Marianne Fredriksson – Stinas Entscheidung

 

Autorenportrait:

Marianne Fredriksson wurde 1927 in Göteborg geboren. Als Journalistin arbeitete sie lange für bekannte schwedische Zeitungen und Zeitschriften. Im Jahre 1980 veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Sämtliche Romane der Autorin wurden in Deutschland große Bestsellererfolge. Die Autorin starb am 12. Februar 2007.
Quelle: Fischer Verlage

Klappentext:

Manchmal denkt Stina, dass sie blind war.
Als Stina ihren späteren Ehemann Per kennen lernt, glaubt sie an die ganz große Liebe. Per ist klug und charmant, voller Lebensfreude und Tatendrang.
Als auch er sich in sie verliebt, scheint ihr Glück grenzenlos. Doch die erste Schwangerschaft verändert ihr Leben, Per ist wie ausgewechselt, er schlägt und missbraucht sie.
Erst nach der Scheidung kann Stina wieder aufatmen.
Doch die Angst, ihre beiden Töchter zu verlieren, lässt sie nicht wieder los …


Meine Meinung:

Ohne Vorwissen, was mich erwartete, begann ich dieses Werk der Autorin Marianne Fredriksson zu lesen.
Es geht um eine Frau, die ein schweres Schicksal durchmacht, in ihrer Ehe und eine lange Zeit danach. Begleitet wird sie durch die, in dieser Zeit entstandenen Kinder sowie durch ihre Familie und sehr tollen Freunde.

Dieser Roman wurde in zwei Teile aufgeteilt.
Im ersten geht es um die schlimme Ehe und die Bewältigung des Geschehenen. Im zweiten Teil geht es um das Verstehen des psychopathischen Exmannes und wie Stina und ihre Töchter das Leben wieder in den Griff bekommen.
Es war eine erschreckende, aber auch sehr interessante Geschichte, wie Stina und ihre Kinder mit den schrecklichen Erlebnissen umgingen. Dabei wurden die schlimmen Szenen nicht überdeutlich dargestellt, worüber ich sehr froh war.

Ich möchte vorweg sagen, dass mir die Schreibweise der Autorin nicht zusagte. Die Handlung dagegen war gut beschrieben und ich konnte mir das Grauen gut vorstellen.
Die Autorin schwankte im ersten Teil immer zwischen den Erinnerungen an die Zeit damals vor und in der Ehe und der Gegenwart. Da sich das teilweise absatzweise änderte und nicht gekennzeichnet war, kam ich zu Beginn etwas durcheinander. Zumal es sehr viele Abschnitte in den kurzen Kapiteln gab.
Dazu kamen Situations- und Zeitsprünge, die es mir zudem schwer machten, mich richtig in Stinas Situation zu versetzen.
Trotzdem fühlte ich mich als Teil von Stinas „Freunden“ und hätte gerne noch etwas mehr von ihrer älteren Tochter, der kratzbürstigen Maria, erfahren, der ebenfalls böse mitgespielt worden ist.

Die Schrift ist schön groß, das Buch lag gut in der Hand.
Der Schreibstil der Autorin war zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, da er teils etwas distanziert war, wegen der anfänglich negativen Handlung, aber doch auch wieder emotional. Als ich in die Handlung hineingefunden hatte, wurde die Erzählung langsam flüssiger.

Fazit:
Eine Geschichte, deren Ernsthaftigkeit einem unter die Haut geht.
Wegen einigen Schwächen vergebe ich „nur“ vier Sterne.

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