Klaus Erfmeyer – Stephan Knobel 5 – Endstadium

Rezensionsexemplar

Autorenportrait:

Dr. Klaus Erfmeyer, geboren 1964, lebt in Dortmund und ist seit 1993 Rechtsanwalt, darüber hinaus Maler und Dozent. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen. „Tribunal“ ist bereits sein vierter Kriminalroman um Rechtsanwalt Stephan Knobel. Sein Erstling „Karrieresprung“ wurde für den Friedrich-Glauser-Preis 2007 in der Sparte „Bester Debüt-Kriminalroman“ nominiert.
Quelle: Gmeiner-Verlag

Klappentext:

Der Dortmunder Unternehmer Justus Rosell ist unheilbar an Krebs erkrankt. Für seinen bevorstehenden Tod macht er den Internisten Jens Hobbeling verantwortlich, der es versäumt haben soll, die tückische Krankheit rechtzeitig erkannt und damit jede Chance auf Heilung verspielt zu haben. Nachdem Rosell seinen Vorwurf gegen den Arzt in einem von großem Medieninteresse begleiteten Prozess nicht beweisen konnte, zieht er sich im Endstadium der Krankheit in sein Domizil auf der Ferieninsel Gran Canaria zurück. Gleichzeitig beauftragt er Rechtsanwalt Stephan Knobel, ein letztes Mal gegen Hobbeling aktiv zu werden …

Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich um den fünften Regionalkrimi von Klaus Erfmeyer.
Sein Protagonist, Rechtsanwalt Stephan Knobel, sollte einen sterbenskranken Mandanten bis zum Tod begleiten und ihm möglichst Unannehmlichkeiten ersparen. Dazu gehörte auch ein Prozess gegen den Arzt, der die Diagnose über einen Tumor zu spät bemerkt haben soll.
Nebenher machte Knobels Lebensgefährtin Marie, Germanistin und gerade arbeitslos, eine interessante Entdeckung und wurde darauf detektivisch aktiv.

Die Handlung spielte größtenteils auf Gran Canaria. Dort kamen nach kurzer Zeit neue Ungereimtheiten auf und Knobel stellte sich eins ums andere Mal die Frage, was hinter der Krankheit wirklich steckte?
Vor Ort traf er auf einen Agenten einer Lebensversicherung, der Knobel seinen Standpunkt über dessen Mandanten klar machte.

Die Einleitung empfand ich etwas zu ausführlich, aber um der Handlung folgen zu können, war es nötig.
Die darauffolgenden Schritte durch Maries Detektivarbeit, Knobels Recherchen mit dem Agenten und seine Beobachtungen, wurden ebenfalls sehr genau geschildert. Trotzdem waren diese Tätigkeiten wiederum zu keinem Zeitpunkt langatmig.

Der Autor führte mich von einer falschen Fährte auf die andere, bis endlich Licht ins Dunkel gebracht wurde. Das kannte ich nun schon von seinen vorangegangen Büchern und ich fand es klasse gemacht.
Zwischendurch bekam ich auch einen kleinen Einblick in die geographisch gelegenen Ortschaften von Gran Canaria.
Spannung baute sich zwar Anfangs nur sehr gemächlich auf, doch zum Schluss kam es zu einem Showdown und einem ganz dicken Ende. Damit hätte ich nie gerechnet.

Die Handlung wurde aus Knobels Sicht geschildert. Somit bekam ich auch die rechtliche Seite dieser Krankheitsgeschichte und dessen Verlauf mit. Auch Maries Sichtweise wurde vereinzelt dargestellt, um zu zeigen, was sie bei ihren Recherchen herausfand.
Alles wurde ausführlich beschrieben, dadurch konnte ich mir alles sehr gut vorstellen.

Fazit:
Auch dieser Roman von Herrn Erfmeyer ist ohne Blutvergießen ein spannender Krimi.
Ich vergebe allerdings nur vier Sterne, weil mir die Handlung dieses Mal nicht so zugesagt hat, da ich es nicht mag, wenn mit einer Krankheit gespielt wird …

Bisher erschienen:
Karrieresprung (2006)
Todeserklärung (2007)
Geldmarie (2008)
Tribunal (2010)
Endstadium (2010)

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