Schwester des Dämonenkönigs und Ältesten ihrer Rasse: Gideon dem Heiler.
Durch eine Entfremdung, die Jahre zurückliegt, werden ausgerechnet diese beiden aufeinander geprägt, was fast unglaublich ist. Doch durch einen Vorfall aus dem vorigen Band, begegneten sie sich wieder. Und die daraus entstandene Nähe brachte diese Fügung mit sich.

Mit dieser Prägung kommen nun einige Veränderungen auf Legna und Gideon zu, die sehr schön und anschaulich beschrieben werden. Für mich war das Miterleben dieser Wandlung äußerst interessant und ich fühlte mich mitten im Geschehen.
Die Autorin hat die Prägung, in der es um zwei Liebende geht, die nun zu ewigen Lebenspartnern werden und alles miteinander teilen, gut beschrieben. Diese Entwicklung lässt sich nicht widerrufen und kann nicht beeinflusst werden. Sie ist bindender als eine Ehe es jemals sein kann.
Besonders die Gefühle und Fähigkeiten sind anschaulich und phantastisch dargestellt. Und auch die Verschmelzung von Gideon und Legnas Gedanken, die in Kursivschrift gehalten sind, ist in meinen Augen wunderbar beschrieben.

Während Gideon und Legna sich einander näher kommen, geschehen unheilvolle Dinge im Dämonenreich. Durch diese Gefahr wird es nicht nur zur Angelegenheit der Dämonen, sondern nun werden auch die Vampire und Lykanthropen einbezogen.
So bekommt man nun auch Einblicke in die Welt dieser Wesen und ich habe das Gefühl, man wird von den Schattenwesen in den weiteren Bänden noch einiges erfahren.

Man sollte diese Serie von Beginn an lesen, da Figuren aus dem ersten Band auch in diesem Teil auftauchen und sich gemeinsam mit den aktuellen Charakteren weiterentwickeln.
Die Figuren werden auch richtig in die Handlung eingebunden und man darf aus der Vogelperspektive ab und an bei den ersten Protagonisten vorbeischauen. Zumal eine dieser Figuren eine ausschlaggebende Rolle in dieser Handlung hat.
Zum Ende hin baut sich durch eine übergreifende Gefahr für alle Wesen eine richtige Spannung auf. Das Zusammenstehen der Lykanthropen und Schattenwandler ist hervorragend geschildert und die ein oder andere Szene ließ mich erahnen, was im dritten Band folgen könnte.

Die Autorin schreibt wieder einmal sehr emotionsgeladen.
Sie schafft es perfekt, die Gefühle der Protagonisten in Worte zu packen und im richtigen Moment von einer Sicht zur anderen zu wechseln.
Auch zum Schmunzeln gab es ein paar Augenblicke und die erotischen Szenen sind liebevoll beschrieben.

Fazit:

Dieser zweite Teil der Schattenwandler steht dem ersten in nichts nach!
Ich vergebe die volle Punktzahl, fünf Sterne plus ein Extrasternchen.

Bisher erschienen:
1. Jacob
2. Gideon
3. Elijah
4. Damien (in Vorbereitung)
5. Noah (noch nicht übersetzt)

4.1.2010

Jacquelyn Frank – Schattenwandler 1 – Jacob

Titel: Schattenwandler 01. Jacob
Autor: Frank, Jacquelyn
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 3802582365
Seitenzahl: 375
Einband: Klappbroschur
Originaltitel: The Nightwalkers 01 Jacob

Autorenportrait:

Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute mit ihren Katzen in einem großen Haus in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.
Quelle: Egmont LYX Verlag

Klappentext:

Seit Anbeginn der Zeiten gibt es die geheimnisvollen Schattenwandler. Die Liebe zu Sterblichen ist ihnen verboten, und ein Mann wacht darüber, dass dieses Gesetz niemals gebrochen wird: Jacob. Jahrhundertelang widersteht er jeglicher Versuchung. Doch als er die schöne Bibliothekarin Isabella rettet, flammt ein Begehren in ihm auf, das er nie zuvor gekannt hat. Und nun ist es Jacob selbst, der das eherne Gesetz der Schattenwandler bricht.

Meine Meinung:

Der Mond hat eine starke erotische Wirkung auf Schattenwandler. In dieser Zeit wollen sie sich mit Menschen paaren, was deren Tod bedeuteten würde. Denn dann käme das innere Monster der Schattenwandler zum Vorschein und durch die animalischen Triebe während des Liebesaktes würde der Dämon hervorbrechen.
Schattenwandler sind nicht transformierte Dämonen. Solange sie in diesem Zustand sind, muss Jacob, der Vollstrecker, aufpassen, dass sie keinem Menschen zu nahe kommen. Kommt es doch mal vor, müsste er sie maßregeln. Sollten die Schattenwandler doch zu Dämonen werden, müsste Jacob sie jagen und töten. Dies ist seine Aufgabe!

Als Jacob hinter einem transformierten Dämon her ist, trifft er durch Zufall auf die menschliche Isabella. Und vom ersten Augenblick an spüren sie, dass sie nicht mehr ohne den anderen weiterleben können. Aber Jacob hat eine Pflicht, die er niemals vergessen darf, und auch er hat ein Monster in sich, das er immer im Zaum halten muss …

Die Bibliothekarin Isabella ist vom Mond fasziniert, hat das Gefühl, von ihm angezogen zu werden. Hat das eine Bedeutung?
Die erste Situation, die sie mit Jacob gemeinsam durchlebt, ist auch nicht von schlechten Eltern. Für einen normalen Menschen nicht auszuhalten, was Jacob sehr zu denken gibt. Wer ist Isabella wirklich?

Im Laufe des Buches scheint Isabella sich weiter zu entwickeln und die Welt der Dämonen immer besser zu verstehen.
Für mich waren manche Situationen dieser Entfaltung einen großen Lacher wert und ich hatte einige Gelegenheiten, meiner Heiterkeit freien Lauf zu lassen. Vor allem sehr persönliche Entdeckungen an Isabella und auch, was zwischen ihr und Jacob für Entwicklungen passieren, fand ich schön beschrieben.
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und flüssig. Die Figuren und Situationen sind anschaulich und, in meinen Augen, auch bezaubernd dargestellt.

Anfangs war mir Isabella allerdings ein wenig suspekt. Sie hat als Mensch die anfänglichen Situationen, ohne mit der Wimper zu zucken, sehr gefasst und selbstbewusst aufgenommen.
Jacob dagegen ist die Entschlossenheit und Pflichterfüllung in Person. Er strahlte auf mich Kraft und einen eisernen Willen aus, sodass ich ihn fast vor mir sehen konnte.
Je mehr sie miteinander erlebten, desto besser konnte ich die Reaktionen von beiden verstehen.
Auch alle anderen Figuren wurden gut beschrieben und ich schloss einige während des Lesens in mein Herz.
Mich faszinierte auch sehr, dass alle Dämonen biblische Namen hatten. Die Erklärung wird im Laufe des Buches verraten.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Das Buch hat lange Kapitel, die aber in Abschnitte unterteilt sind.
Die erotischen Szenen werden sehr genau und gefühlsbetont dargestellt. Zum Träumen schön. Der ganze Roman war für mich unbeschreiblich bezaubernd.
Und so brauchte ich immer wieder Pausen, um die schönen Ereignisse eine Weile auf mich wirken zu lassen und um das Buch besser genießen zu können.
Dieses Werk ist seit Langem mal wieder eine richtige Augenweide. Es beinhaltet alles, was ich mir von so einem Roman wünsche: Sexy Männer, Liebe, Erotik, Spannung sowie Nervenkitzel. Es ist berauschend und gleichzeitig war ich angespannt, was wohl als nächstes passiert. Auch der Witz und das Humorvolle zwischendurch sind gut geschrieben. Ich sag nur: Rosa Elefanten! Diese Aussage kam zum Schluss zwei Mal vor und brachte mich sehr zum Lachen.
Das Buch zog mich ab der ersten Seite in seinen Bann und verschlang mich regelrecht mit seiner Vielfältigkeit an Emotionen, die es in mir erzeugte.

Fazit:
Ein starker Auftakt einer neuen Reihe über interessante Männer!
Ich bin begeistert und vergebe fünf wundervolle Sterne und zwei Extrasternchen.

+

Bisher erschienen:
1. Jacob
2. Gideon
3. Elijah
4. Damien (in Vorbereitung)
5. Noah (noch nicht übersetzt)

26.10.2009

Jeanine Krock – Flügelschlag

Titel: Flügelschlag: Ein Engel-Roman
Autor: Krock, Jeanine
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 3453527070
Seitenzahl: 720
Einband: Klappbroschur

Autorenportrait:

Jeanine Krock, in Braunschweig geboren, war unter anderem in Frankreich, Griechenland sowie Großbritannien als Model-Bookerin und
Costumière tätig. Zudem hat sie im Musical-Theater gearbeitet und war in den letzten Jahren als Relocation Consultant tätig. Inzwischen lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Norddeutschland.

Quelle: Heyne Verlag

Klappentext:

Als Juna, eine junge Ärztin, eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben für immer. Denn Arian ist nicht nur gefährlich schön, sondern auch ein gefallener Engel – auf die Erde gesandt, um das Verschwinden der Schutzengel aufzuklären. Doch seine Ankunft blieb auch den dunklen Mächten nicht verborgen, und so schwebt Juna plötzlich in höchster Gefahr …

Meine Meinung:

Der Wächterengel Arian fällt bei seiner Vorgesetzten im Himmel in Ungnade und wird auf die Erde verbannt. Um seiner Verbannung vielleicht zu entgehen, bekommt er den Befehl, herauszufinden, was es mit den vielen, plötzlich, verschwundenen Schutzengeln auf sich hat.
Bei seinem Sturz fällt er wortwörtlich der Tierärztin Juna MacDonnells vor die Füße. Mit ihr und ihrem Halbbruder, der sich anscheinend mit den falschen Mächten eingelassen hat, hat Arian im Laufe der Geschichte immer mehr zu tun.

Während dem Auftrag kommen sich Arian und Juna immer näher und bald merken sie, das sich hinter ihrer Freundschaft mehr verbirgt als auf den ersten Blick zu sehen war. Denn Juna hat eine Gabe, die durch das Zusammensein mit Arian immer mehr Macht und Stärke gewinnt.
Als der Engel das erste Mal Bekanntschaft mit Junas Schutzengel macht, musste ich erstmal lauthals lachen. Auf der einen Seite hätte ich es mir fast denken können, wer ihr Schutzengel ist, und doch wurde ich positiv überrascht.

Die Zusammenhänge sind sehr verzwickt und verwinkelt, was sehr mit den verschiedenen Parallelwelten zu tun hatte.
Da es im Paranormalen wie dem Feenreich, unter Dämonen und sogar Engeln normal ist, ständig jemandem von diesen Wesen gewisse Gefallen zu schulden, begleitete mich immer eine Angst, dass Juna sich irgendwann mal um Kopf und Kragen redet.

Zudem hätte man aus diesem Buch gut zwei machen können. Denn mit dem gelösten Auftrag  – das Aufklären der verschwundenen Schutzengel –  war der Roman noch lange nicht Zuende.
Erst folgte längere Zeit keine Action, war erst einmal eine gewisse Langatmigkeit mit sich brachte.
Arian musste einen neuen Dienst antreten und war nur sehr selten bei Juna. In seiner Abwesenheit machte diese sich auf die Suche nach ihren mütterlichen Wurzeln. Auch wollte sie mehr über die Gabe erfahren, die sich durch Arian immer stärker wurde und sich langsam nicht mehr verbergen ließ.
Dann geschehen auch noch Anschläge auf ihr Leben und sie war auf jede erdenkliche Hilfe, ob von „Oben“ oder „Unten“, angewiesen.

Zwischendurch bekam ich Arians Sicht zu lesen und nun durfte ich auch was über ihn und seine Familie erfahren. Wie er zu einem Engelskrieger wurde und woher er wirklich stammte.
Dazu ging es auch um einen geheimen Verein, mit dem irgendetwas nicht stimmte und bei dem es sich um die menschlichen Partner der gefallenen Engel handelte.

Dieses Werk ist sehr gut geschrieben und ließ keine Fragen offen.
Die Kapitel waren zwar ziemlich lang, jedoch in Abschnitte unterteilt, was das Lesen etwas auflockerte.
Die Hauptcharaktere wurden im Laufe der Geschichte immer besser vorgestellt.
Zwar sind Juna und Arian die Protagonisten, doch auch Junas Bruder und ein Marquis, ein sehr mächtiger Dämon, spielten eine große Rolle und wurden dementsprechend genau dargestellt.

Leider holte die Autorin bei manchen Erklärungen etwas zu sehr aus, aber das empfand ich nur teilweise als störend. Dadurch konnte ich mich manchmal richtig in die Situationen hineinversetzen.
Die Gefühle zwischen den Protagonisten wurden sehr anschaulich und schön dargestellt. Ich hatte das Gefühl, Junas Schatten zu sein, der alles hautnah erleben durfte.
Aber die Begeisterung für die Figuren und ihre Taten, drang nicht richtig in meine Gedanken- und Gefühlswelt ein. Ich konnte nicht immer richtig emotional reagieren, wenn etwas Trauriges oder Erfreuliches geschah. Doch trotzdem ließ es sich phantastisch und flüssig lesen und ich wollte es nie für längere Zeit aus der Hand legen.

Fazit:
Dieser Roman hat mich auf ihre Serie „Licht und Schatten“ neugierig gemacht.
Ich vergebe dem Roman vier Sterne, mit steigender Tendenz.

Marcus Imbsweiler – Privatdetektiv Koller 1 – Bergfriedhof

Titel: Bergfriedhof
Autor: Imbsweiler, Marcus
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 3899777425
Seitenzahl: 419
Einband: Paperback

Autorenportrait:

Marcus Imbsweiler, geboren 1967 in Saarbrücken, lebt seit 1990 in Heidelberg. Er studierte Musikwissenschaft und Germanistik und veröffentlicht regelmäßig Artikel im Bereich Feuilleton. Im Herbst 2007 gab er mit dem Roman „Bergfriedhof“, dem ersten Fall des Heidelberger Privatdetektivs Max Koller, sein sehr erfolgreiches Krimidebüt.
Quelle: Gmeiner Verlag

Klappentext:

Dunkle Vergangenheit

Der Heidelberger Bergfriedhof. Auf dem Grab eines Kriegsopfers liegt eine Leiche. Privatdetektiv Max Koller steht vor einem Rätsel. Sein geheimnisvoller Auftraggeber, der ihn mitten in der Nacht an diesen Ort beordert hat, will ihn plötzlich mit allen Mitteln von weiteren Nachforschungen abhalten. Und auch der Tote ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden …

Meine Meinung:

Das Cover zeigt ein Bild von einem schönen Friedhof. Entlang eines Weges, der sich teilt, sind mehrere Gräber zu sehen.
Diese Aufmachung machte mich neugierig auf den Klappentext, der mich dann gänzlich überzeugte, den Krimi zu lesen.
Auch ist es schön, dass das Titelbild sogar als Handlungsort im Buch vorkommt.

Im ersten Kapitel geschieht das, was schon im Klappentext beschrieben wurde.
Koller, der Protagonist, trifft sich mit seinem Auftraggeber an einem Ort, an dem kurz vorher anscheinend eine Leiche abgelegt wurde. Max Koller ist sofort klar, dass eine Verbindung zu seinem Auftraggeber bestehen muss. Schon allein, weil dieser alles geheim halten möchte. Und so macht er sich, gegen die Anweisung seines Auftraggebers, auf die Suche nach dieser Verbindung.

Das zweites Kapitel wird nun fast parallel, ein paar Stunden vorher, erzählt und Max Koller stellt sich vor. Der Autor schildert das Vorleben des „Privatflic“, seinen beruflichen Werdegang sowie sein Privatleben. So konnte ich mir ein gutes Bild von dem Privatdetektiv machen.
Dann ging es wieder zum aktuellen „Fall“, der eigentlich keiner ist, zurück.
Das hat der Autor meiner Ansicht nach gut gelöst. So wusste ich gleich über Max Koller und seinen merkwürdigen Auftrag bescheid.

Spannung kam in der ersten Hälfte eigentlich nie richtig auf. Dafür befasste sich der Autor zu sehr mit der Vorstellung der wichtigsten Charaktere. Darunter der beste Kumpel des Privatflics „Fatty“. Wenn Koller eine helfende Hand braucht, ist Fatty stets zur Stelle und hilft. Ob bei einem Auftrag oder beim Vertilgen von Selbstgekochtem. Dann werden noch ein Freund von der Zeitung, Max Exfrau beschrieben, und was er über seinen mysteriösen Auftraggeber erfährt.
Dadurch hätten streckenweise die Beschreibungen sehr trocken sein können. Aber der Autor schafft es immer wieder, nette Schmunzler einzubauen, die das Geschriebene etwas auflockerten. Ich konnte mir manche Szenen anschaulich und spaßig vorstellen. Meine Lachmuskeln hatten definitiv etwas zu tun.
Im letzten Drittel nimmt der Krimi dann doch noch an Tempo zu und es passiert erneut etwas Schwerwiegendes.
Als Koller noch im Dunkeln tappte, hatte ich schon Eins und Eins zusammengezählt und wartete nur noch auf die Auflösung.
Doch dann gab es kurz vor dem Ende noch eine Wendung, die mich sehr überrascht hat. Daran hätte ich nie gedacht.
Nur was mich persönlich am Schluss des Krimis etwas entsetzt hat, war der Alkoholkonsum von Koller, der im Laufe der Handlung drastisch zunahm.

Was mich teils immer wieder leicht durcheinander brachte, waren die Zeitsprünge, die es kapitelweise gab. Entweder wurde die nahe Vergangenheit, meistens der vorherige Tag, beschrieben, oder aber die nahe Zukunft. Zur Orientierung fehlten mir hier deutliche Hinweise des Autors zu den Zeiten. Wenn ich das Buch eine Zeit lang nicht in den Händen hatte, bekam ich etwas Schwierigkeiten, wieder in den Krimi zu finden.

Dies war der Debütroman von Marcus Imbsweiler. Für das erste Buch einer Krimiserie hat der Autor die wichtigsten Figuren gut vorgestellt. Dass es in den kommenden Fällen spannender wird, kann ich persönlich schon einmal bestätigen.
Der Autor hat eine humorvolle Art, manche, teils belanglosen Dinge auszudrücken und zu beschreiben. Ab der ersten Seite konnte ich schon schmunzeln. Ich konnte seinem Witz folgen und habe die kleinen, teils versteckten, Seitenhiebe verstanden.
Der Roman ist in der Ichform aus Max Kollers Sicht geschrieben. Wenige Male sprach Max Koller mich als Leser an, um gewisse Situationen zu erklären.
Sogar der Heidelberger Dialekt war ab und an zu lesen, was mir sehr gefallen hat. Das macht die regionalen Krimis erst richtig „heimisch“. Ebenso werden immer wieder einzelne regionale Wörter eingeflochten, von denen ich noch nie gehört hatte, wie z.B. Privatflic oder Pöcke. Davon gibt es noch eine Handvoll. Leider werden sie nicht erklärt.

Das Buch lag gut in der Hand und die Schriftgröße war für mich angenehm zu lesen.
Die Kapitel hatten für mich persönlich eine erfreuliche Länge.
Es gab immer wieder vereinzelt Fremdwörter, die sich aber meistens vom Textlauf her im weiteren Verlauf der Geschichte selbst erklärten.
Zur Aufmachung sei vielleicht noch gesagt, dass es sich bei diesem Buch um ein Paperback handelt. Das Format kommt der Größe eines gebundenen Buches sehr nahe.

Fazit:
Ein humorvoller Krimi mit einem etwas tollpatschigen, aber ehrlichen, Privatflic!
Der Humor hat meinen Geschmack voll getroffen.
Wegen der langen Beschreibungen und der teils nicht erklärten Regional- und Fremdwörter vergebe ich allerdings „nur“ drei sehr positiven Sterne, jedoch mit starker Tendenz zu vier Sternen.

15.9.2009

Paul Lascaux – Detektivduo Müller & Himmel 3 – Feuerwasser

Titel: Feuerwasser
Autor: Lascaux, Paul
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 3839210119
Seitenzahl: 231
Einband: Paperback

Autorenportrait:

Paul Lascaux ist das Pseudonym des Schweizer Autors Paul Ott, geboren 1955, aufgewachsen am Bodensee und seit 1974 wohnhaft in Bern. Der studierte Germanist und Kunsthistoriker hat in den letzten 30 Jahren neben zahllosen journalistischen Arbeiten mehrere literarische Veröffentlichungen realisiert, vor allem Kriminalromane und kriminelle Geschichten. Auch als Herausgeber von Krimianthologien und Initiator des Schweizer Krimifestivals „Mordstage“hat er sich einen Namen gemacht. „Feuerwasser“ ist nach den Romanen „Salztränen“ und „Wursthimmel“ der dritte Band seiner kulinarischen Krimiserie um Privatdetektiv Heinrich Müller.
Quelle: Gmeiner Verlag

Klappentext:

Stille Wasser
Im idyllischen Justistal im Berner Oberland prallen Gegensätze aufeinander: Die Wasserwirtschaft plant dort den größten Stausee der Schweiz, ein einflussreicher Dorfbewohner möchte an gleicher Stelle einen riesigen, voralpinen Fun-Park errichten. Dann werden innerhalb kurzer Zeit die Verantwortlichen beider Projekte auf grausame Weise ermordet. Die Berner Polizei steht vor einem Rätsel, ebenso wie das agile Detektivduo Heinrich Müller und Nicole Himmel …

Meine Meinung:

Auf dem Cover ist ein Behältnis aus Glas abgebildet, was leicht bläulich aussieht. Ob es am Inhalt oder am Glas selbst liegt, kommt wohl auf den Betrachter an. Dahinter, durdch das Glas durchscheinend, sieht man eine Gestalt.
Autorenname und Titel sind schön in der Mitte platziert.

Anfangs wird in einer Inhaltsangabe darauf hingewiesen, dass am Ende der Geschichte ein Glossar sowie ein Personenverzeichnis aufgelistet sind.
Das ist auch gut so, denn im Roman selbst werden die Protagonisten nur sehr wenig vorgestellt.
Für mich als Quereinsteiger in diese Reihe war das ein großer Nachteil.

Die Tötungsdelikte sind recht unspektakulär beschrieben, dafür sind die Tatorte, meiner Ansicht nach, umso spektakulärer. Bei der Aufklärung der Morde arbeitet die Polizei mit dem Privatdetektivduo Heinrich Müller und Nicole Himmel zusammen. Gemeinsam stoßen sie bald auf hinterwäldlerische Kuhhirten mit speziellen Nebenverdiensten, sowie auf zwei Großprojekte, die für das Justistal geplant sind. Nicht zu vergessen, dass die Städtler Müller und Himmel aus Bern erleben müssen, wie dort jeder ein Gewehr besitzt und es zu nutzen weiß.
Die Detektive führen ihre Ermittlungen enorm penibel durch, lassen sich die kleinste Kleinigkeit erklären und so wird auch der Leser durch das Justistal geführt und bekommt so einiges von der Gegend mit. Die beiden dürfen in diesem Fall viel durch die Schweizer Alpen, speziell durch das Justistal, „kraxeln“.
Wanderern und Anwohnern wird das eventuell gefallen, da alles sehr gut beschrieben wurde.

Der Krimi plätschert an einigen Stellen vor sich hin, wodurch ich den roten Faden, der sich durch ein Buch ziehen sollte, in diesem Krimi leider vermisst habe. Der Autor schreibt, meiner Meinung nach, teils sehr ausschweifend. Den Wanderungen im Justistal wurde enorm viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Kapitel werden durch Wochentag und Datum aufgeteilt.
Der einfache Schreibstil wechselt ab und an ins Undeutliche, manches verstand ich schlicht nicht, da ich den Zusammenhang zu dem aktuellen Fall nicht knüpfen konnte.
Sobald etwas auf einen früheren Fall hindeutete, oder es um Ausschnitte anderer literarischer Werke ging, weist der Autor mit Fußnoten auf den jeweiligen Band hin.
In dem Glossar werden schweizerdeutsche Wörter übersetzt. Die Personenbeschreibungen beziehen sich in erster Linie auf die Protagonisten Müller und Himmel. Alle anderen Figuren werden nur unzureichend vorgestellt.
Die Sichtweisen wechseln immer mal wieder, wobei die Geschichte meist aus Müllers Blickwinkel erzählt wurde.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass mir die Schreibweise des Autors nicht zusagt, weswegen der Krimi von mir dementsprechend bewertet wird.

Fazit:
Für Wanderinteressierte in der Schweiz mit Interesse an Krimis könnte dies ein etwas anderer Bergführer sein.
Von mir gibt es drei Sterne.

29.9.2009