Tagesarchiv: 12. Juni 2010

Kathy Reichs – Dr. Tempe Brennan 2 – Knochenarbeit

 

Autorenportrait:

Kathy Reichs, geboren in Chicago, lebt in Charlotte und Montreal. Sie ist Professorin für Soziologie und Anthropologie und unter anderem als forensische Anthropologin für gerichtsmedizinische Institute in Quebec und North Carolina tätig. Jeder ihrer Romane erreichte Spitzenplätze auf allen internationalen und deutschen Bestsellerlisten. Ihre Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Tempe Brennans Fälle laufen als höchst erfolgreiche Fernsehserie „Bones – Die Knochenjägerin“.

Quelle: Blanvalet Verlag

Klappentext:

Eine Nonne in einem falschen Grab, ein niedergebranntes Haus mit sieben Leichen darin.
Die forensische Anthropologin Tempe Brennan ha in diesem eisigen kanadischen Winter wieder alle Hände voll zu tun. Die Spur führt zu einer geheimnisvollen Sekte in North Carolina, Tehmpes alter Heimat …

Meine Meinung:

Der Klappentext bringt den Inhalt eigentlich auf den Punkt.
Diesmal hat Tempe Brennan nicht nur einen Mörder dingfest zu machen, sondern erfuhr ich auch einiges über eine französische Familie aus dem 19. Jahrhundert, an dessen Geschichte Brennan nebenher noch beschäftigt ist. Und dazu kommt noch die Sorge um ihre Schwester, die sich mit ihrem lockeren Lebensstil immer wieder in schwierigkeiten bringt …

Dieser zweite Band fängt mit der Bergung eines Nonnenskelettes schon spannender an, als der erste Teil.
Kurz darauf wird Tempe zu einem abgebrannten Haus gerufen, in dem sich mehrere Leichen befinden. Dadurch arbeitete sie wieder mit Ryan zusammen. Das Miteinander zwischen Tempe und Ryan hatte sich in diesem Band schon ein klein wenig geändert, was mir sehr zusagte.
Durch die Ichform aus Brennans Sicht erfuhr ich auch, was in ihren Gedanken so abging. Das war teilweise äußerst interessant und aufschlussreich.

Was von Anfang an schon im Raum schwebte, aber erst zum Ende hin fest stand, war, dass die Morde mit einen Kult zusammenhingen, man könnte auch Sekte sagen, um den es ging.
Als Tempes Schwester auch noch spurlos verschwindet, nimmt die ganze Handlung eine neue Dimension an und ich wurde in meinen Gedankengängen am Ende bestätigt.

Die Beschreibungen von den Örtlichkeiten und der Tätigkeit von Tempe Brennans Berufes werden zwar immer noch sehr ausführlich beschrieben, aber da ich es von dem ersten Band her kannte, konnte ich mich drauf einstellen. Die Detailgenauigkeit gab es dazu auch bei der Beschäftigung von Brennans Tochter, wodurch ich aber diese, sowie auch Tempes Schwester Harry, besser kennen lernen durfte.
Da dazu die Handlungsorte immer wieder wechselten, kam etwas Abwechslung und damit auch frischer Wind in die Geschichte.

Spannende Situationen geschahen meist zum Ende eines Kapitels, sodass ich unbedingt immer weiterlesen musste, um zu erfahren wie diese Momente ausgingen.  Zum Glück gab es zwischendurch immer wieder Absätze, dass ich diese für Pausen nutzen konnte.
Zum Schluss konnte ich das Buch allerdings nur noch schwer aus der Hand legen, da es immer dramatischer wurde und ich mitfieberte.
Da mir die französische Sprache nicht liegt und auch die Detailbeschreibungen nicht zusagen, ziehe ich einen Stern ab und gebe diesem Werk somit vier Sterne.

Werbeanzeigen

Kathy Reichs – Dr. Tempe Brennan 1 – Tote lügen nicht

 

Autorenportrait:

Kathy Reichs, geboren in Chicago, lebt in Charlotte und Montreal. Sie ist Professorin für Soziologie und Anthropologie und unter anderem als forensische Anthropologin für gerichtsmedizinische Institute in Quebec und North Carolina tätig. Jeder ihrer Romane erreichte Spitzenplätze auf allen internationalen und deutschen Bestsellerlisten. Ihre Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Tempe Brennans Fälle laufen als höchst erfolgreiche Fernsehserie „Bones – Die Knochenjägerin“.

Quelle: Blanvalet Verlag

Klappentext:

Tempe Brennan hat einen Knochenjob. Als forensische Anthroprologin am gerichtsmedizinischen Institut von Montreal landen tagtäglich die unterschiedlichsten Leichen auf ihrem Labortisch. Doch als sie einem Serienmörder auf die Spur kommt, wird es auch für sie selbst gefährlich …

Meine Meinung:

Tempe Brennan, eine forensische Anthroprologin in einem gerichtsmedizinischen Institut von Montreal, hat schon einige Leichen auf ihrem Labortisch gehabt. Aber die Neueste unterscheidet sich von anderen, denn sie erinnert Tempe an einen zurückliegenden und sehr ähnlichen Fall. Als sie diesen Fall wieder hervorholt, fallen ihr sofort die Ähnlichkeiten auf und Tempe glaubt, dass es das Werk eines Serienkillers ist. Doch die Polizei will von dieser Theorie lange nichts wissen und so ermittelt sie auf eigene Faust. Dass sie dabei die Aufmerksamkeit des Killers auf sich zieht, scheint Tempe gar nicht bewußt zu sein.

Anfangs war es für mich schwierig, in die Handlung hineinzufinden. Mit Ichperspetiven habe ich zu Beginn immer Probleme und dazu kam dann noch die zu detailierte Schreibweise, die mir nicht zusagte. Dadurch, so empfand ich, kam überhaupt keine Spannung hoch und daher stockte die Handlung, da zu wenig passierte. Wenn die Autorin etwas beschrieb, kam meistens gleich eine anschauliche Erklärung hinterher.
Erst nach ca. 200 Seiten hörte die ausführliche Beschreibung auf und jetzt begann sich endlich eine Spannung aufzubauen.
Je weiter ich ab diesem Zeitpunkt in die Handlung eintauchte, umso besser kam ich mit der Art, wie die Autorin die Situationen darstellte, klar und ich fieberte mit Tempe mit.
Zum Schluss gab es dann noch einen Showdown, der aber in meinen Augen vorhersehbar war und auf den ich schon gewartet hatte. Dieser, wenn auch etwas kurze, Showdown brachte dem Roman einen Stern mehr ein.
Da der Schauplatz Montreal und Umgebung ist, wird dort meist Französich geredet. Wenn dass der Fall war, wurden diese Sätze immer in Kursivschrift dargestellt. Dass allerdings nur manche französischen Sätze übersetzt wurden und manche nicht, störte mich etwas.

Die Aufmachung des Textes empfand ich als sehr ermüdend. Die Schrift ist sehr klein, dass es auf Dauer sehr anstrengend für die Augen war. Und auch der Blockabsatz ist ziemlich eng, was das ständige Lesen nicht gerade förderte. Aber das nur am Rande.

Fazit:
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich dieses Werk doch noch zu einem guten Auftakt einer neuen Krimiserie gemacht.
Ich vergebe drei bis vier Sterne.